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Interreligiöser Dialog als Basis für gegenseitiges Vertrauen

14.10.2019

Evangelische Kirche präsentiert Orientierungshilfe für Kirchengemeinden für denchristlich-islamischen Dialog


Auf dem Bild von links Nach rechts: Viola Kennert, Superintendentin i.R.; Dr. andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für interreligiösen Dialog, Bischof Dr. Markus Dröge, Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Mohammad Imran Sagir, Leiter des christlich-muslimischen Kooperationsprojekts MuTeS, Pfarrerin Ulrike Rogatzki, EKBO-Schul-Projekt "Kinder begegnen Religion(en)"
Foto: Manuela Schneider

Berlin, 14. Oktober 2019 – Bei einer Pressekonferenz mit Bischof Dr. Markus Dröge am 14. Oktober 2019 im Interkulturellen Zentrum Genezareth in Berlin Neukölln wurde deutlich, wie essentiell der interreligiöse Dialog für das gelingende und friedliche Zusammenleben ist. „Gerade in dieser spannungsreichen Zeit muss der Dialog intensiviert und versachlicht werden“, betonte Bischof Dr. Markus Dröge bei der Präsentation der Orientierungshilfe „Dialog wagen ― Zusammenleben gestalten“ im Rahmen der Pressekonferenz. Ein Dialog sei dann ein guter Dialog, wenn auch die kritischen Fragen und heiklen Themen benannt würden. „Wir brauchen eine Grundhaltung des Vertrauens als konstruktive Basis zur Lösung der Probleme, die wir haben.“ Mit der Broschüre wolle man ein differenziertes Bild gelebten muslimischen Glaubens in unserer Gesellschaft zeichnen und Impulse aus der Praxis für die Praxis geben, ergänzte Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für den interreligiösen Dialog der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlusitz (EKBO).

 „Wir hoffen, damit auch für diejenigen Kirchengemeinden Wege aufzuzeigen, die sich aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen Situation verunsichert fühlen und zögern, den Kontakt zu einer Moscheegemeinde aufzunehmen“, sagte Goetze.

Auch von den muslimischen Teilnehmern der Pressekonferenz gab es Lob für die Publikation. So sagte Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD), er gratuliere der EKBO für die Publikation: „Es zeigt uns Muslimen, dass die Dialogarbeit vertrauensvoll stattfindet und die Auseinandersetzungen kritisch und dennoch konstruktiv laufen.“ Mohammad Imran Sagir, Leiter des christlich-muslimischen Kooperationsprojektes in muslimischer Trägerschaft „Muslimisches SeelsorgeTelefon“ betonte: „Im christlich-islamischen Dialog sind wir auf einem guten Weg. Wir wollen weiter zusammenarbeiten im Sinne der Menschen - gerade in diesen schwierigen Zeiten.“

Pfarrerin Ulrike Rogatzki, die das Schulprojekt „Kinder begegnen Religion(en)“ leitet, schätzt
an der Orientierungshilfe besonders die Beispiele guter Praxis und die Auflistung von Kriterien, die eine gute Zusammenarbeit befördern können.

Die im AphorismA Verlag erschienene und von der EKBO herausgegebene Orientierungshilfe „Dialog wagen – Zusammenleben gestalten“ ist ein Ergebnis langjähriger praktischer Erfahrungen im christlich-islamischen Dialog. Sie ermutigt zum offenen und kritischen Dialog auf der Grundlage des Grundgesetzes und der Menschenrechte. Die Handreichung bietet überdies Anregungen für die Praxis und einen Überblick über das muslimische Leben in Deutschland, über die islamischen Verbände und Organisationen. Sie erklärt wichtige Begriffe im christlich-islamischen Dialog, gibt Literaturhinweise für die Praxis und nennt Ansprechpersonen.

2019 hat die EKBO bereits die Broschüre „Amen?“ https://cutt.ly/XeySQsm herausgegeben, die den Kirchengemeinden Impulse aus dem christlich-jüdischen Gespräch für evangelische Gottesdienste gibt.

Link zum Download „Dialog  Wagen – Zusammenleben gestalten“  https://bit.ly/2ISc9o6

Letzte Änderung am: 08.02.2016