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Landessynode: Dialog der Religionen an Schulen lernen

14.04.2018

Kirchenparlament beschließt Erklärung zum Thema Frieden mit den Religionen

Berlin, 14. April 2018 – Die Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat auf ihrer Frühjahrstagung eine Erklärung zu ihrem Tagungsthemen „In Frieden mit den Religionen“ beschlossen. Sie ruft darin die Landesregierungen in Berlin, Brandenburg und Sachsen auf, „den jüdischen, christlichen und muslimischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen zu fördern, damit der Dialog an den Schulen gelernt wird.“ Das Kirchenparlament ermutigt zudem darin die Gemeinden, Einrichtungen, Kirchenkreise und Werke auf, „kirchliche Räume und Gelegenheiten für den offenen Austausch anzubieten und sich selbst als aktive Partnerinnen im interkulturellen und interreligiösen Dialog zu verstehen.“

In ihrer Erklärung betont die Landessynode ihre Dankbarkeit dafür, dass die Menschen der verschiedenen Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen in Berlin, Brandenburg und Sachsen weitgehend friedlich zusammenleben. „Mehr als 300 Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften gestalten ihr religiöses und spirituelles Leben neben- und miteinander und bilden eine große Vielfalt ab.“

Zugleich sind sich die Kirchenparlamentarier darüber bewusst, „dass in allen Religionsgemeinschaften und Weltanschauungen die Gefahr des Missbrauchs für eigene und politische Zwecke sowie fundamentalistische Verengungen gibt.“ Deshalb begrüßt sie alle Initiativen der ökumenischen und interreligiösen Zusammenarbeit.

Die Landessynode sieht aber den Frieden zwischen den Religionen durch bestehende Konflikte in der Gesellschaft auch in Frage gestellt. Dazu zählen Aggressionen gegen glaubensverschiedene Schülerinnen, Schüler und Jugendliche sowie Antisemitismus, “ebenso wie ausgrenzende und diffamierende Einstellung gegenüber Religionsgemeinschaften, insbesondere gegenüber Musliminnen und Muslimen”.


Letzte Änderung am: 08.02.2016