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Radiokirchen – Kirche für Ausgeschlafene

Unter dem Motto „Kirche für Ausgeschlafene“ startet die Evangelische Rundfunkarbeit zum Jahresbeginn ein besonderes Format im Rahmen ihrer sonntäglichen Gottesdienstübertragungen im rbb Kulturradio. Ab Januar 2018 gehen in der EKBO fünf sogenannte „Radiokirchen“ an den Start. Aus ihnen werden regelmäßig Gottesdienste mit besonderen Themenschwerpunkten und Klängen übertragen. An den übrigen Sonntagen im Jahr werden die Gottesdienste weiterhin im Wechsel mit der katholischen Kirche und der Vereinigung Evangelischer Freikirchen aus Kirchengemeinden aus allen Teilen des Sendegebiets übertragen. 

Mit den Radiokirchen will die Rundfunkbeauftragte der EKBO, Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit, einen neuen Akzent setzen – und für mehr Qualität sorgen. „Gottesdienst im Radio funktioniert anders als in der Kirchenbank: weniger Wort, mehr Musik – und natürlich: gute Stimmen! In den Radiokirchen haben wir Menschen, die das in besonderer Weise mitbringen, die gerne professionell und öfter Gottesdienste fürs Radio machen!“

Zu den Radiokirchen zählen neben der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, die St. Nikolaikirche Lübbenau im Spreewald, die Dorfkirche Wildenbruch südlich von Berlin, die Gethsemanekirche im Prenzlauer Berg sowie die Friedenskirche der Baptisten in unmittelbarer Nachbarschaft der Deutschen Oper Berlin. „Damit bringen wir die Vielfalt unserer Kirche in Berlin und Brandenburg zum Klingen“ freut sich die Rundfunkbeauftragte: „von der kleinen Dorfkirche bis zur Citykirche, vom Bläserchor im Spreewald bis zur Jazzformation oder dem Opernorchester im Berliner Hinterhof.“

In seinem Grußwort zum Start der Radiokirchen schreibt Bischof Markus Dröge: „Ich danke allen Gemeinden, die Ihre Kirchentüren für eine Übertragung ganz weit öffnen: Rund 43000 Hörerinnen und Hörer werden Sonntag für Sonntag Teil einer großen Radiogemeinde. Sie werden berührt und getröstet, schöpfen Kraft und Hoffnung, und sie freuen sich, Teil der Gemeinschaft, nicht allein zu sein.“

Die erste Gottesdienstübertragung aus einer Radiokirche kam am 7. Januar 2018 aus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, deren Innenraum vom Licht der blauen Glasfenster bestimmt wird. Das passende Thema zum Ausklang der Weihnachtszeit war: Licht – in den Farben des Jazz. (Hier zum Nachhören.) 

„Für viele Menschen ist der Radiogottesdienst wichtig, weil sie selber den Weg in eine Kirche nicht schaffen. Also kommen wir als Kirche zu ihnen ins Haus!“ berichtet Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit. Aber auch Familien mit Kindern würden sich freuen, wenn sie stressfrei und manchmal auch im Schlafanzug am Gottesdienst teilnehmen können. „Und immer wieder erreichen wir auch Menschen, die sich einfach nicht in eine Kirche trauen. Bei uns kann man kommen und gehen, wie man möchte. Da ist die Schwelle niedriger!“ 

Hier das Grußwort von Bischof Markus Dröge zu den Radiokirchen.

Einen kleinen Eindruck aus der Friedenskirche der Baptisten bekommen Sie hier.

Mehr Infos zu den Radiokirchen finden Sie beim Rundfunkdienst der EKBO

Auch die Wochenzeitung die-kirche hat über die Radiokirchen berichtet.

Letzte Änderung am: 10.01.2018