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Was können Ehrenamtliche jetzt tun?

Gute Ideen zum Mitmachen und Weitersagen

Das Amt für kirchliche Dienste (AKD) hat einige Ideen zusammengestellt. Sie ermutigen, engagiert und gemeinschaftlich durch die Krise zu gehen.

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Besuchsdienste

Viele Personen, die von Ehrenamtlichen aus Besuchsdiensten normalerweise besucht werden, sind schon aufgrund ihres Alters besonders gefährdet. Gleichzeitig benötigen diese Personen besonders viel Zuwendung und möglicherweise auch Unterstützung bei Einkäufen.

•    Finden Sie heraus, wer in Ihrer Gemeinde Unterstützung benötigt und organisieren Sie diese oder vermitteln Sie Bedarfe in bereits bestehende Nachbarschaftsunterstützung zum Beispiel über die EKBO-weite Freiwilligenagentur Charisma.
•    Organisieren Sie einen telefonischen „Besuchsdienst“. Vielleicht können Sie in der Gemeinde absprechen, dass Personen, die angerufen werden wollen, ihre Nummer in der Küsterei angeben können?
•    Schreiben Sie Karten, vielleicht auch einfach so, ohne Geburtstagsanlass und spenden Sie dadurch Bestärkung und Aufmerksamkeit.
•    Rufen Sie anstatt persönlich vorbeizugehen. Vielleicht ist jedoch auch ein persönliches Gespräch aus der Entfernung (am Fenster, über den Gartenzaun) möglich?
Backen Sie kleine Kuchen und stellen Sie diese (oder andere Aufmerksamkeiten) allein lebenden Personen vor die Tür.

Tafeln / LAIB und SEELE

Der Bedarf an Unterstützung für Bedürftige durch Lebensmittel ist nicht gesunken! Die Tafeln und LAIB und SEELE haben genug Lebensmittelspenden und stellen ihre Leistungen auf Lieferungen um.

Viele der dort arbeitenden Ehrenamtlichen gehören zur Risikogruppe und können deswegen nicht weitermachen. Informieren Sie sich bei Ihrer LAIB und SEELE-Ausgabestelle oder außerhalb von Berlin bei Ihrer lokalen Tafel, wie Sie helfen können. Aktuell werden Ehrenamtliche mit Autos (Größe ab Kombi aufwärts) gesucht.

Handarbeitskreis und handwerkliche Tätigkeiten

Gemeinsam in einer Runde zu basteln oder zu handarbeiten, ist zurzeit auch nicht möglich. Etwas Schönes zu erstellen, tut jedoch gut und ist eine wunderbare Ablenkung. Vielleicht hatten Sie einen Handarbeitskreis oder können sich vorstellen, sich jetzt damit zu beschäftigen oder einen virtuellen Handarbeitskreis zu gründen?
•    Laden Sie über die Kommunikationsstrukturen der Gemeinde ein, sich an Ihrem Handarbeitszirkel zu beteiligen. Verschicken Sie Anleitungen für Stick, Strick oder andere Handarbeitstätigkeiten an die anderen Mitglieder ihres Kreises per Post oder Handy.
•    Laden Sie andere Gemeindeglieder, auch Familien mit Kindern ein, dieses auch auszuprobieren. Sie können sich telefonisch darüber austauschen. Wie wäre es zum Beispiel einmal mit Körbeflechten oder Gipsfiguren basteln? Die Materialien sind online erhältlich und sie können sich für einen Nachmittag zum gemeinsamen Basteln per Video oder Telefon verabreden.
•    Vielleicht können Sie auch in der Gemeinde eine Börse einrichten, wie Reparaturarbeiten oder zu stopfende Socken und Sockenstopfende zusammenfinden.
•    Bringen Sie anderen Personen über Videotelefonie eine Handarbeit oder handwerkliche Tätigkeit bei. Vielleicht können Sie einem Kind Häkeln oder Laubsägearbeiten zeigen. Es gibt viele Menschen, denen langweilig ist und viele Menschen, die etwas Besonderes können. Bringen Sie diese zusammen.
Verabreden Sie sich in einer bestehenden Runde zu einer neuen Handarbeit oder handwerklichen Tätigkeit, die Sie gemeinsam beginnen. Setzen Sie sich Ziele für Ihre Runde. Eine zusammen gestaltete Quilt-Decke, die beim nächsten Gemeindefest versteigert wird oder ein Adventskalender, der von Ihnen allen mit kleinen gebastelten Teilen bestückt wird.

Seelsorge im Ehrenamt

In einigen Gemeinden gibt es ausgebildete ehrenamtliche Seelsorgekreise. Diese sollten jetzt besprechen, wie sie ihr Angebot für alle noch einmal sichtbar machen können und sich überlegen, wie sie das geteilte Seelsorgetelefon weitergeben, ohne sich anzustecken.

Die EKBO hat ein neues Corona-Seelsorgetelefon eingerichtet. Unter 030 403 665 885 sind täglich von 8 bis 18 Uhr anonym und kostenfrei professionell ausgebildeten Seelsorger*innen für Sie da!
Auch die Telefonseelsorge der beiden großen Kirchen bietet ihre Hilfe an. Sie ist unter den Rufnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 täglich rund um die Uhr erreichbar.

Chöre & Posaunenchöre

Vielleicht können Sie sich in der Gemeinde, im Ort verabreden, gemeinsam zur gleichen Zeit am Fenster zu musizieren. Die Nachbarn freuen sich über Unterhaltung und Sie kommen nicht aus der Übung. Oder vielleicht können Sie ein virtuelles Chorprojekt starten wie der Neue Kammerchor Berlin?

Senior*innenkreise

Verabreden Sie sich zu einem telefonischen Kaffeekränzchen. Andere nennen es „Telefonkonferenz“. Aber es eignet sich nicht nur zum Arbeiten, sondern auch für Klatsch & Tratsch und ist ganz einfach:

1.    Denken Sie sich eine 8-stellige Nummer aus und schreiben Sie diese auf einen Zettel.
2.    Rufen Sie die Mitglieder Ihres Senior*innenkreises an.
Geben Sie Ihnen diese beiden Nummern:
030 25 55 86 78
von Ihnen ausgedachte 8-stellige Nummer
3.    Verabreden Sie sich zur gleichen Zeit, diese Nummer anzurufen. Vielleicht die Zeit, zu der Sie sich sonst normalerweise treffen?
Zur gewohnten / verabredeten Zeit:
1.    Kochen Sie sich einen Kaffee oder Tee.
2.    Rufen Sie die Nummer 030 25 55 86 78 an.
3.    Tippen Sie die 8-stellige Nummer ein, wenn die automatische Stimme sie dazu auffordert.
Ist die von Ihnen ausgedachte Nummer zufälligerweise bereits vergeben, denken Sie sich eine neue 8-stellige Nummer aus und informieren Sie die anderen. Spätestens dann haben Sie den Raum für das gemeinsame telefonische Kaffeekränzchen und die automatische Stimme sagt Ihnen „Sie sind der erste Teilnehmer“. Legen Sie wieder auf und rufen Sie alle Menschen, die Sie zum Kaffeekränzchen einladen wollen und verabreden Sie sich mit Ihnen auf ein gemeinsames Gespräch. Sie können bis zu 100 Menschen in einer solchen Telefonkonferenz haben. Versuchen Sie es jedoch zunächst mit acht bis zehn Personen.

Was noch?

Nutzen Sie die Potenziale der Gemeinde!
•    Bibelerzählen geht auch über Video oder Telefon
•    Den Kirchgarten pflegen, die Fenster des Gemeindezentrums schmücken, ist noch erlaubt
•    Einen Büchertausch organisieren (vielleicht kann es einen Ablageort irgendwo geben?) und Rezensionen über gute Bücher schreiben
•    Gemeinsam theologisieren kann man bei einem Spaziergang zu zweit oder am Telefon
•    Die Zeitung übers Telefon für ältere Menschen vorlesen
•    Zu zweit mit viel Abstand die Gemeindebriefe austragen
•    Neue Fotos von Kirche und Gemeindehaus in der Frühlingssonne machen und diese auf die Gemeinde-Website stellen
•    Schon über das fantastische nächste Krippenspiel nachdenken und planen
•    Anderen erklären, dass Abstand halten beim Coronavirus super wichtig ist (hier in leichter Sprache)
•    Über die vorhandenen Hinweisschilder in der Gemeinde nachdenken, den Schaukasten und die Beschilderungen herausputzen.
•    Endlich einen Google Maps-Eintrag für die Gemeinde erstellen

Sie kennen Ihre Gemeinde am besten! Denken Sie ums Eck, wo sich auch zukünftig Bedarfe auftun können oder auch wo Menschen sinnvoll von zu Hause aus aktiv werden können. Auch die sogenannten Risikogruppen können sich von zu Hause aus engagieren.

Teilen Sie Ihre guten Ideen mit uns und anderen Gemeinden und senden Sie sie an ehrenamt(at)akd-ekbo.de

Letzte Änderung am: 26.03.2020