www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/ Newsmeldungen de www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 23 Sep 2020 10:44:50 +0200 Forschende interessieren sich für Lebensläufe christlicher DDR-Schüler*innen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/forschende-interessieren-sich-fuer-lebenslaeufe-christlicher-ddr-schuelerinnen.html Für ein Forschungsprojekt zu Lebensläufen christlicher Schüler*innen in der DDR bittet die Universität Erfurt um Mitarbeit. Um neue Perspektiven auf das Thema zu ermöglichen, seien Betroffene aufgerufen, ihre Bildungsgeschichte aufzuschreiben, teilte die Hochschule am Dienstag mit. Willkommen seien Texte jedweder Art und ergänzende Materialien. Form und Länge spielten keine Rolle.

"Erzählen Sie, woran Sie sich erinnern und wie Sie Ihre Geschichte bewerten", erläuterte Ringo Müller von der Universität Erfurt. Die Wissenschaftler interessiere, wie Menschen, die aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in ihren Bildungsbestrebungen benachteiligt wurden, heute auf diesen Lebensabschnitt zurückblickten. Müller und seine akademischen Mitstreiter wollen dann untersuchen, wie sich diese persönlichen Erfahrungen in die bisherigen Forschungen über Ungleichbehandlungen von Christen in der sozialistischen Gesellschaft einpassen lassen.

Für Menschen christlichen Glaubens hielt das DDR-Bildungssystem viele Hürden bereit. Das Projekt "Bildungs(um)wege" an der Erfurter Katholisch-Theologischen Fakultät sammele und untersuche diese Erfahrungen christlicher DDR-Bürger, erklärte Historiker Müller. Es gehöre zu insgesamt zwölf Vorhaben an den Universitäten Jena und Erfurt, die in einem Forschungsverbund die Erinnerungsgeschichte an die späte DDR und die Nachwendezeit untersuchten.

(epd) 

Info
Der Schreibaufruf startet am 1. Oktober. Wer sich beteiligen möchte, kann sich entweder unter www.uni-erfurt.de/go/schreibaufruf informieren oder direkt an Ringo Müller wenden (Telefon: 0361/737-4972, Mail: ringo.mueller@uni-erfurt.de).Einsendungen werden bis Ende Februar 2021 erbeten.

www.uni-erfurt.de 

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Friedliche Revolution und Mauerfall Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 23 Sep 2020 10:44:50 +0200
Umgang mit Demenz ist eine Gemeinschaftsaufgabe https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/umgang-mit-demenz-ist-eine-gemeinschaftsaufgabe.html Die evangelische Kirche will in ihrer Arbeit in Seelsorge und Gemeinde verstärkt die Interessen von an Demenz erkrankten Personen berücksichtigen. Das gab der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Martin Dutzmann, im Vorwege der Vorstellung der Nationalen Demenzstrategie (NDS) bekannt. „Wir sind sehr dankbar für die Nationale Demenzstrategie. Sie wird hoffentlich die Lebensbedingungen von an Demenz erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen spürbar verbessern und ihnen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verhelfen“, sagte Dutzmann in einer Grußbotschaft für die Vorstellung der NDS am 23. September. „Schon vor Jahren haben wir unter kirchlichen Mitarbeitenden für eine demenzsensible Gemeindearbeit geworben. Die Nationale Demenzstrategie gibt diesen Bemühungen Rückenwind, wenn zum Beispiel Chöre gezielt auf Menschen mit kognitiven Einschränkungen zugehen und sie zum Mitmachen einladen - für ein Zusammenwirken, das allen guttut“, so Dutzmann. „Der Umgang mit Demenz ist eine Gemeinschaftsaufgabe“.
 
Die NDS wird am 23. September durch die Bundesministerinnen Dr. Giffey und Karliczek und Bundesminister Spahn präsentiert.  Damit wird zugleich der offizielle Auftakt zur Umsetzung gegeben.
 
Den Kirchen kommt im Kontakt mit dementiell Erkrankten und deren Angehörigen eine besondere Rolle zu, da sie vom konkreten Miteinander in den Kirchengemeinden über Beziehungen in der Seelsorge bis hin zur Arbeit und der Trägerschaft von diakonischen Einrichtungen Akteurinnen der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen sind.
 
Die für die evangelische Kirche im Rahmen der NDS identifizierten Aufgaben und Herausforderungen liegen ganz auf der Linie des 2013 veröffentlichten EKD-Textes „Wenn die alte Welt verlernt wird: Umgang mit Demenz als gemeinsame Aufgabe“. Unterstrichen wird dies durch die  Veröffentlichungen der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit in der EKD, die auf eine Etablierung von geeigneten Formen der Teilhabe dementiell erkrankter Menschen am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben abzielen.

(EKD)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 23 Sep 2020 10:43:26 +0200
Campanile der Potsdamer Friedenskirche soll ab 2021 saniert werden https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/campanile-der-potsdamer-friedenskirche-soll-ab-2021-saniert-werden.html
Dank des finanziellen Engagements der Hermann-Reemtsma-Stiftung und des TV-Moderators Günther Jauch und seiner Frau seien bereits große Teile der Kosten gesichert, hieß es. Für rund 3,8 Millionen Euro lägen inzwischen verbindliche Förderzusagen vor. Davon komme rund eine Million Euro von der Reemtsma-Stiftung.
Derzeit seien noch rund 500.000 Euro offen, die durch die Spendenkampagne der Deutschen Stiftung Denkmalschutz eingeworben werden sollen, hieß es weiter. Die Sanierungsarbeiten sollen Anfang 2021 beginnen und bis Anfang 2024 abgeschlossen werden.

Das Ensemble der Friedenskirche mit ihrem wenige Meter vom Kirchenschiff entfernt stehenden Glockenturm sei ein großes Meisterwerk der historisierenden Architektur des 19. Jahrhunderts, sagte Vogtherr. König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) habe damit seinerzeit ein Fanal für das christliche Preußen und zur Neutralisierung der Aufklärung setzen wollen. Es sei ein "schöner Treppenwitz der Weltgeschichte", dass sich nun ein demokratisches Gemeinwesen um den Erhalt des Denkmals kümmere, sagte Vogtherr.

Jauch sagte, für ihn sei die Friedenskirche mit schönen persönlichen Erinnerungen verbunden. Bei seinem ersten Besuch in Potsdam Heiligabend 1989 habe er die Friedenskirche als besonders schönes Bauwerk bewundert. Obwohl katholisch, habe er dann in der evangelischen Kirche seine Hochzeit gefeiert, sagte Jauch. Die Hochzeit sei damals kurzfristig verlegt worden, weil Journalisten von dem eigentlich geplanten Hochzeitsort, der Sacrower Heilandskirche an der Havel, erfahren hätten.

Vor fünf Jahren war bereits eine Spendenkampagne zum Auftakt der Sanierung der Friedenskirche gestartet worden. Inzwischen wurden die Arbeiten an den Kirchendächern und die Restaurierung des aus Venedig stammenden rund 800 Jahre alten Apsismosaiks im Kircheninneren abgeschlossen. An der Finanzierung der rund eine Million Euro teuren Arbeiten war ebenfalls die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt.

Das Engagement der evangelischen Kirchengemeinde und die Unterstützung durch private Förderer leisteten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Denkmalensembles, betonte Vogtherr. Nach den Arbeiten am Campanile seien die nächsten Sanierungsschritte unter anderem an der Fassade der Friedenskirche nötig, sagte Bereichsbauleiter Frank Karalus: "Wenn wir den Turm fertig haben, dann geht es weiter."

Die preußische Schlösserstiftung ist Eigentümerin der von 1845 bis 1848 errichteten Friedenskirche. Das nach Plänen des Hofarchitekten Ludwig Persius (1803-1845) gebaute Gotteshaus im Marlygarten von Sanssouci wird von der evangelischen Kirche genutzt. Architektonische Vorlage für die Kirche war ein idealisierter Kupferstich der Basilika San Clemente in Rom. Vorbild des Campanile ist der Glockenturm der römischen Kirche Santa Maria in Cosmedin.

(epd)  ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 23 Sep 2020 10:41:25 +0200
"Churches for Future": Kirchen rufen zum Klima-Aktionstag auf https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/churches-for-future-kirchen-rufen-zum-klima-aktionstag-auf.html Kirchengemeinden und kirchliche Organisationen rufen zur Teilnahme am globalen Klima-Aktionstag und Klimastreik am 25. September auf. Mit Fotos ihrer Turmuhren, die auf "5 vor 12" stehen, forderten Kirchen weltweit mehr Klimagerechtigkeit und ein sofortiges Handeln, betonte das Bündnis "Churches for Future" am Dienstag und erklärte sich solidarisch mit den Anliegen der "Fridays for Future"-Bewegung. Zwar berücksichtige das Konjunktur- und Zukunftspaket infolge der Corona-Krise den Klimaschutz als wichtige Zielsetzung, die klimafreundliche Steuerungswirkung müsse aber noch stärker werden.

Bundesweit beteiligen sich den Angaben zufolge Kirchengemeinden und kirchliche Initiativen am Klimastreik mit Aktionen, Andachten, Gebeten, Glockenläuten oder der Teilnahme an den Demonstrationen. Beim bislang größten globalen Klimastreik am 20. September 2019 waren in Deutschland 1,4 Millionen Menschen auf die Straße gegangen.

"Angesichts der globalen Herausforderungen brauchen wir eine tiefgreifende ökosoziale Veränderung, die die Lebensgrundlage aller schützt und Zivilgesellschaft, Gemeinwohl und Demokratie stärkt", sagte Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier. Laut Sabine Minninger, Referentin für Klimapolitik beim evangelischen Hilfswerk "Brot für die Welt", vermischen sich die Klima- und die Corona-Krise in verschiedenen Entwicklungsländern zu einem toxischen Cocktail. "Hier zeigt sich, wie brutal die eine Krise die andere verstärkt. Sie treffen die Ärmsten und die Verletzlichsten am härtesten und zwingen Familien in extreme Armut."

(epd) 

Churches for Future

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Kirche und Politik Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes News Umweltbüro Startseite Tue, 22 Sep 2020 11:35:25 +0200
Keine Sonntagsöffnung in Berlin am 4. Oktober und 8. November https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/keine-sonntagsoeffnung-in-berlin-am-4-oktober-und-8-november.html Verkaufsstellen im Land Berlin dürfen nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts nicht an den Sonntagen des 4. Oktober und des 8. November 2020 öffnen.

Mit Allgemeinverfügung vom 26. August 2020, veröffentlicht am 4. September 2020, legte die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales zwei Sonntage im zweiten Halbjahr 2020 fest, an denen Verkaufsstellen im öffentlichen Interesse ausnahmsweise zwischen 13:00 bis 20:00 Uhr für das Anbieten von Waren geöffnet sein dürfen. Dabei handelt es sich um den 4. Oktober 2020 zu den Festivitäten zum Tag der Deutschen Einheit und zum Festival „Berlin leuchtet“ sowie den 8. November 2020 zum Abschiedsfest für den Flughafen Tegel, zum „JazzFest Berlin“ und zur „Berlin Science Week. Die Genehmigung zum Offenhalten der Verkaufsstellen an dem jeweiligen Termin gilt unter der Bedingung, dass „die Veranstaltung wie geplant und im analogen Veranstaltungsformat an diesem Termin stattfindet“. Hiergegen wandte sich die Gewerkschaft ver.di.

Die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts hat dem Eilantrag stattgegeben, weil die Allgemeinverfügung offensichtlich rechtswidrig sei.

Soweit die Allgemeinverfügung die Sonntagsöffnungen unter die Bedingung stelle, dass die jeweilige Veranstaltung „wie geplant und im analogen Veranstaltungsformat“ stattfindet, genüge dies nicht dem Bestimmtheitsgebot. Die Veranstaltungen „Jazzfest Berlin“ und „Berlin Science Week“ bestünden nach der aktuellen Planung jeweils aus Einzelveranstaltungen, die pandemiebedingt teilweise digital bzw. virtuell stattfinden sollten. Vor diesem Hintergrund bleibe unklar, ob und in welchem Umfang das „JazzFest Berlin“ und die „Berlin Science Week“ noch den Charakter einer die Sonntagsöffnung rechtfertigenden Präsenzveranstaltung trügen. Die Allgemeinverfügung sei aber auch materiell rechtswidrig. Dabei komme es auf die streitige Frage, ob die sog. „Anlassrechtsprechung“ des Bundesverwaltungsgerichts auf die Rechtslage im Land Berlin anwendbar sei, nicht an. Das öffentliche Interesse an Sonntagsöffnungen nach dem Berliner Ladenöffnungsgesetz setze jedenfalls eine „große“ Veranstaltung voraus, die Bedeutung für Berlin als Ganzes habe. Daran fehle es hier. Die Entscheidung zum Offenhalten von Verkaufsstellen an Sonntagen setze voraus, dass eine Veranstaltung, die „Bedeutung für Berlin als Ganzes“ haben soll, überhaupt stattfinde. Jedenfalls zum Zeitpunkt der Festlegung der Ausnahme müsse eine überwiegende Gewissheit dafür bestehen, dass die Veranstaltung auch durchgeführt werde. Anderenfalls sei eine Prognose zu den erwarteten Besucherzahlen als ein Indiz für die Bedeutung der Veranstaltung schlechthin nicht möglich. Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit fänden in diesem Jahr aber ebenso wenig unter nennenswerter Publikumsbeteiligung statt wie das angegebene Abschiedsfest für den Flughafen Tegel. Vielmehr seien nach der schon im Erlasszeitpunkt geltenden und auch aktuell unveränderten SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin Veranstaltungen unter freiem Himmel mit mehr als 5.000 Personen und (ab 1. Oktober 2020) in geschlossenen Räumen mit mehr als 1.000 Personen gerade verboten. Die Planung für die „Berlin Science Week“ und das „JazzFest Berlin“ seien ebenfalls nach wie vor nicht in ihren Einzelheiten bekannt, pandemiebedingt sei aber diesjährig nur mit einer nur sehr geringen Ausstrahlungswirkung zu rechnen. Schließlich sei das Festival „Berlin leuchtet“ bereits in den Vorjahren nicht als ausreichend für die Annahme einer Sonntagsöffnung angesehen worden. Ein öffentliches Interesse liege schließlich nicht in der Stärkung des Einzelhandels, dem Erhalt von Arbeitsplätzen und dem Gesundheitsschutz. Denn die pandemiebedingte Betroffenheit des örtlichen Einzelhandels könne für jeden Sonntag angeführt werden und begründe daher gerade keinen Ausnahmecharakter vom landesweit geltenden Gebot der Arbeitsruhe an Sonn- und Feiertagen.

Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

Beschluss der 4. Kammer vom 21. September 2020 (VG 4 L 350/20)

(Verwaltungsgericht Berlin)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 21 Sep 2020 14:57:15 +0200
EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm zur Festsetzung der „Sea-Watch 4“ https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/ekd-ratsvorsitzender-bedford-strohm-zur-festsetzung-der-sea-watch-4.html Zur Festsetzung des zivilen Rettungsschiffes „Sea Watch 4 – powered by United4Rescue“ durch die italienischen Behörden im Hafen von Palermo äußert sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, wie folgt:
 
„Mit der Festsetzung der „Sea Watch 4 – powered by United4Rescue“ haben die italienischen Behörden nunmehr das fünfte zivile Seenotrettungsschiff in fünf Monaten blockiert. Einer der Vorwürfe ist, dass zu viele Rettungswesten an Bord seien. Unter dem Vorwand der Schiffssicherheit soll ganz offensichtlich die Rettung von Menschen aus Seenot verhindert werden. Gemeinsam mit mehr als 600, zum Teil internationalen Bündnispartnern von United4Rescue, verurteilen wir diesen unverantwortlichen Akt der Willkür aufs Schärfste und fordern die italienischen Behörden auf: Lasst die Schiffe frei!

Wer Seenotrettung behindert, nimmt billigend in Kauf, dass Menschen ertrinken. Ein Europa, das sich auf christliche Werte beruft, darf das nicht akzeptieren. Die deutsche Ratspräsidentschaft rufen wir auf, ihr Amt zu nutzen, um die italienischen Behörden von dieser unverantwortlichen Schiffsblockierung abzubringen und endlich Druck ausüben, dass eine staatlich organisierte Seenotrettungsmission im Mittelmeer eingesetzt wird, die Menschen in Seenot sicher in Europa anlandet. Die jetzige Politik kostet Menschenleben.“
 
Das Rettungsschiff war im Januar vom Bündnis United4Rescue mit Spendengeldern ersteigert und im Februar in Kiel getauft worden. Ausgangspunkt für die Gründung des Bündnisses war eine auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2019 verabschiedete Resolution, die die EKD und ihre Gliedkirchen aufforderte, selbst ein Schiff zur Seenotrettung im Mittelmeer zu schicken. Nach gründlichen Beratungen hatten Rat und Synode der EKD beschlossen, sich dieser Aufgabe im Rahmen eines breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses zu stellen. Die „Sea-Watch 4“ war Mitte August zu ihrem ersten Einsatz ausgelaufen und hat seitdem 353 Menschen aus Seenot gerettet.

(EKD)

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Kirche und Politik Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 21 Sep 2020 14:55:59 +0200
Theologe Markschies wird Präsident der Berliner Wissenschaftsakademie https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/theologe-markschies-wird-praesident-der-berliner-wissenschaftsakademie.html
Der frühere Präsident der Humboldt-Universität (HU) zu Berlin tritt sein neues Amt als Akademiepräsident am 1. Oktober an. Aufgabe der Akademie ist es nach den Worten des 57-Jährigen, Politik und Gesellschaft zu beraten und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Dies geschehe aktuell im Kontext eines tiefgreifenden Wandels nicht nur im deutschen Wissenschaftssystem.

Daher wolle die Akademie zum Verlassen gewohnter Denkmuster einladen und einen Beitrag zur Aufklärung leisten, sagte Markschies. Die Berliner Akademie sei "die Reformakademie im deutschen Wissenschaftssystem" und wolle dies bleiben. Dazu sollen nach Markschies Worten etwa auch die Grenzen zwischen Mitarbeitenden und Nicht-Mitarbeitenden offener gestaltet werden. Die Häuser in Berlin und Potsdam sollen "ein Marktplatz der Wissenschaft" werden. Auch die internationale Zusammenarbeit solle ausgebaut werden.

Markschies ist seit 2004 Professor für Antikes Christentum an der HU Berlin. Zuvor hatte er Professuren für Kirchen- und Theologiegeschichte in Jena und Heidelberg.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 21 Sep 2020 12:55:53 +0200
Bündnis "Seebrücke" demonstriert für Flüchtlingsaufnahme https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/buendnis-seebruecke-demonstriert-fuer-fluechtlingsaufnahme.html
Das Bündnis "Seebrücke" verwies darauf, dass in Deutschland über 170 Städte und Kommunen bereit seien, sofort Menschen aufzunehmen. Im Land Berlin und in Thüringen gebe es zudem eigene Landesaufnahmeprogramme für die Flüchtlingsaufnahme. Bremen wolle sich in Kürze anschließen. "Unsere Kommunen, unsere Städte, unsere Landkreise, unsere Kirchengemeinden - unsere Zivilgesellschaft will Menschen aufnehmen", hieß es. All diese Initiativen würden von der Bundesregierung jedoch blockiert, kritisierte "Seebrücke".

"Zehntausende Menschen müssen seit Jahren in völlig überfüllten Lagern, in Dreck und Hoffnungslosigkeit auf den ägäischen Inseln ausharren", hieß es weiter. Und: "Wir sind entsetzt, dass die EU die neueste Eskalation in Moria trotz vielfacher Warnungen hat geschehen lassen." Das Bündnis warf der Politik vor, "die unmenschlichen Bedingungen in den Lagern an den europäischen Außengrenzen" bewusst zu wollen. "Wenn die Regierung nach dem Covid-19-Ausbruch alle deutschen Tourist*innen über Nacht evakuieren konnte, kann sie das Gleiche für alle Menschen aus Moria tun", hieß es in dem Demonstrationsaufruf weiter.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sun, 20 Sep 2020 21:33:29 +0200
Pfarrer-Trio übernimmt vakante Stellen in Spremberg https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/pfarrer-trio-uebernimmt-vakante-stellen-in-spremberg-1.html In der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gehen drei junge Pfarrerinnen und Pfarrer neue Wege. Das Trio hat als Team zwei seit längerem unbesetzte Pfarrstellen in Spremberg im Süden Brandenburgs übernommen, teilte die Landeskirche in Berlin mit. Die drei hätten sich während der Ausbildung in Wittenberg kennengelernt und beschlossen, als Team weiter zusammen zu arbeiten. Am Samstag sollten sie in der Oberkirche St. Nikolai in Cottbus von Bischof Christian Stäblein und Generalsuperintendentin Theresa Rinecker ordiniert werden.

Die neuen Pfarrerinnen Elisabeth Schulze und Jette Förster wohnen den Angaben zufolge zusammen in Spremberg. Der neue Pfarrer Lukas Pellio habe eine halbe Stelle vor Ort, wohne die andere Hälfte der Zeit in Berlin und kümmere sich dort um seine beiden Kinder. Seine Frau ist den Angaben zufolge ebenfalls Pfarrerin mit einer halben Stelle in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sun, 20 Sep 2020 14:17:52 +0200
Bündnis "Seebrücke" plant Demonstration für Flüchtlingsaufnahme https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/buendnis-seebruecke-plant-demonstration-fuer-fluechtlingsaufnahme.html
Das Bündnis verwies darauf, dass in Deutschland über 170 Städte und Kommunen bereit seien, sofort Menschen aufzunehmen. Im Land Berlin und in Thüringen gebe es zudem eigene Landesaufnahmeprogramme für die Flüchtlingsaufnahme. Bremen wolle sich in Kürze anschließen. "Unsere Kommunen, unsere Städte, unsere Landkreise, unsere Kirchengemeinden - unsere Zivilgesellschaft will Menschen aufnehmen", hieß es. All diese Initiativen würden von der Bundesregierung jedoch blockiert, kritisierte "Seebrücke".

"Zehntausende Menschen müssen seit Jahren in völlig überfüllten Lagern, in Dreck und Hoffnungslosigkeit auf den ägäischen Inseln ausharren", hieß es weiter. Und: "Wir sind entsetzt, dass die EU die neueste Eskalation in Moria trotz vielfacher Warnungen hat geschehen lassen."

Das Bündnis warf der Politik vor, "die unmenschlichen Bedingungen in den Lagern an den europäischen Außengrenzen" bewusst zu wollen. "Wenn die Regierung nach dem Covid-19-Ausbruch alle deutschen Tourist*innen über Nacht evakuieren konnte, kann sie das Gleiche für alle Menschen aus Moria tun", hieß es in dem Demonstrationsaufruf weiter.

(epd) 

Info
Die Demonstration startet am Sonntag um 14 Uhr in Berlin am Wittenbergplatz in Berlin-Schöneberg.
Demonstrationsaufruf: https://seebruecke.org/events/moria-brennt-grossdemo/ ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 18 Sep 2020 12:24:43 +0200