ekbo.de: Neuigkeiten https://www.ekbo.de/ Neuigkeiten de ekbo.de: Neuigkeiten https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Neuigkeiten http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sat, 19 Oct 2019 13:32:56 +0200 Aufruf zur Menschenkette vor der Neuen Synagoge in Berlin https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/aufruf-zur-menschenkette-vor-der-neuen-synagoge-in-berlin.html Die Menschenkette bildet sich während des Sukkot-Gottesdienstes, dem Abschluss des jüdischen Laubhüttenfestes. Sie steht für die Solidarität in Trauer und Angst mit den Jüdinnen und Juden in Berlin, sie ist Ausdruck von Anteilnahme und Mitgefühl.

Für die EKBO hat Propst Christian Stäblein seine Teilnahme angekündigt. Er sagte: „Wir sind noch immer tief getroffen vom Anschlag in Halle. Wir bilden eine Menschenkette, um zu zeigen, dass wir fest an der Seite unserer jüdischen Geschwister stehen. Die Verbundenheit von Christen und Christinnen mit ihren jüdischen Geschwistern ist elementarster Ausdruck unseres Glaubens. Ihre Synagogen haben wir zu schützen wie unseren Augapfel. Sie sollen sicher unter uns wohnen und ihren Glauben leben und feiern.“

Für das Erzbistum Berlin wird u.a. Bernd Streich, der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin, teilnehmen. Erzbischof Heiner Koch unterstützt den Aufruf: „Als Christen stehen wir an der Seite unserer jüdischen Freundinnen und Freunde. Wir lassen es nicht zu, dass Hass unsere Gesellschaft spaltet.“

Die beiden Kirchen und die weiteren Mitgliedskirchen im Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg werden den Aufruf in ihren Sonntags-Gottesdiensten bekannt machen und zur Beteiligung einladen.

Auch Imam Kadir Sanci vom House of One ist dieses Zeichen der Solidarität ein Anliegen: „Wir müssen in unserer Gesellschaft zusammenstehen und jeden unterstützen, der angegriffen wird. Unsere Demokratie muss jeden Tag aufs Neue gestärkt und verteidigt werden.“

Für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) wird die stellvertretende Vorsitzende des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg Sonja Staack teilnehmen: "Als Gewerkschaften wissen wir, wie viel Kraft und Mut entstehen, wenn man zusammen steht. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen für Solidarität und gegen Ausgrenzung. Niemand soll in unserer Gesellschaft Angst vor Hass und Hetze haben müssen - egal ob im Betrieb, auf der Straße oder in der Synagoge."

Mehr Infos: www.berlin-weltoffen.de

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Kirche und Politik Themen der Landeskirche Top Meldungen Sat, 19 Oct 2019 13:32:56 +0200
Berliner Theologe wird erster Antisemitismusbeauftragter der EKD https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berliner-theologe-wird-erster-antisemitismusbeauftragter-der-ekd.html Hannover/Berlin (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bekommt einen Antisemitismusbeauftragten. Der Berliner Theologe Christian Staffa, Studienleiter an der Evangelischen Akademie zu Berlin, soll der erste "Beauftragte für den Kampf gegen Antisemitismus" der EKD werden. Das hat der EKD-Rat am Freitag in Hannover beschlossen, wie die EKD mitteilte. "Nicht erst der zutiefst beschämende Anschlag von Halle hat das bedrohliche Ausmaß antisemitischer Gewaltbereitschaft gezeigt", sagte der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm.

Das neue Amt bringe zum Ausdruck, dass die evangelische Kirche unverrückbar an der Seite ihrer jüdischen Schwestern und Brüder stehe. Sie mache aber auch deutlich, dass die evangelische Kirche nicht zuletzt aus der Verantwortung für eigenes jahrhundertelanges Versagen jeder Form von Judenfeindschaft und Verachtung wachsam gegenübertreten werde. "Christlicher Glaube und Judenfeindschaft schließen einander aus", sagte Bedford-Strohm.

Staffa solle das Amt zunächst für die Dauer der Ratsperiode wahrnehmen, teilte die EKD mit - also bis 2021. Zu seinen Aufgaben gehöre die Unterstützung der Kirchenleitungen der 20 EKD-Gliedkirchen bei ihren Anstrengungen im Kampf gegen Antisemitismus. Der Antisemitismusbeauftragte ist wie andere Beauftragungen des Rates ein Nebenamt. Staffa soll das Amt ab sofort ausüben.

Christian Staffa wurde 1959 in Essen geboren und studierte in Berlin, Tübingen und Prag evangelische Theologie. Seit 1999 war er Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen, die internationale Freiwilligendienste für junge Menschen vermittelt. Der promovierte Theologe engagiert sich für den jüdisch-christlichen Dialog und hat sich mehrfach beruflich mit dem Thema Rechtsextremismus auseinandergesetzt. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zu Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Die Einsetzung eines EKD-Antisemitismusbeauftragten geht wesentlich auf den ehemaligen Kasseler Bischof Martin Hein zurück, der erstmals im August vergangenen Jahres dieses Amt in der evangelischen Kirche gefordert und in den zurückliegenden Monaten verstärkt darauf gedrungen hatte. Er freue sich, dass der Rat der EKD seinem Vorstoß nun gefolgt sei, sagte Hein dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag.

Hein nannte die Berufung Staffas eine "überzeugende Entscheidung". Wichtig sei es nun, dass sich der EKD-Beauftragte mit den Antisemitismusbeauftragten auf Ebene der Bundesländer, des Bundes und der Europäischen Union vernetze und zugleich die evangelische Kirche selbst in den Blick nehme. "Da tut sich negativ mehr, als wir glauben", sagte Hein, der im September als kurhessischer Bischof in den Ruhestand verabschiedet worden war.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sat, 19 Oct 2019 13:28:01 +0200
Gedenken an Deportation Berliner Juden - Nachama fordert Erhalt des Mahnmals "Gleis 17" https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/gedenken-an-deportation-berliner-juden-nachama-fordert-erhalt-des-mahnmals-gleis-17.html Berlin (epd). Rund 250 Menschen haben am Freitag in Berlin an den Beginn der nationalsozialistischen Deportationen von Juden aus Berlin vor 78 Jahren erinnert. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) mahnte bei der Gedenkfeier am Mahnmal "Gleis 17" am Bahnhof Berlin-Grunewald mit Blick auf den Holocaust, der deutsche Weg in das Verderben sei weder zufällig, noch unausweichlich gewesen. Aus der deutschen Geschichte erwachse die gemeinsame Verantwortung aller, gegen Antisemitismus aufzustehen. Der Anschlag in Halle in der vergangenen Woche habe das Ausmaß der Gewaltbereitschaft verdeutlicht.

Auch Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) rief dazu auf, sich gegen Ausgrenzung und Verfolgung von Menschen einzusetzen. In der Nazizeit habe sich die Vernichtung der Juden vor aller Augen vollzogen, "kaum einer wagte zu intervenieren, leistete Widerstand", sagte Münch bei der Gedenkfeier, die von Schülern des Berliner John-Lennon-Gymnasiums und der Holocaustüberlebenden Ingeborg Geißler mitgestaltet wurde. An dem Gedenken nahmen unter anderem auch Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) und der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff teil.

Am 18. Oktober 1941 verließ der erste sogenannte Osttransport den Berliner Bahnhof Grunewald in Richtung Litzmannstadt, heute Lodz. In dem Zug waren mehr als 1.000 jüdische Kinder, Frauen und Männer. Insgesamt wurden in der NS-Zeit mehr als 50.000 Berliner Juden ermordet. Ab 1942 fuhren Deportationszüge auch vom Anhalter Bahnhof und vom Güterbahnhof Moabit. Ziele waren Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager unter anderem in Minsk, Riga, Warschau, Theresienstadt, Sobibor und Auschwitz.

Seit 2011 wird am Bahnhof Grunewald an die Deportationen erinnert. Die Initiative dazu ging von der Schriftstellerin und Holocaust-Überlebenden Inge Deutschkron aus. Das Denkmal "Gleis 17" wurde von der Deutschen Bahn 1998 als Mahnmal zur Erinnerung an die Rolle der Reichsbahn im Dritten Reich errichtet.

Andreas Nachama, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum und Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, forderte bei der Gedenkveranstaltung die Deutsche Bahn auf, sich mehr für den Erhalt des Gedenkortes "Gleis 17" einzusetzen. Neben "spontaner Vegetation" sei der Ort durch Bauvorhaben gefährdet. Für den Ort sei es wichtig, dass dessen "Güterbahnhof-Umgebung" erhalten werde, sagte Nachama.


Internet
Infos zum "Gleis 17": http://u.epd.de/1cd5
www.orte-der-erinnerung.de

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 18 Oct 2019 14:28:16 +0200
Kirchenleitung muss sich mit Fragen zu Garnisonkirche befassen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kirchenleitung-muss-sich-mit-fragen-zu-garnisonkirche-befassen.html Potsdam/Berlin (epd). Die Debatte über den Wiederaufbau des Potsdamer Garnisonkirchturms wird erneut Thema in der Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. In einer "Frage an die Kirchenleitung", die bei der Synodentagung kommende Woche beantwortet werden soll und dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt, bittet der Potsdamer Synodale Harald Geywitz unter anderem um Auskunft darüber, wie das kirchliche Konzept von Friedens-, Versöhnungs- und Bildungsarbeit am ehemaligen Standort der Garnisonkirche derzeit umgesetzt wird.

Weiter fragt Geywitz, ob es "über den einmal jährlich stattfindenden Potsdamer Friedensdiskurs hinaus, auf den die Resonanz eher gering ist, weitere Aktivitäten" gibt. Der Synodale erbittet mit Blick auf die Friedens- und Versöhnungsarbeit auch Auskunft darüber, ob "zukünftige Schwerpunktsetzungen oder entsprechende Planungen bekannt" sind und wie und mit welchen Mitteln sie umgesetzt werden.

In Potsdam sorgt unterdessen ein Vorstoß der Initiative "Mitteschön", das Kirchenschiff als Konzertsaal wieder aufzubauen, für Diskussionen. Dies hatte vor einigen Jahren bereits Brandenburgs Alt-Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) vorgeschlagen. Die Initiative "Potsdam ohne Garnisonkirche" forderte am Freitag erneut einen "Bau- und Förderstopp für die Turmkopie".

Die Garnisonkirche wurde 1945 weitgehend zerstört und 1968 abgerissenen. Derzeit wird ein Neubau des Kirchturms nach historischem Vorbild errichtet. Das Projekt ist in der Stadt umstritten. Die preußische Militärkirche wurde 1933 von den Nazis zur Reichstagseröffnung genutzt.


Internet
www.ekbo.de
www.garnisonkirche-potsdam.de
www.ohnegarnisonkirche.wordpress.com
www.mitteschoen.de

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Landessynode Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 18 Oct 2019 12:30:00 +0200
Kirche im Sperrgebiet - Der Fall der Berliner Mauer hat die Sacrower Heilandskirche befreit https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kirche-im-sperrgebiet-der-fall-der-berliner-mauer-hat-die-sacrower-heilandskirche-befreit.html Sacrow (epd). Einst von der DDR-Grenze abgeriegelt und entstellt, inzwischen Unesco-Weltkulturerbe: 1844 wurde die Sacrower Heilandskirche an der Havel vor den Toren Potsdams eingeweiht. Wie ein antikes Schiff, das am Flussufer vor Anker liegt, wird sie mitunter poetisch beschrieben. Doch 1961 fiel das Werk des preußischen Baumeisters Ludwig Persius der Politik zum Opfer. Die deutsch-deutsche Grenze verlief quer über das Kirchengelände. Der Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren war auch für das Denkmal eine Befreiung.

1961 wurde in der evangelischen Kirche der letzte Weihnachtsgottesdienst nach dem Mauerbau gefeiert, erst 1989 nach Öffnung der Grenze der nächste. Die Gemeinde der Sacrower Heilandskirche habe dies mit Unterstützung des Senats und des DDR-Übergangsregierungschefs Hans Modrow (SED) erreicht, schreibt der damalige West-Berliner Regierende Bürgermeister Walter Momper (SPD) in seinen Erinnerungen über diesen Gottesdienst: "Man hatte Stühle, Kerzen und eine Bauheizung hergeschafft."

"Es war ein merkwürdiges Gefühl, als Manfred Stolpe uns vor der Hinterlandmauer empfing und an den Warnschildern des Grenzgebiets vorbei durch den Grenzzaun ins Niemandsland geleitete", schreibt Momper: "Ich empfand Beklemmung, als ich an den unbesetzten Wachtürmen vorbei durch den Todesstreifen ging."

Mit dem Bau der Mauer wurde einst der Glockenturm im italienischen Stil zum Teil der DDR-Grenzanlagen, die Betonplatten wurden direkt neben den Turm gesetzt. Wenige Tage nach dem Weihnachtsgottesdienst 1961 wurde der Innenraum samt Altar und Orgel auf dem von den DDR-Grenztruppen streng bewachten Gelände zerstört. Eine weitere Nutzung war damit nicht mehr möglich. Knapp drei Jahrzehnte stand die evangelische Kirche dann im DDR-Niemandsland im Sperrgebiet der Grenzanlagen.

Der angrenzende, einst von Peter Joseph Lenné angelegte Landschaftspark und das nahegelegene Gutshaus wurden vom Zoll der DDR genutzt. Garagen, andere Gebäude und eine Anlage zur Ausbildung von Zollhunden mit nachgebauter Grenzübergangsstelle wurden im Park errichtet.

Die Sacrower Heilandskirche war zwar noch von West-Berlin aus zu sehen, aber weder von Ost noch West aus zu erreichen. Mitte der 80er Jahre wurde auf Initiative des damaligen West-Berliner Regierenden Bürgermeisters Richard von Weizsäcker (CDU) nach langen Verhandlungen zwischen Kirche und DDR-Regierung die Fassade der Kirche instandgesetzt.

Von West-Berlin aus habe man "voller Staunen und Sehnsucht" zur Kirche hinüberblicken können, hat sich Weizsäcker einmal in einem Interview erinnert: "Die Heilandskirche stand da ungenutzt, allmählich verfallend." Dem späteren Bundespräsidenten, der damals auch dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angehörte, gelang es, Mittel dafür aufzutreiben, obwohl die Heilandskirche für viele nicht ganz vorn auf der Prioritätenliste stand. Die EKD habe vor allem für die Gemeindehäuser in der DDR etwas tun wollen, hat Weizsäcker in dem Interview gesagt: "Und ich für die Heilandskirche."

Nur wenige Jahre später war die Kirche dann plötzlich wieder zugänglich. Selten habe die Beseitigung der Grenzanlagen der DDR auch optisch eine so befreiende Wirkung gehabt wie an der Sacrower Kirche, haben die Veranstalter der Reihe "Kulturland Brandenburg" die jüngste Geschichte des Bauwerks vor einigen Jahren zusammengefasst. Ein "selten schöner Ort" habe so durch den Mauerfall wiederhergestellt werden können.

Seit 1990 gehört die Heilandskirche mit ihren zierlichen Fassadenstreifen aus blau glasierten Kacheln, ihrem Säulengang am Wasser und dem freistehenden Glockenturm zum Unesco-Weltkulturerbe. Nach dem Ende der DDR konnte auch der Innenraum restauriert werden. Die Kirche ist zum beliebten Ausflugsziel und Hochzeitsort geworden. Seit 1995 werden dort wieder regelmäßig Gottesdienste gefeiert, einmal im Jahr wird zum Abschluss der Wassersportsaison zum Sportschiffer-Gottesdienst unter freiem Himmel eingeladen.

Die Geschichte der Heilandskirche und des Heiligabend-Gottesdienstes habe ihn immer besonders berührt, sagt der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge: "Die Mauer stand noch, doch die Todeszone hatte ihren Schrecken verloren." Menschen aus Ost und West hätten in dem entkernten Gotteshaus dicht an dicht beieinandergestanden, betont Dröge: "Im Niemandsland ereignete sich so am 24. Dezember 1989 das Wunder der Weihnacht."


Internet
www.heilandskirche-sacrow.de
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Friedliche Revolution und Mauerfall Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 18 Oct 2019 11:22:25 +0200
Letzte Synodentagung mit Bischofswort von Markus Dröge https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/letzte-synodentagung-mit-bischofswort-von-markus-droege.html Berlin (epd). Die Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz kommt vom 23. bis 26. Oktober zu ihrer diesjährigen Herbsttagung zusammen. Auf der Tagesordnung der Beratungen in Berlin stehen unter anderem Reform- und Finanzfragen, die Neubesetzung der theologischen Leitung des Konsistoriums und die Einführung eines eigenes Intranets für die gesamte Landeskirche. Geplant ist unter anderem die Verabschiedung eines rund 417 Millionen Euro umfassenden Haushalts für 2020, für 2021 sind rund 426 Millionen Euro vorgesehen.

Bei der Synodentagung wird Bischof Markus Dröge zum letzten Mal in einem Bischofswort zu gesellschaftspolitischen und kirchlichen Fragen Stellung beziehen. Seine zehnjährige Amtszeit endet Mitte November mit seinem Ruhestand. Nachfolger im Bischofsamt wird Propst Christian Stäblein. Die Synode will in der kommenden Woche auch über die Nachfolge im Propstamt entscheiden. Kandidatinnen sind die Theologinnen Christina-Maria Bammel und Barbara Hustedt. Beide sind im Konsistorium der Landeskirche in Berlin tätig.

Die 114 Kirchenparlamentarier vertreten gut 900.000 evangelische Christen in Berlin, Brandenburg und der Region Görlitz in Sachsen. Mitglieder der Synode sind neben Bischof und Propst unter anderem die Vorsitzende der bundesweiten Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und frühere Bundesministerin Irmgard Schwaetzer, der Jurist und frühere Verwaltungschef des Deutschen Bundestags, Harro Semmler, die Präsidentin der Berliner Humboldt-Universität, Sabine Kunst, und der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann.


Info
Die Synodentagung wird am Mittwoch, dem 23. Oktober, um 18 Uhr mit einem Gottesdienst in der Oranienburger Nikolaikirche eröffnet und am Donnerstag, dem 24. Oktober, um 9 Uhr in der Bartholomäuskirche in Berlin-Friedrichshain fortgesetzt. Die Wahl für das Propstamt ist dort am Freitag, dem 25. Oktober, ab 9 Uhr vorgesehen.

Internet
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Landessynode Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 16 Oct 2019 17:36:04 +0200
Glückwünsche zum 65. Geburtstag von Bischof Dröge - Ministerpräsident Woidke und Erzbischof Koch gratulieren https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/glueckwuensche-zum-65-geburtstag-von-bischof-droege-ministerpraesident-woidke-und-erzbischof-koch-gra.html Potsdam/Berlin (epd). Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und der katholische Berliner Erzbischof Heiner Koch haben dem Berliner Landesbischof Markus Dröge zum 65. Geburtstag gratuliert. Dröge sei ein "Demokrat durch und durch", erklärte Woidke am Dienstag in Potsdam. Er kenne den Theologen als "Mann klarer Worte", der stets deutlich und unmissverständlich in seiner Haltung sei, betonte Woidke in einem Glückwunschbrief an den Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Dröge feiert am Mittwoch seinen 65. Geburtstag.

Dröge stehe für eine "ökumenische Zusammenarbeit, die sich bewährt und Früchte trägt", erklärte Erzbischof Koch am Dienstag in Berlin. Dafür sowie für seine Offenheit, Freundschaft, für "gute Gespräche, manche Auseinandersetzungen und ein großes Vertrauen" gebühre ihm großer Dank.

Dass Dröge Sohn eines Diplomaten ist, habe er "in doppelter Hinsicht" als sehr angenehm wahrgenommen, betonte Koch. Er schätze die diplomatische und besonnene Art des Theologen "und gleichzeitig die im wahrsten Sinne des Wortes ökumenische, weltläufige Sicht auf die Welt, als deren Nabel wir Deutsche uns allzu oft missverstehen". Koch dankte Dröge zugleich für sein "gesellschaftspolitisches Engagement immer in einem guten Miteinander".

Dröge führe "immer aufs Neue das Gespräch mit Gleichgesinnten und Andersdenkenden", betonte Woidke: "Sie werden nicht müde, unsere Demokratie zu verteidigen und aktives Handeln für eine menschlichere Welt einzufordern." Vor der Lebensleistung des Theologen habe er "größten Respekt" und danke zugleich dafür.

Markus Dröge wurde am 16. Oktober 1954 in Washington D.C. in den USA geboren, war Pfarrer und Superintendent in Koblenz und wurde 2009 in Berlin zum Nachfolger von Bischof Wolfgang Huber gewählt. Der promovierte Theologe, der auch dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angehört, geht nach zehnjähriger Amtszeit als Bischof Mitte November in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Berliner Propst Christian Stäblein gewählt.

Bischof Dröge habe sich in seiner Amtszeit als Brückenbauer zwischen Ost und West, aber auch zwischen den unterschiedlich geprägten Regionen der Landeskirche verstanden, erklärte die evangelische Landeskirche. Einer der Schwerpunkte seiner Amtszeit sei die Weiterführung des Reformprozesses gewesen. Bischof Dröge sei es ein großes Anliegen, für die ganz unterschiedlichen Regionen der Landeskirche belastbare Strukturen zu erarbeiten, damit die evangelische Kirche als eine "einladende, den Menschen zugewandte und auch gesellschaftlich engagierte Kirche erlebbar" sei.

Auch der christlich-jüdische und der interreligiöse Dialog seien ein wichtiges Thema Dröges, betonte die Landeskirche. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Amtszeit war die Auseinandersetzung mit dem Rechtspopulismus.

Dröge wird nach Angaben der Landeskirche bis zum Ende der Wahlperiode 2021 im Rat EKD weiterarbeiten und Aufsichtsratschef im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung bleiben. Auch die Mittelost-Kommission der EKD wird er weiter leiten und den Vorsitz in den Kuratorien der Stiftungen beibehalten, die die Arbeit der EKD in der Erlöserkirche und auf dem Ölberg in Jerusalem tragen.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 16 Oct 2019 13:54:37 +0200
Erste deutsch-polnische Bischofskonsultation an Oder und Neiße https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/erste-deutsch-polnische-bischofskonsultation-an-oder-und-neisse.html Berlin/Frankfurt an der Oder (epd). Zur ersten deutsch-polnischen ökumenischen Konsultation der Bischöfe an Oder und Neiße werden am Dienstag fast 20 evangelische und katholische Theologen aus beiden Ländern erwartet. Künftig seien regelmäßige ökumenische Konsultationen geplant, um auf Grundlage der "Charta Oecumenica" die gute Nachbarschaft der Kirchen weiter zu vertiefen und einen Beitrag zur europäischen Versöhnung und Annährung zu leisten, teilte die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz in Berlin mit.

An der Konsultation am Dienstag wollen den Angaben zufolge unter anderem der evangelische Landesbischof Markus Dröge und der künftige Bischof Christian Stäblein, der katholische Berliner Erzbischof Heiner Koch sowie die katholischen Bischöfe Matthias Heinrich aus Berlin, Wolfgang Ipolt aus Görlitz und Heinrich Timmerevers aus Dresden-Meißen teilnehmen. Aus Polen werden sieben Bischöfe unter anderem aus Stettin, Breslau, Zielona Gora und Gorzow, dem früheren Landsberg an der Warthe, erwartet.

Als Termin sei bewusst der Namenstag der Heiligen Hedwig, der Patronin Schlesiens und deutsch-polnischen Brückenbauerin, gewählt worden, hieß es weiter. Zum Auftakt der Konsultationen will der Senior Primas von Polen und emeritierte Erzbischof Henryk Muszynski aus Gniezno ein geistliches Grußwort halten. Zum feierlichen Abschlussgottesdienst werden auch Frankfurts Oberbürgermeister René Wilke (Linke) und die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina, Julia von Blumenthal, erwartet.

Internet
www.ekbo.de

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Ökumene Startseite Tue, 15 Oct 2019 12:21:09 +0200
Neue EKBO-Orientierungshilfe für den christlich-islamischen Dialog https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/neue-ekbo-orientierungshilfe-fuer-den-christlich-islamischen-dialog.html Bei einer Pressekonferenz mit Bischof Markus Dröge im Interkulturellen Zentrum Genezareth in Berlin Neukölln wurde deutlich, wie essentiell der interreligiöse Dialog für das gelingende und friedliche Zusammenleben ist. „Gerade in dieser spannungsreichen Zeit muss der Dialog intensiviert und versachlicht werden“, betonte Bischof Dröge bei der Präsentation der Orientierungshilfe „Dialog wagen ― Zusammenleben gestalten“. Ein Dialog sei dann ein guter Dialog, wenn auch die kritischen Fragen und heiklen Themen benannt würden. „Wir brauchen eine Grundhaltung des Vertrauens als konstruktive Basis zur Lösung der Probleme, die wir haben.“ Mit der Broschüre wolle man ein differenziertes Bild gelebten muslimischen Glaubens in unserer Gesellschaft zeichnen und Impulse aus der Praxis für die Praxis geben, ergänzte Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für den interreligiösen Dialog der EKBO.  

„Wir hoffen, damit auch für diejenigen Kirchengemeinden Wege aufzuzeigen, die sich aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen Situation verunsichert fühlen und zögern, den Kontakt zu einer Moscheegemeinde aufzunehmen“, sagte Goetze.  

Auch von den muslimischen Teilnehmern der Pressekonferenz gab es Lob für die Publikation. So sagte Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD), er gratuliere der EKBO für die Publikation: „Es zeigt uns Muslimen, dass die Dialogarbeit vertrauensvoll stattfindet und die Auseinandersetzungen kritisch und dennoch konstruktiv laufen.“ Mohammad Imran Sagir, Leiter des christlich-muslimischen Kooperationsprojektes in muslimischer Trägerschaft „Muslimisches SeelsorgeTelefon“ betonte: „Im christlich-islamischen Dialog sind wir auf einem guten Weg. Wir wollen weiter zusammenarbeiten im Sinne der Menschen - gerade in diesen schwierigen Zeiten.“  

Pfarrerin Ulrike Rogatzki, die das Schulprojekt „Kinder begegnen Religion(en)“ leitet, schätzt an der Orientierungshilfe besonders die Beispiele guter Praxis und die Auflistung von Kriterien, die eine gute Zusammenarbeit befördern können.  

Die im AphorismA Verlag erschienene und von der EKBO herausgegebene Orientierungshilfe „Dialog wagen – Zusammenleben gestalten“ ist ein Ergebnis langjähriger praktischer Erfahrungen im christlich-islamischen Dialog. Sie ermutigt zum offenen und kritischen Dialog auf der Grundlage des Grundgesetzes und der Menschenrechte. Die Handreichung bietet überdies Anregungen für die Praxis und einen Überblick über das muslimische Leben in Deutschland, über die islamischen Verbände und Organisationen. Sie erklärt wichtige Begriffe im christlich-islamischen Dialog, gibt Literaturhinweise für die Praxis und nennt Ansprechpersonen.    

2019 hat die EKBO bereits die Broschüre „Amen?“ herausgegeben, die den Kirchengemeinden Impulse aus dem christlich-jüdischen Gespräch für evangelische Gottesdienste gibt.  

Hier können Sie die Broschüre „Dialog  Wagen – Zusammenleben gestalten“ downloaden.

(Pressemeldung der EKBO)

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Themen der Landeskirche Top Meldungen Tue, 15 Oct 2019 12:18:25 +0200
Theater-Premiere: Ist Geschichte teilbar? https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/theater-premiere-ist-geschichte-teilbar.html Das Deutsche Theater und die evangelische Kirche fragen zum 30. Jahrestag des Mauerfalls: Was bleibt heute von der friedlichen Revolution? Wie haben die politischen Ereignisse und gesellschaftlichen Umbrüche die Biografien geprägt und wie wirken sie nach – eine Generation später? Gemeinsam haben sie für die Inszenierung "30.nach.89" (Premiere am 19. Oktober 2019) 18 Jugendliche aus Russland, Polen und Deutschland auf eine Recherchereise in ihre Heimatstädte geschickt.

Über die Inszenierung:
Drei Familien sitzen am Tisch – eine russische, eine polnische und eine deutsche. Was haben die Eltern erlebt, als sie so alt waren, wie ihre Kinder es jetzt sind? Welche Geschichten über die Umbrüche, Zusammenbrüche, Aufbrüche vor 30 Jahren werden erzählt? Wie haben die politischen Ereignisse ihre Biografien geprägt? Je sechs polnische, russische und deutsche Jugendliche reisten nach Warschau, Moskau und Berlin, recherchierten gemeinsam vor Ort, führten Interviews mit ihren Eltern und Akteur*innen von Perestroika sowie der Runden Tische in Polen und Deutschland. Es entstand ein Theaterabend über das, was die Generationen nach 1989 prägt, trennt und verbindet.

Mehr zur Inszenierung "30.nach.89", die in Kooperation mit dem Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf erarbeitet wurde, finden Sie hier.

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Friedliche Revolution und Mauerfall Themen der Landeskirche Tue, 15 Oct 2019 10:59:00 +0200