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Landeskirche unterstützt Seenotrettung im Mittelmeer

10.12.2019

Ein Zeichen der Menschlichkeit: Finanzielle und ideelle Hilfe für United4Resue

Berlin, 10. Dezember 2019  – Am heutigen Tag der Menschenrechte tritt die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) dem Aktionsbündnis "United4Rescue – Gemeinsam Retten e.V." bei. Das Bündnis sammelt Spenden, um Menschen zu retten, denen auf ihrer Flucht übers Mittelmeer der Tod durch Ertrinken droht. „Unser Beitritt zum Bündnis ist ein Zeichen der Menschlichkeit und geschieht aus dem Auftrag christlicher Nächstenliebe“, sagt Bischof Christian Stäblein. „Die politisch Verantwortlichen sind dazu aufgerufen, Fluchtursachen zu bekämpfen und eine nachhaltige europäische Flüchtlingspolitik zu entwickeln – darauf weist das Rettungsschiff hin: Es ist eine humanitäre Katastrophe, die sich hier abspielt und der wir nicht tatenlos zusehen können. Die Landessynode hat deshalb schon vor Wochen ihre Unterstützung für ein Rettungsschiff einmütig erklärt.“ Kirchensteuermittel werden für die Hilfsaktion nicht verwendet. Vielmehr soll die finanzielle Unterstützung ausschließlich aus Kollekten und Spenden gespeist werden. Sigrun Neuwerth, Präses der Synode der EKBO betont: „Menschen aus Afrika nehmen in Kauf, dass sie ihre Flucht vor Krieg und Gewalt vielleicht nicht überleben. Wir ermutigen unsere Kirchenkreise, Kirchengemeinden und kirchlichen Institutionen, dem Bündnis ebenfalls beizutreten und es mit Spendenaktionen zu unterstützen.“

„United4Rescue - Gemeinsam Retten!“ ist ein Bündnis von rund 40 Partnern aus Kirchen, Kommunen, Vereinen und Initiativen. Es ist ein Teil des Gesamtengagements der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Zusammenspiel mit der Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt, die in Krisengebieten tätig sind und in vielfacher Weise dazu beitragen, Fluchtursachen zu bekämpfen. Der Trägerverein wurde Mitte November gegründet. Das Projekt ist nach Angaben des Vereins auf mindestens drei Jahre angelegt. Das Bündnis unterstützt die zivilen Seenotrettungsorganisationen, die im Mittelmeer dem Ertrinken von Menschen auf der Flucht nicht tatenlos zusehen, sondern da humanitär handeln und Menschenleben retten, wo staatliche Seenotrettung fehlt. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit 2014 mehr als 19.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken

Zum Beschluss der Unterstützung der Seenotrettung: www.ekbo.de/seenotrettung
Weitere Informationen: www.united4rescue.com

Letzte Änderung am: 08.02.2016