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RSSPrint

Evangelische Kirche eröffnet Zentrum für Lausitz-Dialog

08.09.2017

Die evangelische Kirche begleitet den Strukturwandel in der Braunkohleregion Lausitz künftig mit einer eigenen Einrichtung.

Cottbus (epd). Die evangelische Kirche begleitet den Strukturwandel in der Braunkohleregion Lausitz künftig mit einer eigenen Einrichtung. Das "Zentrum für Dialog und Wandel" (ZDW) in Cottbus habe Anfang September die Arbeit aufgenommen, teilte die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Freitag in Cottbus mit. Dafür stellt die Landeskirche auf Beschluss ihres Kirchenparlaments in den kommenden Jahren insgesamt 600.000 Euro zur Verfügung. Weitere 150.000 Euro kommen von den evangelischen Kirchenkreisen Cottbus, Niederlausitz, Schlesische Oberlausitz und Senftenberg-Spremberg.

Die gemeinsame Einrichtung der Landeskirche und ihrer vier Lausitzer Kirchenkreise soll als Plattform zur Verständigung der verschiedenen Akteure in der Region dienen. Geplant sind sogenannte Dialogformate und Zukunftswerkstätten, die sich aus der genauen Wahrnehmung der Situation und aus den Gesprächen mit Menschen, die in der Lausitz leben und für die Lausitz arbeiten, entwickeln. Dazu werden auch die kirchlichen Partnerbeziehungen vor allem nach Polen und Tschechien einbezogen.

Die Herausforderungen in der Lausitz angesichts des bereits lange währenden Strukturwandels seien "riesig, aber kein Grund zur Resignation", betonte der Görlitzer Generalsuperintendent Martin Herche: "Ich bewundere alle, die sich mit Herz und Verstand für die Gestaltung einer guten Zukunft in der Region einsetzen." Die Kirche wolle das Engagement der Menschen in der Region unterstützen und sich mit dem neuen Zentrum "profiliert in diesen Gestaltungsprozess einbringen".

Leiter der Einrichtung ist Pfarrer Burkhard Behr, der am 29. September um 15 Uhr in der Oberkirche St. Nikolai in Cottbus feierlich in sein Amt eingeführt werden soll.

Letzte Änderung am: 17.02.2017