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Kirche & Sport

Jedes Wochenende besuchen in Deutschland mehr Menschen einen evangelischen Gottesdienst als die Spiele der ersten Fußball-Bundesliga. Und das Beste ist: Das eine schließt das andere nicht aus. Kirche und Sport haben sogar einige Gemeinsamkeiten: Hier wie da ist man mit Leidenschaft und als ganzer Mensch bei der Sache. Und beide leben von der Gemeinschaft.

Die evangelische Kirche zeigt sportlichen Einsatz, wenn große Ereignisse ihr Publikum in Atem halten: natürlich beim Fußball, zu den Olympischen Spielen oder den Paralympics. Sportbeauftragte der Kirche, salopp gerne "Sportpfarrer" genannt, sind dabei, wo gejubelt und gelitten wird, wenn Menschen an ihr Limit gehen um sich sportlich selbst zu übertreffen. Mit Stadionkapellen, wie auf der Schalker Arena oder im Berliner Olympiastadion, ist die Kirche präsent in einem für viele Fans und Sportbegeisterte ganz wichtigen Lebensbereich. Im Hintergrund der Wettkampfbahnen und jenseits der Eckfahnen bietet sie Raum für Andacht und Einkehr – hier werden Paare getraut, Kinder oder auch Erwachsene mit der Taufe in die christliche Gemeinschaft aufgenommen.

Konfi-Cup und kickende Pfarrer

Und schließlich wird auch in der Kirche Sport getrieben – nicht zwischen Bank und Kanzel, aber von ihren Mitgliedern und Amtsträgern. So treten beim Konfi-Cup landeskirchenweit Konfirmandengruppen auf dem Fußballplatz gegeneinander an. Und nicht selten findet sich zu besonderen Anlässen eine Mannschaft kickender Pfarrer, die den Talar gegen das Trikot tauschen und Bälle passen statt zu predigen.

Im Sport erleben Menschen Vitalität und ihre Stärken, aber auch Enttäuschungen und ihre Grenzen. Wenn es um persönliche Rekorde geht, um Herausforderung und Sieg, ist der ganze Mensch am Start, als Einheit von Leib, Seele und Geist. Im Sport können wir uns als Geschöpfe erleben und unseren Körper als ein Geschenk Gottes. Aber auch die Balance von Ehrgeiz und fairem Miteinander wird hier eingeübt – der Teamgeist weht nicht nur, wo er will, er lebt vom gegenseitigen Respekt und dem Spaß in der Gemeinschaft.

Arbeitskreis Kirche und Sport der EKD

Die Kirche begleitet diesen Lebensbereich mit Fürsorge und mit sportlicher Leidenschaft schon seit 1964 im Arbeitsbereich Kirche und Sport. Seit 2008 gibt es den Arbeitskreis Kirche und Sport der EKD unter dem Vorsitz des Sportbeauftragten des Rates der EKD. Er ist offen für ökumenische Zusammenarbeit und hält guten Kontakt mit den Gruppierungen des Sports auf den verschiedenen Ebenen. So will der Arbeitskreis Kirche und Sport

  • christliches Leben im Sport fördern,
  • Christen zu sportlichem Leben anregen und begleiten,
  • daran erinnern, dass wir Menschen ein Ganzes aus Leib und Seele sind,
  • der Bedeutung und den Funktionen des Sports in christlicher Verantwortung gerecht werden.


Weitere Informationen:
Evangelische Sportarbeit Berlin-Brandenburg e.V (ESBB)

WM 2014 in Brasilien