ekbo.de: Neuigkeiten https://www.ekbo.de/ Neuigkeiten de ekbo.de: Neuigkeiten https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Neuigkeiten http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Tue, 26 Jan 2021 22:37:15 +0100 EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm ruft zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/ekd-ratsvorsitzender-bedford-strohm-ruft-zum-gedenken-an-die-opfer-des-nationalsozialismus-auf.html Anlässlich des bevorstehenden Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, zu Wachsamkeit gegen Antisemitismus aufgerufen und dabei auch an die Schuld der christlichen Kirchen im Nationalsozialismus erinnert: „Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an“, diese biblische Botschaft nach Sacharja 2,12, die der Theologe Dietrich Bonhoeffer im November 1938 in einem Brief an seine ehemaligen Vikare zitiert hat, sei ein Wort über die Juden, so Bedford-Strohm: „Bonhoeffer war einer der wenigen Theologen im Dritten Reich, der die ganze theologische Abgründigkeit der Judenverfolgung verstanden habe. „Eine Verstoßung der Juden aus dem Abendland“ – so hat er gesagt – „muss die Verstoßung Christi nach sich ziehen; denn Jesus Christus war Jude.“
 
Auch in diesem Jahr unterstützt Bedford-Strohm die internationale Kampagne #weremember, die dafür wirbt, die Millionen ermordeten Menschen nie zu vergessen: „Es ist gut, dass wir in Deutschland eine Erinnerungskultur entwickelt haben, die das unfassbare Leid präsent hält, das Juden in unserem Land angetan worden ist. Weil wir es nicht vergessen, werden wir mit aller Entschiedenheit denen widerstehen, die heute dieses mörderische antisemitische Gedankengut wieder salonfähig zu machen versuchen.“
 
Zugleich wirbt der EKD-Ratsvorsitzende dafür, das gelebte Judentum besser kennenzulernen. „Wir wollen in diesem Jahr, in dem wir 1700 Jahre Judentum in Deutschland feiern, noch viel mehr als bisher den Reichtum dessen wahrnehmen, was das Judentum für unsere Kultur und Gesellschaft heute bedeutet. Mich jedenfalls macht dieser Reichtum von Herzen dankbar! Wir sollten ihn uns nicht entgehen lassen!“, so Bedford-Strohm.
 
(EKD)

#beziehungsweise

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 26 Jan 2021 22:37:15 +0100
Berlin erinnert mit vielen Veranstaltungen an Holocaust-Opfer https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berlin-erinnert-mit-vielen-veranstaltungen-an-holocaust-opfer.html
In der St. Matthäus-Kirche findet am Abend um 18.30 Uhr ein Gedenkgottesdienst ohne Besucher statt, der live auf Youtube übertragen wird. Veranstalter sind die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, die Evangelische Akademie zu Berlin und die Evangelische Kirchengemeinde in der Friedrichstadt. RBB-Kultur überträgt am Mittwoch ab 20.04 Uhr ein ebenfalls publikumsloses Konzert mit jüdischer Musik aus der Berliner Synagoge Pestalozzistraße aus der Reihe "Lebensmelodien". Das Jüdische Museum Berlin streamt um 19.30 Uhr ein Gespräch mit der Zeitzeugin Eva Schloss, die als 15-Jährige Auschwitz überlebte.

Am 27. Januar 1945 wurde das NS-Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Im Jahr 1996 hatte der damalige Bundespräsident Roman Herzog (1934-2017) den 27. Januar zum nationalen Gedenktag erklärt.

(epd)

Info
Online-Gedenkgottesdienst St. Matthäus-Kirche, 27. Januar 2021 um 18:30 Uhr ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 26 Jan 2021 22:34:27 +0100
Woidke ruft Brandenburger zum Gedenken an NS-Opfer auf https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/woidke-ruft-brandenburger-zum-gedenken-an-ns-opfer-auf.html
In Brandenburg wird der Gedenktag am Mittwoch mit zahlreichen Veranstaltungen und Formaten begangen. Die Gedenkstätte Sachsenhausen und der Landtag erinnern mit einer Online-Veranstaltung an die NS-Opfer, die ab 10 Uhr auf den Social-Media-Kanälen und Internetseiten der Gedenkstätte und des Landtages abrufbar ist. Der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Axel Drecoll, wird zudem am Gedenkort "Station Z" in Sachsenhausen Kränze von Opferverbänden und Politikern niederlegen.

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück überträgt ab 17 Uhr auf dem Youtube-Kanal der Gedenkstätte eine Lesung mit Berichten von KZ-Überlebenden. In der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel findet um 10 Uhr eine Gedenkveranstaltung ohne Publikum statt. Im Jahr 1996 hatte der damalige Bundespräsident Roman Herzog (1934-2017) den 27. Januar zum nationalen Gedenktag erklärt.

(epd)]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 26 Jan 2021 22:32:58 +0100
Verschärfte Corona-Regeln in sächsischen Kirchen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/verschaerfte-corona-regeln-in-saechsischen-kirchen.html
Dies könne etwa bedeuten, dass auf gemeinsames Singen verzichtet werden müsse, erklärte Köpping. Zudem gelte außer im öffentlichen Nahverkehr und im Groß- und Einzelhandel künftig auch in Kirchen und bei der Religionsausübung die Pflicht, einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die neue Verordnung soll demnach am Donnerstag in Kraft treten und bis einschließlich 14. Februar gelten.

Laut Köpping ist darin auch eine Verpflichtung für Arbeitgeber vorgesehen, ihren Beschäftigten Homeoffice anzubieten, wenn "keine zwingenden Gründe" dagegensprechen. Zudem wird landesweit ein Alkoholverbot in Innenstädten und an anderen öffentlichen Orten eingeführt, die die Landkreise und kreisfreien Städte definieren sollen. Beschäftigte in Alten- und Pflegeeinrichtungen sollen künftig drei- statt wie bisher zweimal pro Woche auf das Virus getestet werden. Dies gelte jedoch erst ab Ende nächster Woche, erklärte Köpping.

Die Zahl der positiv auf das Virus Getesteten hat sich in Sachsen demnach von Montag auf Dienstag um 384 erhöht. Damit sei die Sieben-Tages-Inzidenz leicht gesunken, dies gehe aber "sehr langsam", sagte Köpping. Es seien 74 weitere Todesfälle gemeldet worden. 2.144 Corona-Patienten lägen in einem sächsischen Krankenhaus.]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Tue, 26 Jan 2021 14:54:14 +0100
Corona-Mutanten: Berlin führt Zweittestung bei Covid-Infizierten ein https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/corona-mutanten-berlin-fuehrt-zweittestung-bei-covid-infizierten-ein.html
Das Vivantes Humboldt-Klinikum in Berlin ist seit dem Wochenende unter Quarantäne, neue Patienten werden nicht mehr aufgenommen. Das Personal befindet sich in sogenannter Pendel-Quarantäne zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Grund ist die Ausbreitung der als hochansteckend geltende Corona-Variante B.1.1.7.

Am Montag sei von 26 Personen die Rede gewesen, die in dem Krankenhaus mit der Virus-Mutation infiziert waren, sagte Kalayci. Außerdem seien für Berlin weitere 19 Fälle mit Virusvarianten aus anderen "Clustern" bekannt geworden.

Weiter kritisierte Kalayci die bundesweite Regelung, dass die vorgeschriebene Quarantäne nach Einreise aus dem Ausland nach fünf Tagen durch eine "Freitestung" beendet werden könne. Mit Blick auf die Mutanten sehe sie dies kritisch und schlug vor, die Quarantänezeit gegebenenfalls zu verlängern.]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Tue, 26 Jan 2021 14:52:09 +0100
Evangelische Sorben kritisieren Strukturreform der Landeskirche https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/evangelische-sorben-kritisieren-strukturreform-der-landeskirche.html
Damit sei "eine weitere Marginalisierung sorbischen kirchlichen Lebens vorprogrammiert", hieß es. Die Kirchgemeinde Göda hat nach eigenen Angaben nun Widerspruch gegen den landeskirchlichen Bescheid vom 30. Dezember 2020 eingelegt. Sie begründet dies mit zu groß geplanten Struktureinheiten, die bis Bischofswerda reichen sollen. Noch größere Einheiten als das Dreierverhältnis Göda - Gaußig - Uhyst-Porchow/Burkau im Kerngebiet der evangelischen Sorben wirkten sich im ländlichen Raum besonders negativ aus, hieß es. Zugleich bestehe die Gefahr, die gewachsene Identität des sorbischen Siedlungsgebietes zu beschädigen.

"Je größer die Struktureinheiten, desto stärker wirken sich mit der geografischen Entfernung auch die damit naturgemäß einhergehenden mentalen Entfernungen aus", heißt es in dem Schreiben an das Landeskirchenamt weiter. Göda ist seit 2020 Sitz der sorbischen Superintendentur und des sorbischen Kirchgemeindeverbandes. Eine Reaktion der Landeskirche stand am Montagnachmittag noch aus.]]>
Sorben und Wenden Tue, 26 Jan 2021 13:39:40 +0100
Corona: Krankenhäuser fordern Hilfe bei der Pflege https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/corona-krankenhaeuser-fordern-hilfe-bei-der-pflege.html Die Corona-Pandemie hat viele Krankenhäuser an ihre Leistungsgrenzen gebracht, finanziell und personell. Jetzt musste in Berlin auch noch eine Klinik schließen. Der Spitzenverband der Krankenhausträger fordert Nachbesserungen.

Berlin (epd). Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat für 2021 bessere Rahmenbedingungen für die Pflege gefordert. Die Pflege brauche klare politische Signale und Unterstützung, um eine Trendumkehr zu erreichen, sagte der designierte Hauptgeschäftsführer der DKG, Gerald Gaß, am Dienstag in Berlin.

So müsse der Gesetzgeber noch vor der Bundestagswahl aktiv werden und Standards für die Personalbemessung im Krankenhaus festlegen. Notwendig sei etwa das Aussetzen der Pflegepersonaluntergrenzen im Pandemiejahr 2021.

Der Fachkräftemangel in der Pflege sei der zentrale Engpass in der Pandemie, hieß es weiter. An vielen Standorten sei deshalb die Regelversorgung deutlich eingeschränkt. Zur Reduzierung der bürokratischen Lasten müsse zudem die Prüfquote des Medizinischen Dienstes auch 2021 auf maximal fünf Prozent beschränkt werden, fordert die DKG.

Nach der Häufung von Infektionen mit einem mutierten Corona-Virus im Berliner Humboldt-Klinikum sprach sich DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum für eine verbesserte Teststrategie in den Krankenhäusern aus. Überall dort, wo es auch nur die Vermutung einer Coronavirus-Mutation gebe, müsse es den Krankenhäusern freigestellt sein, die erforderlichen Tests zu machen, sagte Baum im RBB-Inforadio. Da sollten die Krankenkassen dann überhaupt nicht mehr mitreden können, sagte er mit Blick auf die Kostenübernahme. In dieser Frage wünsche er sich klare Signale auf der Bundesebene.

Weiter sagte Baum, die Schließung eines ganzen Krankenhauses müsse die Ausnahme bleiben, sonst breche die medizinische Versorgung zusammen. Es müsse unbedingt verhindert werden, dass ein Ausbruch in einem weiteren Krankenhaus der Stadt hinzukomme.

Das Vivantes Humboldt-Klinikum in Berlin ist seit dem Wochenende unter Quarantäne, neue Patienten werden nicht mehr aufgenommen. Das Personal befindet sich in sogenannter Pendel-Quarantäne zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Grund ist die Ausbreitung der als hochansteckend geltenden Corona-Variante B.1.1.7.

Laut DKG gab es seit 10. März 2020 rund 150.000 Covid-Patienten in Krankenhäusern, davon rund 28.000 Intensivpatienten. Aktuell seien es rund 4.600 Intensivpatienten. Der Höchststand in der ersten Welle war demnach am 21. April 2020 mit 2.845 Intensivpatienten, davon wurden 2.052 beatmet. Der Höchststand in der zweiten Welle sei am 4. Januar dieses Jahres gemessen worden mit 5.781 Intensivpatienten, davon wurden 3.191 beatmet. Die Hospitalisierungsquote liege bei rund sieben Prozent der erfassten Infizierten. Weiter hieß es: "Der Lockdown hat gewirkt." Aktuell gebe es rund 100.000 weniger aktiv Infizierte als Mitte Dezember und fast zwanzig Prozent weniger Belegung auf Intensivstationen.

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Tue, 26 Jan 2021 12:57:52 +0100
Berliner Landeskirche beruft Antisemitismusbeauftragte https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berliner-landeskirche-beruft-antisemitismusbeauftragte.html
Zu den Aufgaben der Antisemitismusbeauftragten gehört demnach die Sensibilisierung kirchlicher Mitarbeiter gegen antijüdische Vorurteile, auch im Hinblick auf die Inhalte theologischer Ausbildungen. Außerdem werde sich die Beauftragte im Sinne einer Aufarbeitung mit antijüdischen Traditionen im Bereich der Landeskirche beschäftigen und Kontakte mit Institutionen jüdischen Lebens auf- und ausbauen.

Als Beauftragte für Erinnerungskultur engagiert sich Pfarrerin Gardei den Angaben zufolge seit 2015 auch im christlich-jüdischen Dialog und organisiert interreligiöse Gedenkgottesdienste. Antisemitische Grundeinstellungen seien auch in den Kirchen zu finden, sagte Gardei: "Wir müssen uns von antijüdischen Inhalten klar abgrenzen."]]>
Kirche und Politik Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Tue, 26 Jan 2021 12:06:11 +0100
Die EKBO ernennt Antisemitismusbeauftragte https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/die-ekbo-ernennt-antisemitismusbeauftragte.html Anlässlich des Holocaust-Gedenktages (27. Januar) setzt die EKBO ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus: Am 27. Januar 2021 wird Pfarrerin Marion Gardei zur Beauftragten für jüdisches Leben und für den Kampf gegen Antisemitismus berufen – so die etwas sperrige Amtsbezeichnung der Antisemitismusbeauftragten. Das neu geschaffene Amt ist ein Beitrag dazu, theologischen und politischen Antisemitismus in der eigenen Tradition und im gegenwärtigen kirchlichen Leben zu bekämpfen. „Das ist heute nötiger denn je“, sagt Bischof Christian Stäblein, „schlimm, dass es so ist, aber wir stellen uns als Kirche dieser Herausforderung. Antisemitismus ist Gotteslästerung, dagegen anzugehen unsere erste Aufgabe.“ 

Pfarrerin Gardei ist bereits seit 2015 Beauftragte für Erinnerungskultur in der EKBO. Sie engagiert sich seit vielen Jahren im christlich-jüdischen Dialog, organisiert interreligiöse Gedenkgottesdienste und ist Redaktionsleiterin der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext des EKD-Programms „Studium in Israel“. 

Der Antisemitismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Daraus entsteht im Extremfall Gewalt gegen jüdische Menschen und Einrichtungen bis hin zu tödlichen Anschlägen und Amokläufen“, sagt Marion Gardei. Antisemitische Grundeinstellungen seien inzwischen in allen Bereichen der Gesellschaft verbreitet – auch in den Kirchen. Zudem habe die Kirche in Lehre und Leben jahrhundertelang Judenfeindschaft und -Hass gepredigt. „Wir müssen uns von antijüdischen Inhalten klar abgrenzen“, sagt Gardei. 

Zu den Aufgaben der Antisemitismusbeauftragten gehört die Sensibilisierung kirchlich Mitarbeitender gegen antijüdische Vorurteile, auch im Hinblick auf die Inhalte theologischer Ausbildungen. Außerdem will sich Marion Gardei im Sinne einer Aufarbeitung mit antijüdischen Traditionen im Bereich der EKBO beschäftigen und Kontakte mit Institutionen jüdischen Lebens auf- und ausbauen. 

Anlässlich des Holocaust-Gedenktags wirkt Pfarrerin Gardei gemeinsam mit Kantorin Esther Hirsch, Rabbiner Andreas Nachama und dem katholischen Pfarrer Lutz Nehk an einer digitalen Gedenkandacht mit, die unter dem Titel „Du sollst nicht morden“ an drei Ereignisse erinnert: an die Wannsee-Konferenz (20. Januar 1942), den Holocaustgedenktag und den Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion (vor 80 Jahren, 22. Juni 1941): https://youtu.be/2AJM1VGwsf0 

In Brandenburg erinnern die KZ-Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück in diesem Jahr coronabedingt mit digitalen Veranstaltungen an die Opfer des Holocaust.

Auch der Verein "Cottbuser Aufbruch" lädt mit Videos ein zum digitalen Gedenken.

Das Kirchenradio Jüterbog sendet am Holocaust-Gedenktag von 17 bis 22 Uhr verschiedene Sendungen zum Thema. 

Hier geht es zur christlich-jüdischen Kampagne #beziehungsweise 

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Themen der Landeskirche Top Meldungen Tue, 26 Jan 2021 11:56:14 +0100
Hilfswerke dringen auf Schuldenerlasse in Corona-Pandemie https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/hilfswerke-dringen-auf-schuldenerlasse-in-corona-pandemie.html In der Corona-Pandemie schossen die Schulden vieler Entwicklungs- und Schwellenländer in die Höhe. Wo Staatsbankrott droht, sind die sozialen Folgen dramatisch. Hilfswerke fordern dringend einen Schuldenschnitt, um den Ländern Luft zu verschaffen.

Berlin (epd). Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung von Hilfsorganisationen die Schuldenkrise vieler armer Länder dramatisch verschärft. 132 von 148 untersuchten Staaten seien zu Anfang diesen Jahres kritisch verschuldet, acht mehr als vor einem Jahr, sagte Kristina Rehbein von der Initiative Erlassjahr.de am Dienstag bei der Vorstellung des Schuldenreports 2021, der zusammen mit Misereor erstellt wurde.

Die Organisationen fordern dringend Schuldenerlasse und ein Insolvenzrecht für angeschlagene Staaten. Der bisher von den G20-Staaten und multilateralen Institutionen gewährte Zahlungsaufschub für die ärmsten Länder reiche bei weitem nicht aus. Denn dadurch würden Verpflichtungen in die Zukunft verschoben. Zudem hätten sich private Gläubiger wie Banken, Fonds und andere institutionelle Anleger nicht beteiligt, sondern kassierten weiter Zins- und Tilgungszahlungen.

Die aktuelle Überschuldung treffe nicht nur die ärmsten Länder, sondern auch Staaten wie Sri Lanka, Ägypten, Kolumbien, Angola und die Mongolei, die ebenfalls dringend Unterstützung bräuchten. Viele Länder hätten in der Pandemie Kredite aufnehmen müssen, weil Rohstoffeinnahmen, Tourismus und Rücküberweisungen von Migranten durch Corona eingebrochen seien. Der Libanon und Sambia hatten sich 2020 für zahlungsunfähig erklärt. Insgesamt sind laut Erlassjahr.de 21 Länder nicht mehr in der Lage, ihren Schuldendienst voll zu erfüllen.

"Die Corona-Pandemie treibt Länder, die schon vor dem Ausbruch von Covid-19 hoch verschuldet waren, weiter in die Schuldenfalle", heißt es in dem Report, der sich vor allem auf Schätzungen von Weltbank und Internationalem Währungsfonds stützt. Auch Suriname habe die Zahlungen inzwischen eingestellt, und der Tschad gelte als nächster "Pleitekandidat", sagte Rehbein.

Es sei zu befürchten, dass viele Menschen ihr Leben wegen der wirtschaftlichen Corona-Folgen verlieren. Länder im Globalen Süden hätten kaum die Möglichkeit, aus eigener Kraft die notwendigen Mittel aufzubringen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Auch für dringende Investitionen in Gesundheit und Bildung fehle das Geld. "Es droht ein verlorenes Entwicklungsjahrzehnt", heißt es im Schuldenreport.

Klaus Schilder von Misereor warnte vor einer dramatischen Zunahme von Hunger, Obdachlosigkeit, Bildungsnotstand, Arbeitslosigkeit und Todeszahlen. Der Finanzexperte forderte die Bundesregierung auf, sich in der EU und den G20-Staaten für die Beteiligung privater Gläubiger an Schuldenerleichterungen einzusetzen. Die Hoffnung, dass sich private Gläubiger freiwillig dazu bereitfänden, sei krachend gescheitert, sagte er. Erlassjahr.de ist ein Bündnis von mehr als 600 Organisationen aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft.

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Tue, 26 Jan 2021 11:10:17 +0100