www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/ Newsmeldungen de www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 05 Dec 2019 11:25:23 +0100 Tag des Ehrenamts: Bei den Tafeln geht die Zahl freiwilliger Einsatzstunden zurück https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/tag-des-ehrenamts-bei-den-tafeln-geht-die-zahl-freiwilliger-einsatzstunden-zurueck.html Die Tafeln beklagen einen Rückgang des ehrenamtlichen Engagements beim Verteilen gespendeter Lebensmittel. Zwar habe sich die Anzahl der helfenden Frauen und Männer leicht erhöht. Ihre freiwillig geleisteten Stunden seien aber deutlich zurückgegangen, heißt es in einer am Donnerstag in Berlin verbreiteten Mitteilung des Tafel-Bundesverbandes. Im Vergleich sei die Zahl der Einsatzstunden gegenüber 2018 um vier Millionen auf aktuell 20 Millionen Stunden gesunken.

Zum Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember sagte der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl, die 947 Tafeln sähen sich "einem allgemeinen Trend ausgesetzt". Die Anforderungen an das Ehrenamt bei den Tafeln stiegen. "Als gemeinnützige Organisation sind wir deshalb gefragt, neue Formen des Engagements zu etablieren und unsere Ehrenamtlichen durch Weiterbildung zu unterstützen", sagte Brühl. Zugleich appellierte er an die Politik, das Ehrenamt gezielter zu stärken.

Die Tafeln hoffen auf finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand für hauptamtliche Koordinatoren sowie für Weiterbildung und Qualifizierung der Freiwilligen. Kostenfreie oder vergünstigte ÖPNV-Tickets würden beispielsweise helfen, das Ehrenamt jedem Interessierten zugänglich zu machen. "Derzeit müssen viele Freiwillige Geld für Bus- und Bahntickets aufwenden, um sich engagieren zu können", beklagte Brühl. Der Verbandschef forderte zudem, dass ehrenamtlicher Einsatz bei der Berechnung der Rentenpunkte berücksichtigt werde.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 05 Dec 2019 11:25:23 +0100
Berliner Kindertrauergruppe sucht ehrenamtliche Mitarbeiter https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berliner-kindertrauergruppe-sucht-ehrenamtliche-mitarbeiter.html Wenn ein Mensch stirbt oder bald sterben wird, geht das die ganze Familie an. Kinder trauern anders als Erwachsene. Deshalb brauchen sie beim Abschied-Nehmen von einem geliebten Menschen und in der Zeit danach professionelle Hilfe, um den Verlust besser verarbeiten zu können und wieder Anschluss ans Leben zu finden.

Die Kindertrauergruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin Prenzlauer Berg Nord richtet sich an Kinder, die ein Elternteil oder eine andere nahestehende Person verloren haben. Auch die trauernden Eltern bekommen hier die Möglichkeit zum Gespräch. Professionelle Trauerbegleiter leiten die Trauergruppe. „Die Trauer soll hier einen Platz bekommen“, sagt Pfarrerin Jasmin El Manhy. Sie hat die Kindertrauergruppe gemeinsam mit Katharina Kreuschner vom Stephanus-Kinderhospizdienst und dem Bestatter Eric Wrede gegründet. Ihr ist es ein Anliegen, das Thema Tod, Trauer und Sterben wieder mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken – gerade am Standort Prenzlauer Berg, wo viele junge Familien leben. „Erst kürzlich sind zwei Familienväter aus unserer Kirchengemeinde gestorben. Als Kirche wollen wir für die Familien da sein – auch für die Kinder“, sagt Pfarrerin El Manhy. Das Gefühl, nicht alleine mit dem zu sein, was man erlebt hat, sei allen Beteiligten sehr wichtig.

Zwei monatlich stattfindende Trauergruppen gibt es bereits. Eine weitere Gruppe für trauernde Jugendliche ist bereits in Planung. Doch auch die Kindergruppen sind gut nachgefragt. Deshalb sucht die Kirchengemeinde Ehrenamtliche, die sich einmal im Monat für maximal vier Stunden Zeit für Kinder nehmen können, die um ein Elternteil oder Geschwisterkind trauern. Für diese ehrenamtliche Mitarbeit ist eine im Januar 2020 stattfindende Schulung durch professionelle Trauerbegleiter Voraussetzung.

An der ehrenamtlichen Mitarbeit Interessierte wenden sich an: kindertrauer@ekpn.de

Weitere Informationen unter www.kindertrauer-berlin.de 

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 04 Dec 2019 15:44:42 +0100
Diakonie fordert Freifahrten für Ehrenamtler https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/diakonie-fordert-freifahrten-fuer-ehrenamtler.html Zum Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember hat die Diakonie ihre Forderung nach Freifahrten von ehrenamtlichen Helfern mit Bussen und Bahnen zu ihren Einsatzstellen erneuert. Mit der Aktion #freiefahrtfuerfreiwillige werbe man für kostenlose oder zumindest preisreduzierte Fahrten für alle Personen in Freiwilligendiensten, erklärte die Diakonie am Mittwoch in Berlin. Die Aktion finde in diesem Jahr zum dritten Mal statt.

Freiwilligendienstleistende müssten am besten umsonst zu ihren Einsatzorten fahren können, sagte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Es dürfe nicht sein, dass sie ihr geringes Taschengeld, das sie für ihr Engagement bekommen, für Bahntickets ausgeben müssten, um zu ihrem Einsatzstellen zu kommen. Die Freiwilligendienstleistenden trügen zu einer lebendigen Zivilgesellschaft bei und stärkten die Demokratie. "Dieses Engagement müssen wir wertschätzen und es muss uns etwas wert sein", sagte Loheide.

In Diakonie und evangelischer Kirche engagieren sich rund 14.000 Freiwillige im Freiwilligen Sozialen Jahr, Freiwilligen Ökologischen Jahr, Bundesfreiwilligendienst oder in einem internationalen Freiwilligendienst. Insgesamt gibt es etwa 100.000 Freiwilligendienstleistende bundesweit.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 04 Dec 2019 15:41:14 +0100
Juden kritisieren Kunst-Aktion vor Reichstaggebäude https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/juden-kritisieren-kunst-aktion-vor-reichstaggebaeude.html Die neue Aktion des "Zentrums für politische Schönheit" nahe dem Berliner Reichstagsgebäude mit Asche und anderen menschlichen Überresten von ermordeten NS-Opfern ist vom Zentralrat der Juden kritisiert worden. Aus jüdischer Sicht sei die Aktion problematisch, weil sie gegen das jüdische Religionsgesetz der Totenruhe verstößt, teilte der Zentralrat am Dienstag über Twitter mit: "Sollte es sich tatsächlich um Asche von Schoa-Opfern handeln, dann wurde die Totenruhe gestört."

Die Künstlergruppe "Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) hatte am Montag in der Nähe von Bundestag und Kanzleramt eine temporäre Gedenkstätte für NS-Opfer errichtet. Mit der Aktion unter dem Titel "Suchet nach uns!" will die Gruppe vor einer Zusammenarbeit der Union mit der AfD warnen.

Laut ZPS wurden dafür mehr als 200 Bodenproben an 23 Orten in Deutschland, Polen und der Ukraine, an denen Nazis Massenmorde begingen, zusammengetragen. Laboruntersuchungen hätten in mehr als 70 Prozent Hinweise auf menschliche Überreste gegeben.

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker, nannte die Aktion "völlig geschmacklos" und forderte ihren sofortigen Abbau. Das ZPS ist für umstrittene Kunstaktionen bekannt. Im Herbst 2017 hatte die Gruppe mit dem Nachbau des Holocaust-Mahnmals auf einem Nachbargrundstück von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke auf sich aufmerksam gemacht.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 03 Dec 2019 19:08:00 +0100
Evangelische Kirche startet Spendensammlung für Rettungsschiff https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/evangelische-kirche-startet-spendensammlung-fuer-rettungsschiff.html Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) startet gemeinsam mit einem zivilgesellschaftlichen Bündnis eine Spendensammlung für das geplante Seenotrettungsschiff. Am 3. Dezember (Dienstag) wird dazu ein Aufruf veröffentlicht, wie die EKD mitteilte. Unter dem Hashtag #WirschickeneinSchiff soll es auch eine Online-Spendenkampagne geben.

"United 4 Rescue - Gemeinsam Retten!" ist ein Bündnis aus Kirchen, Kommunen, Vereinen und Initiativen. Ein Verein, der das Bündnis organisatorisch trägt, sei vor rund drei Wochen gegründet wurden, hieß es. Am Dienstag wollen unter anderem der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und der Bürgermeister von Palermo, Leoluca Orlando, in Hamburg das Bündnis der Öffentlichkeit vorstellen.

Im September hatte die EKD bekanntgegeben, dass sie zusammen mit einem Verein die Seenotrettungsorganisation "Sea-Watch" mit Sitz in Berlin beauftragen möchte, ein Schiff ins Mittelmeer zu schicken. Der Beschluss geht auf eine Initiative des evangelischen Kirchentags im Juni zurück.

Bedford-Strohm äußerte sich Mitte November auf der EKD-Synode in Dresden überzeugt davon, dass man mit dem Schiff ein wichtiges Zeichen setze. "Seit Jahren warten wir auf überzeugende Lösungen der europäischen Regierungen. Auch die EKD-Synode hat wiederholt gefordert, legale und sichere Zugangswege für Schutzsuchende zu eröffnen, ein solidarisches Verteilsystem in Europa zu schaffen, faire Asylverfahren zu gewährleisten", sagte der bayerische Landesbischof.

"Die Hilfe für Menschen in Lebensgefahr im Mittelmeer ist nur ein Baustein in einer Gesamtstrategie diakonischen Handelns der Kirche", sagte der Theologe. Bei allen unterschiedlichen Ansätzen könne es bei einer Tatsache keine zwei Meinungen geben: "Einfach nur zuzuschauen wie Menschen ertrinken, ist keine Option", unterstrich Bedford-Strohm.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 02 Dec 2019 15:55:58 +0100
Antisemitismus-Bekämpfung an Schulen wird gestärkt https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/antisemitismus-bekaempfung-an-schulen-wird-gestaerkt.html Der Zentralrat der Juden in Deutschland, die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten verstärken den Kampf gegen Antisemitismus an Schulen. Dazu sei eine 15-köpfige Arbeitsgruppe einberufen worden, teilte der Zentralrat der Juden am Montag in Berlin mit. Diese werde Empfehlungen zum Umgang mit Antisemitismus an Schulen erarbeiten. Zudem solle das Thema Antisemitismus-Bekämpfung umfassend in die Lehrerbildung verankert werden.

"Antisemitismus hat letztlich die Zerstörung der offenen, demokratischen Gesellschaft zum Ziel", sagte Zentralratspräsident Josef Schuster anlässlich der Einrichtung der Arbeitsgruppe. Bildung sei ein Schlüssel zur Bekämpfung des Judenhasses. "Wir müssen alles daransetzen, Lehrkräfte darin zu unterstützen, antisemitische Ressentiments in der Schule zu erkennen und zu bekämpfen", so Schuster. Insbesondere Hochschulen seien gefordert, den Umgang mit Antisemitismus im Lehramtsstudium zu thematisieren.

Der KMK-Präsident und hessische Ressortchef Alexander Lorz (CDU) verwies darauf, dass es an Schulen immer wieder zu antisemitischen Anfeindungen komme. Der Kampf gegen Judenhass sei eine gesamtgesellschaftlich Aufgabe.

Der Co-Vorsitzende der Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten, Ludwig Spaenle (CSU), betonte die einmalige Chance an Schulen, "junge Menschen mit unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft über jüdisches Leben und jüdischen Glauben zu informieren und über die verschiedenen Wurzeln und Formen des Antisemitismus aufzuklären".

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 02 Dec 2019 15:54:51 +0100
EKD-Kulturbeauftragter: Geringes Eintrittsgeld für Kirchen in Ordnung https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/ekd-kulturbeauftragter-geringes-eintrittsgeld-fuer-kirchen-in-ordnung.html Der Kulturbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, hält eine moderate Erhaltungsgebühr für Kirchengebäude für vertretbar. "Im internationalen Vergleich haben wir das große Glück, dass Eintrittsgelder in Kirchen relativ selten vorkommen, und wenn dann sind sie vergleichsweise günstig", sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Wer die Schlosskirche Wittenberg und das angrenzende Besucherzentrum als Tourist besuchen möchte, muss vom 1. Dezember an zwei Euro Eintritt bezahlen. Auch in anderen evangelischen Kirchengebäuden in Deutschland wie etwa dem Berliner Dom müssen Besucher für den Eintritt zahlen. Das stößt auch auf Kritik.

"Ich kann die Empörung verstehen, andererseits zeigt der internationale Vergleich: Nirgendwo auf der ganzen Welt gibt es ein solches Netz an wertvollen und gut sanierten Kirchen, die dann auch noch von einer Gemeinde genutzt werden", sagte Claussen. Die Kirchen würden sich außerdem nicht darauf beschränken, Eintrittsgelder zu erheben, sondern auch ein spirituelles und kulturelles Programm anbieten. Man könne diese Kirchen im Rahmen eines Gottesdienstes kostenfrei besuchen.

Bei der Schlosskirche wolle er um Verständnis werben, sagte der EKD-Kulturbeauftragte. Es gehe um eine Unterstützung zur Bauerhaltung. Zwei Euro seien sehr maßvoll angesetzt. Außerdem betreffe es eine Kirche, die unter der Woche mit erheblichem Aufwand für viele Touristen offen gehalten wird.

Die Entwicklung, dass Kirchen von vielen eher als Museum denn als Gebetshaus wahrgenommen würden, müsse nicht schlimm sein. "Kirchen sind immer mehreres. Gerade die großen Kirchen sind einerseits Orte der Gemeinde für Gottesdienst und Gebet und andererseits Anziehungspunkte für Touristen und für kunsthistorisch Interessierte. Das muss sich nicht widersprechen", sagte Claussen. Augenblicklich komme es an einigen Orten zum Phänomen des "Overtourismus". Gerade große Gruppen müssten ihren Beitrag leisten zum Erhalt von Kirchengebäuden.

EKD und Landeskirchen seien auf Unterstützung bei der Erhaltung von Kirchen angewiesen. "Eindeutig ist, dass wir als Kirche den Erhalt der Kirchen nicht allein bewältigen können", sagte Claussen. Einer der wesentlichen Gründe für die Kirchensteuer bestehe darin, einen Betrag dafür zu leisten, Kirchen zu erhalten und mit geistlichem Leben zu füllen. Die Landeskirchen erhielten auch viel Geld aus öffentlicher Hand. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland und die vielen Kirchbauvereine kümmerten sich um den Erhalt.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sun, 01 Dec 2019 11:41:10 +0100
Bischof Stäblein für "umgekehrten Adventskalender" https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/bischof-staeblein-fuer-umgekehrten-adventskalender.html Bischof Christian Stäblein hat zu Beginn der Adventszeit zur Unterstützung der Aktion "Eins mehr!" der Berliner Tafel aufgerufen. Die Aktion folge dem Prinzip des "umgekehrten Adventskalenders", erklärte Stäblein am Samstag in Berlin im RBB-Hörfunk. Anstatt jeden Tag aus einem Adventskalender für sich selbst ein weiteres Stück Schokolade oder ein anderes kleines Geschenk zu erhalten, habe der "umgekehrte Adventskalender" zum Ziel, täglich etwas an Bedürftige zu verschenken. Der "umgekehrte Adventskalender" stelle damit die Vorfreude auf das Fest vom Kopf auf die Füße, sagte Stäblein.

Im Rahmen der Aktion "Eins mehr!" von Berliner Tafel, RBB und Kirchen sammelt "Laib und Seele" in Berlin Lebensmittel für Bedürftige ein. Kunden von 23 Berliner Supermärkten sind seit Freitag bis 15. Dezember aufgerufen, einen Artikel mehr als benötigt einzukaufen und im Anschluss an Bedürftige zu spenden. Dabei gehe es um haltbare Waren, bei Lebensmitteln etwa Kaffee, Schokolade, Konserven, Nudeln oder Reis. Den Angaben zufolge besuchen aktuell in Berlin jeden Monat bis zu 50.000 Menschen die 45 Lebensmittel-Ausgabestellen der Tafel.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sun, 01 Dec 2019 11:40:06 +0100
Cottbusser Superintendent: Klimaproteste sind "Gratwanderung" https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/cottbusser-superintendent-klimaproteste-sind-gratwanderung.html Der Cottbuser evangelische Superintendent Georg Thimme warnt vor den geplanten Klimaprotesten am Wochenende in der Lausitz Gegner und Befürworter der Kohle vor Kompromisslosigkeit. Seine Sorge sei, dass durch die geplanten Aktionen von Klimaaktivisten und ihren Gegnern Dialog- und Diskussionsräume geschlossen werden, sagte der evangelische Theologe dem Evangelischen Pressedienst (epd): "Dass beide Seiten sich letztlich kontraproduktiv verhalten, wenn es darum geht, einen Weg zu finden, den viele mitgehen können. Darum muss es aber eigentlich gehen."

An die Demonstranten beider Seiten appellierte Thimme, Diskussionsräume nicht zu verschließen. "Es muss gelingen, im Gespräch zu bleiben", sagte der oberste Theologe im Evangelischen Kirchenkreis Cottbus.

Hier würden zwei Gruppen gegeneinander ausgespielt, diejenigen, die den Strukturwandel möglichst noch beschleunigen wollen und diejenigen, die mit dem bisherigen Status Quo eigentlich auch gut leben. "Das ist die Problematik und da hilft so ein Aufruf von 'Ende Gelände', hier auch Grenzen zu überschreiten, nicht wirklich zu einem Klima zu kommen, wo man miteinander im Gespräch bleiben kann", sagte Thimme. Die Lausitz brauche keine Fronten, sondern ein breites Miteinander.

Der Aufruf von "Ende Gelände", am Samstag, Kraftwerk und Tagebau bei Jänschwalde zu blockieren, würde zumindest in Teilen der Bevölkerung als Gewalt empfunden, sagte der Theologe. So hätten viele Mitarbeitende des Energieversorgers Leag Sorgen vor dem, was sie erwartet: "Ausgebuht und ausgepfiffen zu werden, in dem Moment, wenn ich zur Arbeit gehe, das wird als Gewalt empfunden."

Auf der anderen Seite denke er, müsse man das auch ein Stück weit aushalten, betonte Thimme: "Der Strukturwandel ist etwas, was vollzogen werden muss mit Blick auf den Klimawandel, auf den wir zugehen. Das ist wirklich eine Gratwanderung, in der wir uns hier gerade bewegen."

Diese kontroversen Diskussionen zögen sich quer durch die Gesellschaft in der Region. Auch Kirchengemeinden seien davon nicht ausgenommen. Es gebe dabei durchaus einen breiten Anteil in der Lausitzer Gesellschaft, der einen Strukturwandel unterstützt. "Es gibt dafür aber den Kohle-Kompromiss, der ausgehandelt wurde und ich persönlich denke, der Strukturwandel kann und muss innerhalb dieses Kompromisses laufen. Da waren so viele unterschiedliche Strömungen daran beteiligt, davon lebt schließlich die Demokratie", sagte Thimme. Der Superintendent sollte am Freitagmittag auf einer Kundgebung des Cottbusser Klimabündnis "Cottbus for Future" reden.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 29 Nov 2019 11:33:20 +0100
Generalsuperintendentin Rinecker und Superintendent Thimme rufen zu Friedensklima im Strukturwandel auf https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/generalsuperintendentin-rinecker-und-superintendent-thimme-rufen-zu-friedensklima-im-strukturwandel.html Generalsuperintendentin Theresa Rinecker und Superintendent Georg Thimme rufen zu einem Friedensklima im Strukturwandel auf:  

Als Evangelische Kirche in der Lausitz wollen wir zu einem offenen, friedlichen und fairen, von gegenseitigem Respekt getragenen Miteinander beitragen, um den notwendigen Strukturwandel in der Lausitz zu bewältigen.

Für die vom Aktionsbündnis „Ende Gelände“ für die Tage vom 29. November bis 1. Dezember 2020 geplanten Aktionen in der Lausitz appellieren wir an alle Beteiligten, eine Haltung einzunehmen, die ein Friedensklima fördert und sich von Übergriffen und Gewalt im Reden und Tun zu distanzieren. Auch wenn der mühsam ausgehandelte Kompromiss zum Kohleausstieg nicht alle Interessengruppen gleichermaßen befriedigt, bitten wir doch alle auf die Haltung des wechselseitigen Respektes und eine Kultur der Gesprächsbereitschaft zu bauen.  

„Selig sind, die Frieden stiften…“ heißt es in der Bergpredigt Jesu. Wir verstehen dies als Auftrag, den gesellschaftlichen Frieden zu stärken und zugleich im größtmöglichen Frieden mit den Ressourcen der Schöpfung zu leben. Diese herausfordernde Aufgabe wollen wir als evangelische Kirche konstruktiv, kritisch und gewaltfrei mitgestalten.

(EKBO)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 28 Nov 2019 13:10:18 +0100