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Erstellung eines Klimaschutzkonzepts für die EKBO

Die Landessynode – als höchstes Beschlussorgan der EKBO – hat bei der Herbsttagung im November 2014 beschlossen, dass die Landeskirche ein Klimaschutzkonzept erstellen lassen soll. Auf der Frühjahrssynode 2017 wurde das erarbeitete Konzept angenommen und muss nun umgesetzt werden.

Das Klimaschutzkonzept wurde von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST), Heidelberg, und der oki. Architekten Gesellschaft, Berlin, erarbeitet. Gefördert wird das Konzept durch Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Das Konzept sieht eine Reduktion der CO2-Emissionen der Landeskirche um 15% bis 2020 und um 85% bis 2050, jeweils im Vergleich zu 2015, vor. Konkret bedeutet das, Emissionen in Höhe von 85.500 Tonnen (2015) auf ca. 12.800 Tonnen zu senken.

Um den CO2-Ausstoß der Landeskirche zu ermitteln, wurden die Strom- und Heizenergieverbräuche anhand einer repräsentativen Anzahl von Immobilien ermittelt, die Mobilität einzelner Gruppen von Mitarbeitenden erfragt und die Beschaffung von Verwaltungen und Kirchengemeinden anhand ausgewählter Produkte zusammengestellt. Am Ende dieser Erhebung wurden die Ergebnisse zu einer Gesamtbilanz hochgerechnet.

Maßnahmenkatalog

Es wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der eine Übersicht über die wichtigsten bereits durchgeführten Klimaschutzmaßnahmen und deren Wirkungen sowie über neue kurz- und mittelfristig mögliche Klimaschutzmaßnahmen enthält. Ein Vergleich von aktuellen Gesamtkosten mit zukünftig zu erwartenden Gesamtkosten nach Umsetzung der Maßnahmen soll mögliche Kosteneinsparungen aufzeigen. Für die Maßnahmen, die kurz-, mittel- und langfristig umgesetzt werden sollen, wurde eine Kurzdarstellung mit folgenden Inhalten erarbeitet:

  • Beschreibung der Maßnahme
  • Zielsetzung der Maßnahme
  • Zielgruppe / Akteure
  • Priorität
  • Energie- und CO2-Einsparung
  • Geschätzter Aufwand / Kosten
  • Erfolgsindikatoren
  • Zeithorizont

 

Öffentlichkeitsarbeit

Eine effektive Öffentlichkeitsarbeit gehört mit zum Konzept. So soll es in der EKBO verbreitet werden, um die nachhaltige Wirkung des Prozesses zu steigern und die Ergebnisse nicht nur im kirchlichen Bereich, sondern auch bei der Bevölkerung insgesamt bekannt zu machen. Im Blick auf eine Weiterentwicklung eines Bewusstseins für ein schöpfungsbewahrendes Verhalten ist eine kontinuierliche und offensive Öffentlichkeitsarbeit als begleitendes Instrument unerlässlich.

 

Beantragung von Klimaschutzmanager/innen

Um die Maßnahmen umsetzen zu können, beantragt die Landeskirche drei Klimaschutzmanager/innen bei der "Nationalen Klimaschutzinitiative".

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.

 

Laufzeit: 01.10.2015 bis 31.03.2017

Förderkennzeichen: 03K01868

BMUB

Projekträger Jülich

Letzte Änderung am: 02.05.2017