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Mariä Verkündigung

25.03.2020

Heute ist Mariä Verkündigung. In der Kirche in Briesen im Spreewald ist die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria durch Gabriel an der Nordwand dargestellt

Das Bild ist so platziert, dass es am Morgen des 25. März durch ein kleines Fenster im Ostgiebel angeleuchtet wird – zuerst der Engel dann Maria. Die Bilder in Briesen, auf denen dargestellt ist, wie sich Maria Gottes Willen unterwirft und wie Jesus im Garten Gethsemane dasselbe tut, befinden sich an der Wand übereinander.

Hier geht's zur Kirche in Briesen.

Der Pfarrer von Briesen, Friedrich Detlef Plasan, hat für den heutigen Tag eine Andacht zusammengestellt, die wir Ihnen hier zum Lesen vorstellen:


Spruch des Tages

"Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan." (Galater 4,4)

Der 25 März ist im Kirchenjahreskalender der Tag der Verkündigung des Herrn, auch Mariä Verkündigung genannt. Man denkt an die Verheißung der Geburt Jesu an Maria.

Psalm 19, 2-7

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes,
und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.
Ein Tag sagt's dem andern,
und eine Nacht tut's kund der andern,
ohne Sprache und ohne Worte;
unhörbar ist ihre Stimme.
Ihr Schall geht aus in alle Lande
und ihr Reden bis an die Enden der Welt.
Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht;
sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer
und freut sich wie ein Held, zu laufen die Bahn.
Sie geht auf an einem Ende des Himmels
und läuft um bis wieder an sein Ende,
und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen.

Evangelienlesung

Lukas 1, 26–38

Die Ankündigung der Geburt Jesu

26  Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth,
27  zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria.
28  Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!
29  Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?
30  Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden.
31  Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben.
32  Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben,
33  und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
34  Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß?
35  Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
36  Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei.
37  Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.
38  Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Verkündigung des Herrn

Das Fest genau neun Monate vor Weihnachten zur Erinnerung an die Ankündigung der Geburt, auch Menschwerdung des Herrn ist in der Ostkirche für die Mitte des 6. Jahrhunderts im Westen für das 7. Jahrhundert belegt. Der Engel Gabriel kommt nach Nazareth.

Im Lukasevangelium besucht der Engel nicht Josef, wie im Matthäusevangelium (Mt 1 18-24), sondern Maria. Die Begrüßungsworte haben eine lange Wirkungsgeschichte. In deutscher Übersetzung sagt der Engel zu Maria: „Ich grüße dich, Maria!“ In der katholischen Kirche wird dies Englischer Gruß genannt. Diese Begrüßung ist auch Grundlage des Gebets Gegrüßet seist Du, Maria (Ave Maria). Gabriel kündigt die Geburt ihres ersten Sohnes, Jesus, an. Das soll durch den Heiligen Geist und die Kraft Gottes geschehen. Deshalb wird das Kind heilig und Gottes Sohn genannt (Lk 1,35).

Gabriel sagt nicht, dass das Kind durch den Heiligen Geist entstanden ist, sondern dass das Kind wegen dieser Wirkung heilig genannt werden wird. Bedeutsam allein erscheint die Tatsache des göttlichen Wirkens, wie das passiert, wird nicht gesagt. Maria entgegnet am Ende: „Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast.“ (Lk 1,38) Sie unterwirft sich dem Willen Gottes. Sein Wille geschehe. So sagt ihr Sohn dann später in höchster Einsamkeit und Todesangst im Garten Gethsemane: Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.

Das ist kein Fatalismus, Schicksalsglaube, sondern Vertrauen auf den Höchsten und darauf dass der am Ende alles gut machen wird.

Letzte Änderung am: 08.02.2016