ekbo.de: Pressemitteilungen https://www.ekbo.de/ Pressemitteilungen de ekbo.de: Pressemitteilungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Pressemitteilungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Tue, 07 Apr 2020 14:00:42 +0200 Bischof Christian Stäblein sendet Ostergruß an Gemeinden https://www.ekbo.de//service/pressemeldungen/detail/nachricht/bischof-christian-staeblein-sendet-ostergruss-an-gemeinden.html

Foto: Matthias Kauffmann

Berlin, 7. April 2020 – Bischof Christian Stäblein von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz schickt zu Karfreitag und den Ostertagen einen Gruß in die Gemeinden der Landeskirche. Darin dankt er all denen, die in diesen Tagen für andere da sind -  an der Kasse im Laden, in der Pflege, auf der Intensivstation und in der Kita-Notbetreuung.
 
Dieses Ostern werde anders, heißt es darin, weil dieses wichtigste kirchliche Fest in diesem Jahr unter den Vorzeichen von Verzicht und Sorgen gefeiert werden müsse. „Gott kennt die Krise“, so Bischof Stäblein. „Kennt die Angst, unsere Angst. Das Sterben. Keinen Ausweg wissen, keinen Ausweg sehen. Das ist die Erinnerung an Karfreitag.“ Doch Ostern zeige, dass der Tod nicht das Letztgültige ist. „Ostern sagt mir zuerst: Wir geben nicht dem Tod diese Macht, dass er den Sinn bestimmt. Auch einem Virus geben wir nicht die Macht, dass es unseren Lebenssinn bestimmt. Das Leben ist stärker, die Sehnsucht nach Leben geht weiter, Gott ruft uns zu: Du wirst leben. Du wirst frei sein.“ 
 
Der Brief in ganzer Länge ist zu finden unter www.ekbb.de/ostern
 

]]>
Pressemitteilungen Tue, 07 Apr 2020 14:00:42 +0200
Segenswünsche zu Pessach https://www.ekbo.de//service/pressemeldungen/detail/nachricht/segenswuensche-zu-pessach.html Berlin, 7. April 2020 - Bischof Dr. Christian Stäblein und Erzbischof Dr. Heiner Koch haben in einem gemeinsamen Schreiben den jüdischen Gemeinden in Berlin und Brandenburg Segenswünsche zu Pessach gesendet. Anbei der Brief im Wortlaut:

„Zum diesjährigen Pessach möchten wir Ihnen herzliche Segenswünsche senden. Es sind Ausnahmezeiten, in denen wir uns noch mehr als sonst mit Ihnen verbunden wissen. Sie feiern Pessach, wir feiern Ostern. Es wird ein Fest wie es noch nie war, aber auch in diesem Jahr erinnern wir uns an die Quellen des Glaubens. Wir gedenken mit Ihnen die Geschichte des Auszugs in die Freiheit, es ist die Geschichte der besonderen Nacht und des Aufbruchs. Möge Kraft aus dieser Geschichte wachsen, immer wieder und in diesem Jahr besonders. Das wünschen wir Ihnen.

In diesen Tagen sind wir auf besondere Weise miteinander verbunden. Wir alle sind von Kontakteinschränkungen betroffen und davon, dass wir jeweils unsere großen Festtage nicht in gewohnter Weise in unseren Gemeinden und Familien feiern können. Wir bleiben dennoch und umso mehr verbunden in der Zusammenarbeit für unsere Gesellschaft, in unserem Engagement für den Zusammenhalt und das friedliche Miteinander.

Wir sehen mit großer Sorge, dass sich mit der Pandemie auch antisemitische Hassbotschaften und Verschwörungstheorien in den sozialen Netzwerken verbreiten. Wir werden dieser Hetze mit aller Entschiedenheit entgegentreten. Wir sind und bleiben an Ihrer Seite und werden das auch öffentlich immer wieder deutlich machen. Der Würde und Freiheit jedes einzelnen Menschen – unabhängig von seinem Glauben, seiner Herkunft und seinem Geschlecht gilt weiter unser Engagement. Auch in diesen Tagen können wir das uns Mögliche tun, um Räume zu eröffnen, einander beizustehen und zu helfen, miteinander zu beten, zu klagen, zu danken, zu trösten, zu hoffen.

Bei allem, was uns umgibt, belastet, nachdenklich stimmt, aber auch tröstet, stärkt und aufrichtet: Verbunden im Glauben an den einen G´tt grüßen wir Sie herzlich und wünschen Ihnen von Herzen ‚Chag Pessach kascher wesameach!‘ Gesegnete Festtage!“


]]>
Ökumene Pressemitteilungen Tue, 07 Apr 2020 12:45:32 +0200
Ostern anders https://www.ekbo.de//service/pressemeldungen/detail/nachricht/ostern-anders.html Gründonnerstagsgottesdienste online, Karfreitagsgottesdienst per Telefonkonferenz und Ostergottesdienst als Zoom-Meeting

Berlin, 6. April 2020 – Ostern anders: Sehr viele Kirchengemeinden auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) bieten online und auch analog Gottesdienste, Andachten und andere geistliche Formate an, um die Karwoche und Ostern miteinander begehen und feiern zu können. „Die stillen Tage und die Festtage werden in diesem Jahr ganz anders sein. Auf die gewohnten Gottesdienstbesuche müssen wir verzichten, das fällt auch mir schwer“, sagt Bischof Stäblein. „Die gute Botschaft von Gottes Sieg über den Tod lebt davon, dass sie weiter gesagt wird, so wird sie lebendig - gerade jetzt, in dieser schwierigen Zeit. Aber es gibt viele Wege der Kommunikation, auch jenseits der leiblichen Nähe“. Er sei beeindruckt, wie sich die Menschen in den Kirchengemeinden alle denkbaren Kanäle suchen, nahe bei den Menschen zu sein – mit der gebotenen räumlichen Distanz, und doch ganz verbunden in den Worten und in der Hoffnung.

Bereits am Gründonnerstag starten Gottesdienst-Übertragungen auf den Gemeinde-Websites oder Social-Media-Kanälen. So überträgt der Berliner Dom den Gottesdienst zur Anbrechenden Nacht auf seiner Website. Die Pfarrerinnen Lioba Diez und Anja Siebert-Bright aus Berlin Neukölln initiieren einen international Global Ecumenical Hangout, bei dem sich Christinnen und Christen weltweit darüber austauschen, wie sie gerade jetzt ihren Glauben leben und feiern(www.spiritandsoul.org). Die Friedensgemeinde in Berlin-Charlottenburg beginnt ebenfalls am Gründonnerstag ihr Online-Osterferienprojekt für Kinder: „Blätter(n) im Buch des Lebens“, bei dem sie gemeinsam ein Buch herstellen.  (www.friedensgemeinde.berlin/blog/47634).

Am Karfreitag sendet der rbb einen Gottesdienst aus der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche mit Bischof Christian Stäblein. Auch aus der St. Marienkirche, dem Berliner Dom und zahlreichen anderen Kirchen werden Karfreitagsgottesdienste übertragen. Um auch Menschen zu erreichen, die keinen Zugang zum Internet haben, bereiten einige Gemeinden Telefongottesdienste vor, zu denen man sich einwählen kann. Zu ihnen gehört die Weinberggemeinde in Spandau (www.weinberggemeinde.de) und das Lazarushaus in Berlin-Friedrichshain. In Görlitz hält Generalsuperintendentin Rinecker eine Livestream-Andacht zur Todesstunde Jesu in der Golgathakapelle am Heiligen Grab.

Für die Osternacht planen die Pfarrer Bertram Schirr und Viktor Weber einen digitalen Ostergottesdienst von einem Friedhof in Berlin-Spandau aus (www.ev-weihnachtskirche.de). Auf dem Friedhof in Klein-Machnow wird ab 7 Uhr ein kleines Osterfeuer brennen, an dem die Osterkerze entzündet wird. Einzeln und unter Wahrung aller Abstandsgebote können an der Osterkerze mitgebrachte Windlichter entzündet werden.

An Ostersonntag haben viele Gotteshäuser in Berlin Streaming-Angebote. Einen Ostergottesdienst über die Videokonferenz-App ZOOM gibt es aus der Dorfkirche Schönefeld. Auf YouTube sendet die Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord einen Ostergottesdienst am Frühstückstisch. Aus der Oberkirche St. Nikolai in Cottbus kommt  ein gemeinsamer Video-Ostergottesdienst von neun Gemeinden, der auch bei Lausitz-TV ausgestrahlt und auf der Webseite des Kirchenkreises veröffentlicht wird.

In der McPeace Friedenskirche in Markgrafpieske hält Pfarrer Stefan Felmy einen YouTube-Familiengottesdienst.

Am Ostermontag kann man die Kantate "Jauchzet Gott in allen Landen" von Johann Sebastian Bach über die Website des Berliner Doms hören. Pfarrerin Theresa Brückner aus dem Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg plant ebenfalls für Montag einen Video-Kindergottesdienst.

Auch für den ökumenischen Kreuzweg der Jugend des Kirchenkreises Tempelhof-Schöneberg und die Osternacht der Konfirmandinnen und Konfirmanden im Kirchenkreis Berlin Stadtmitte haben sich kreative digitale Formate gefunden.

Tägliche Andachten für die Karwoche haben unter anderen die Kirchengemeinden Martin-Luther Lichterfelde und  Am Weinberg auf YouTube eingestellt. Einen täglichen Podcast für die gesamte Karwoche und Osterzeit unter der Überschrift „Hoffnung tut der Seele gut“ findet sich als Download hier: https://tut-der-seele-gut.info/hoffnung2020/

Da zahlreiche Kirchengemeinden Online-Gottesdienste anbieten, empfehlen wir, auf den jeweiligen Websites der Kirchengemeinden nachzusehen. Eine Auswahl finden Sie im Anhang und unter https://www.ekbo.de/service/corona/anders-ostern.html

]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Pressemitteilungen Mon, 06 Apr 2020 16:08:11 +0200
Der rbb macht Gottesdienst https://www.ekbo.de//service/pressemeldungen/detail/nachricht/der-rbb-macht-gottesdienst.html Berlin, 3. April 2020 - Da auch in der Karwoche und an den Ostertagen keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden, überträgt der rbb drei Gottesdienste in seinem Fernsehprogramm.

Palmsonntag, 5. April 2020, 10.00 Uhr: „An Deiner Seite“ – Ökumenischer Gottesdienst aus der Gethsemanekirche Berlin-Prenzlauer Berg

Wie können wir einander nahe sein trotz Isolation und Quarantäne, Mindestabstand und Besuchsverbot? Welche Wege zum Nächsten lassen sich neu finden? Welche alten entdecken wir wieder? Wie geht Nächstenliebe in Zeiten von Corona? Maria Magdalena salbte Jesus vor seinem Tod – ein Zeichen der Liebe und Zuwendung. Christen erzählen von solchen Zeichen in der Gegenwart: Von Krankensalbung und Gebet, der Kraft der Musik und digitalen Angeboten. Im Gottesdienst erklingt die Ursprache Jesu, denn in der syrisch-orthodoxen Gemeinde beten Menschen bis heute in aramäischer Sprache.

Mit:
Murat Üzel, Pfarrer der Syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien in Berlin e.V.
Jasmin El-Manhy, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord
Lissy Eichert, Pastoralreferentin & katholische Sprecherin der ARD-Sendung „Das Wort zum Sonntag“
Schauspieler Matthias Dittmer
Schola der Evangelischen Singschule Prenzlauer Berg & Fadia Teber (Sologesang)
Kantor Oliver Vogt, Orgel & Klavier
Christiane Rosiny, Geige
Anna Schorr, Orgel
Barbara Manterfeld-Wormit, Rundfunkbeauftragte EKBO, Moderation

Karfreitag, 10. April 2020, 10.00 Uhr: „Licht, in dem wir stehen“ – Evangelischer Gottesdienst aus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin

Das Coronavirus hält die ganze Welt in Atem. Menschen haben Angst um ihr Leben. Die Zahl der Todesopfer steigt. Erkrankte leiden auf den Intensivstationen. Hinterbliebene trauern, ohne richtig Abschied nehmen zu können. Was Passionszeit bedeutet, erleben wir jetzt hautnah.
So erhält die Geschichte von Leiden und Sterben Jesu am Kreuz  bedrückende Aktualität: Die Welt hält den Atem an. Der Gottesdienst erinnert an diejenigen, die der Tod aus dem Leben gerissen hat und bittet um Beistand für alle Betroffenen.

Mit:
Bischof Dr. Christian Stäblein (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz)
Kathrin Oxen, Pfarrerin an der Gedächtniskirche
Schauspieler Ulrich Noethen
Vokalsolisten der Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche
Landeskirchenmusikdirektor Dr. Gunter Kennel
KMD Helmut Hoeft, Flügel
Jürgen Kupke, Klarinette
Barbara Manterfeld-Wormit, Rundfunkbeauftragte EKBO, Moderation

Ostersonntag, 5.April 2020, 10.00 Uhr: „Ostern heißt Leben!“ – Katholischer Gottesdienst aus der St. Josephs-Kirche in Berlin-Wedding
Wir verstehen diese Heilige Messe als Dienst für alle interessierten Zuschauerinnen und Zuschauer in Berlin, Brandenburg und darüber hinaus, die die Möglichkeit zum Kirchenbesuch an Ostern schmerzlich vermissen“, so Erzbischof Dr. Heiner Koch, der dem Gottesdienst auch vorstehen wird. Er wird auf die Symbole und Riten der österlichen Liturgie eingehen und über die Bedeutung der Auferstehungsbotschaft für unsere Zeit sprechen.

Mit:
Gesangs-Ensemble
Domkapellmeister Harald Schmitt
Domorganist Thomas Sauer
N.N., Trompete

Hinweis: Die Gottesdienste am Karfreitag und Ostersonntag werden zeitgleich im rbb-Hörfunk auf rbbKultur (UKW 92.4) übertragen.
www.rbb-online.de/derrbbmachts/gottesdienst/der-rbb-macht-gottesdienst.html

]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Ökumene Pressemitteilungen Fri, 03 Apr 2020 11:43:47 +0200
Bischof Christian Stäblein fordert humanitäre Lösung für Geflüchtete im Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos angesichts der Corona-Gefahr https://www.ekbo.de//service/pressemeldungen/detail/nachricht/bischof-christian-staeblein-fordert-humanitaere-loesung-fuer-gefluechtete-im-fluechtlingscamp-moria-auf-le.html Berlin, 30. März 2020 – Bischof Christian Stäblein von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zeigt sich erschüttert über die Zustände im Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos, gerade angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus. „Die Geflüchteten haben im Camp keine Möglichkeit, Abstand voneinander zu halten. Die hygienischen Bedingungen sind unzureichend, es gibt kaum medizinische Versorgung. Weder ist es so möglich, Infektionen zu verhindern, noch kann unter diesen Bedingungen nach einem Ausbruch der Krankheit Leben geschützt und gerettet werden.“ Das Flüchtlingscamp Moria ist für 3.000 Menschen ausgerichtet, momentan leben hier mehr als 20.000 Geflüchtete unter menschenunwürdigen Bedingungen. „Wenn das Camp nicht schnell evakuiert wird, passiert hier eine humanitäre Katastrophe“, so Bischof Stäblein.

Bischof Christian Stäblein begrüßt es, dass die Bundesregierung sich gemeinsam mit anderen EU-Staaten bereit erklärt hat, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und kranke Kinder mit ihren Familien aus den überfüllten Camps in Griechenland zu evakuieren und appelliert daran, keine Zeit mehr zu verlieren. „Ich hoffe sehr, dass Kinder und Jugendliche bis Ostern ausgeflogen und in Sicherheit gebracht werden“, sagt Bischof Christian Stäblein. „Es wäre ein Zeichen, dass wir auch in Krisenzeiten die Schwächsten schützen. Ostern ist ein Fest, an dem sichtbar und greifbar wird: Gott will das Leben!“

]]>
Kirche und Politik Pressemitteilungen Mon, 30 Mar 2020 16:50:09 +0200
Menschen im Ausnahmezustand nicht alleine lassen https://www.ekbo.de//service/pressemeldungen/detail/nachricht/menschen-im-ausnahmezustand-nicht-alleine-lassen.html

Foto: Noftfallseelsorge/Krisenintervention

Berlin, 30. März 2020 – Nach zehn Tagen verzeichnen die Mitarbeitenden des ökumenischen Corona-Seelsorgetelefon eine wachsende Zahl an Anrufen. Im Vordergrund stehen vor allem die Sorgen und Ängste der Menschen vor weiteren Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens. Derzeit können knapp 50 professionelle Seelsorge-rinnen und Seelsorger der Notfallseelsorge/Krisenintervention Berlin, der Kranken-hausseelsorge und der Kirchlichen Telefonseelsorge die Anrufe entgegen nehmen. Auch bei den Notrufen der Berliner Polizei und der Feuerwehr ist die Nummer des Corona-Seelsorgetelefons hinterlegt. Verschiedene Berliner Betriebe wie etwa die Berliner Wasserwerke und die Gasag geben die Nummer der Seelsorger ebenfalls an Mitarbeitende weiter, die sich in der angespannten Situation aussprechen wollen.

„Gerade in diesem Ausnahmezustand lassen wir niemand alleine. Zuhören und am Telefon erste Hilfe für die Seele leisten ist uns jetzt besonders wichtig“, sagt Pfarrer Justus Münster, Beauftragter für Notfallseelsorge in Berlin. „Viele Hotlines bieten Rat und Hilfe, aber kein dezidiert seelsorgliches Angebot. Das fehlte, glaube ich“, sagt Bruder Norbert Verse, Koordinator für die Notfallseelsorge im Erzbistum Berlin, „die-se Lücke können wir mit dem Corona-Seelsorgetelefon schließen.“
 
Nach Aussage der Betreiber des Corona-Seelsorgetelefons rufen Menschen vielfach wegen Beziehungsproblemen und Existenzsorgen an. Auch haben einige Angst vor einer Verschärfung der Corona-bedingten Krise und den Folgen. Aber auch sachliche Fragen wie etwa nach ausgefallenen Gottesdiensten und Alternativangeboten be-schäftigen die Anrufer.
 
Um für die Nöte und Sorgen der Menschen da sein zu können, hat die Notfallseel-sorge/Krisenintervention Berlin seit letzter Woche gemeinsam mit der Kirchlichen Telefonseelsorge und der Krankenhausseelsorge ein Seelsorgetelefon eingerichtet. Unter der Nummer 030 403 665 885 sind jeden Tag zwischen 8 bis 18 Uhr pro-fessionelle Seelsorgerinnen und Seelsorger erreichbar.
 

]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Ökumene Pressemitteilungen Mon, 30 Mar 2020 12:06:12 +0200
Gemeinsamer Aufruf von Landtagspräsidentin Liedtke und Bischof Stäblein zur Unterstützung der Tafeln https://www.ekbo.de//service/pressemeldungen/detail/nachricht/gemeinsamer-aufruf-von-landtagspraesidentin-liedtke-und-bischof-staeblein-zur-unterstuetzung-der-tafeln.html Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke: „Viele Lebensmittel wurden in den letzten Tagen zur häuslichen Versorgung gekauft, vielleicht auch zu viele. Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass sich manche Menschen nicht einmal das Nötigste kaufen können. Wenn Sie etwas übrig haben oder helfen wollen – bitte wenden Sie sich an die Tafel bei Ihnen vor Ort und fragen Sie, wie Sie unterstützen können. Die Arbeit der Tafeln ist gerade jetzt unverzichtbar – für den Zusammenhalt in Brandenburg. Ich danke Ihnen ganz herzlich!“

Dr. Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Bandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) betont: „Teilen ist das Gebot der Stunde. Wir dürfen jetzt nicht die allein lassen, die dringend auf Lebensmittelspenden angewiesen sind.“ Er sei froh darüber, dass sich nach wie vor viele Menschen solidarisch zeigten. „Ich danke den vielen Märkten und Supermärkten, die so viel wie unter der momentanen Situation möglich geben, und den Ehrenamtlichen, die die Lebensmittel verteilen.“

Von den insgesamt 43 Tafeln in Brandenburg sind nach Angaben des Landesverbands der Tafeln Berlin-Brandenburg e. V. noch 40 Einrichtungen geöffnet. Um den Kontakt zwischen Helfern und Kunden zu reduzieren, wurde die Ausgabe vielerorts auf gepackte Tüten umgestellt, teilweise gibt es Lieferdienste. Die Tafeln kämpfen in der aktuellen Situation mit zahlreichen Schwierigkeiten. Die Lebensmittel werden knapp, da von den Supermärkten aufgrund der derzeit hohen Nachfrage weniger abgegeben wird. Zudem müssen viele Ehrenamtliche pausieren, da sie vielfach selbst zu Risikogruppen gehören. In den Tafeln, die noch geöffnet sind, besteht darüber hinaus ein großer Bedarf an Schutzmasken und Desinfektionsmitteln.

Der Landesverband empfiehlt Menschen, die helfen möchten, sich direkt an die lokalen Tafeln zu wenden. Diese sind im Internet unter www.tafel-berlinbrandenburg.de/ueber-uns/tafeln-vor-ort/ zu finden.

]]>
Kirche und Politik Pressemitteilungen Fri, 27 Mar 2020 14:05:38 +0100
rbb-Fernsehen überträgt Live-Gottesdienst mit Berliner Bischöfen https://www.ekbo.de//service/pressemeldungen/detail/nachricht/rbb-fernsehen-uebertraegt-live-gottesdienst-mit-berliner-bischoefen.html Berlin, 27. März 2020 - Das rbb-Fernsehen überträgt live am kommenden Sonntag, 29. März, einen ökumenischen Gottesdienst mit den Berliner Bischöfen Heiner Koch und Christian Stäblein aus der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum in Berlin-Charlottenburg. Die Feier unter dem Motto „Stärken und trösten!“ beginnt um 10.15 Uhr. Weitere Mitwirkende sind Rabbinerin Gesa Ederberg und Iman Andrea Reimann vom Deutschen Muslimischen Zentrum Berlin, die Gebete in der Sprache ihrer Religionen vortragen. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Gesangs-Ensemble des Tonkunst-Atelier Berlin sowie der Gospelsängerin Carol McCollins-Kreyenborg. Auch an den weiteren Sonn- und Feiertagen der Osterzeit sind Live-Gottesdienste im rbb-Fernsehen vorgesehen.

]]>
Ökumene Pressemitteilungen Fri, 27 Mar 2020 14:00:28 +0100
Corona-Krise: Evangelische Kirche warnt vor unzureichender medizinischer Versorgung für Geflüchtete in Sammelunterkünften https://www.ekbo.de//service/pressemeldungen/detail/nachricht/corona-krise-evangelische-kirche-warnt-vor-unzureichender-medizinischer-versorgung-fuer-gefluechtete.html Berlin, 25. März 2020 – Angesichts der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus verschärft sich die Lage der Geflüchteten in den Sammelunterkünften und Erstaufnahmelagern. Insbesondere in zentralen Unterbringungen erhöht sich die Ansteckungsgefahr. Oftmals gehören die Bewohner dieser Unterkünfte zu den Risikogruppen. Dagmar Apel, landeskirchliche Pfarrerin und Referentin für Migration und Integration in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO),  befürchtet, dass es momentan und im Fall einer Notsituation keine ausreichende hygienische Prävention und medizinische Versorgung für die Geflüchteten gibt. Sie fordert einen einsehbaren Notfallplan bei CoronaInfektionen, der die Menschenwürde nicht aus dem Blick verliert. „Es darf nicht dazu kommen, dass Menschen aufgrund ihres Aufenthaltsstatus in dieser Krise weniger gut behandelt werden als andere“, so Dagmar Apel. Für Brandenburg gibt es die Überlegung, infizierte Menschen in gesonderten Wohn-Containern unterzubringen.
 
„Es muss darüber nachgedacht werden, die Geflüchteten möglichst schnell dezentral unterzubringen", sagt auch Josephine Furian, Seelsorgerin in der Erstaufnahme Eisenhüttenstadt und Pfarrerin für Flüchtlingsarbeit im Sprengel Görlitz der EKBO. In den Sammelunterkünften sei es schwierig, die erforderlichen Hygienemaßnahmen einzuhalten. Josephine Furian beobachtet, dass in den sozialen Medien viele Falschinformationen kursieren, die zu Verunsicherung führten. Wichtig sei es daher, verstärkt sachliche Informationen über das Coronavirus in vielen Sprachen zu veröffentlichen und möglichst umfassend zu verbreiten.
 
Die Flüchtlingskirche in Berlin-Kreuzberg ist weiterhin mit Beratungsangeboten für Geflüchtete in Berlin da und hält bereits bestehende Kontakte telefonisch, per Mail und über Social-MediaKanäle aufrecht. Jeden Tag von 9 bis 14 Uhr ist ein Mitarbeiter vor Ort. 
 
Informationen zur Coronakrise in Englisch, Arabisch, Russisch und anderen Sprachen finden sich beispielsweise auf der Homepage des Flüchtlingsrates Brandenburg unter www.fluechtlingsrat-brandenburg.de  und auf der Seite der Flüchtlingskirche www.fluechtlingskirche.de
 

]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Pressemitteilungen Wed, 25 Mar 2020 14:10:19 +0100
Corona-Prävention: Trauerfeiern auf evangelischen Friedhöfen mit wenigen Teilnehmenden weiter möglich https://www.ekbo.de//service/pressemeldungen/detail/nachricht/corona-praevention-trauerfeiern-auf-evangelischen-friedhoefen-mit-wenigen-teilnehmenden-weiter-moeglic.html Berlin, 23. März 2020 - Um weiter Bestattungen auf evangelischen Friedhöfen zu ermöglichen, haben Friedhofsverwaltungen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz die Voraussetzungen dafür an die Corona-Präventionsregeln angepasst: In Berlin und Brandenburg dürfen maximal zehn Gäste an einer Trauerfeiern teilnehmen, in Sachsen 15. Stattfinden sollen die Trauerfeiern nach Möglichkeit unter freiem Himmel. „Es ist schmerzlich, wenn wir nicht so Abschied nehmen können, wie wir oder unsere Toten es sich gewünscht haben“, sagt Pröpstin Christina-Maria Bammel, „Dennoch versuchen unsere Pfarrerinnen und Pfarrer, einen tröstlichen und würdigen Rahmen dafür zu finden.“ Falls es gewünscht werde, könne auch eine spätere Gedenkfeier geplant und vorbereitet werden.

In Brandenburg gelegene Friedhöfe werden auf Grund der amtlichen Regelungen  ab morgen, Dienstag, vorläufig geschlossen – Trauerfeiern finden selbstverständlich weiter statt. Auch werde es in individuellen Fällen toleriert, die Gräber von Angehörigen aufzusuchen, sagt Pröpstin Christina-Maria Bammel. In Berlin hebt der Evangelische Friedhofsverband Berlin-Stadtmitte die seit Montag verhängte Schließung seiner innenstädtischen Friedhöfe voraussichtlich noch in dieser Woche teilweise wieder auf. In begründeten Einzelfällen soll für Angehörige schon zuvor der Besuch eines Grabes möglich gemacht werden, teilte der Friedhofsverband Berlin Stadtmitte mit.

]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Pressemitteilungen Mon, 23 Mar 2020 15:14:03 +0100