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Mission
 
Seit ihren Anfängen ist die Kirche zu den Menschen gesandt. Sie ist von ihrem Wesen her missionarisch, sie hat die Aufgabe, das Evangelium unter die Leute zu bringen. Jesus Christus selbst hat der Kirche diesen Auftrag gegeben (Matthäusevangelium 28, 18-20). Mission ist immer eine auf Außenorientierung angelegte Grenzüberschreitung. Das Evangelium wird in andere kulturelle und religiöse Zusammenhänge getragen und stellt sich neuen Herausforderungen.
 
Mission heißt heute, die Liebe Gottes, die uns in Jesus Christus begegnet, allen Menschen nahezubringen. Sie lädt ein zum Glauben und zur Taufe und in die Gemeinschaft der Kirche. Mission ist ein respektvoller Dialog, achtet die Überzeugungen anderer und weist auf die biblische Verheißung der freien Gnade Gottes hin. Menschen ohne kirchliche Bindung sind genauso angesprochen wie Menschen, die die Kirche verlassen haben.

Das Erscheinungsbild von Gemeinden wie einzelne Christenmenschen und das, was sie für andere tun, haben Einfluss darauf, Menschen für den christlichen Glauben zu interessieren und zu gewinnen. Vielfältige missionarische Initiativen werden in unserer Kirche gefördert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der »Missionarischen Dienste« beraten und begleiten Gemeinden, Kirchenkreise und Werke in ihrer missionarischen Praxis.
 

Infos zu "Fonds missionarischer Aufbruch"
 


Ökumene

Das Wort "ökumenisch" geht auf den griechischen Begriff "oikoumene" zurück und bedeutet "die bewohnte Erde". Mit Ökumene ist der weltweite Dialog und die Gemeinschaft verschiedener christlicher Kirchen gemeint. Aus der urchristlichen Gemeinde sind im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Kirchen entstanden. Als Grundlage haben sie alle den Glauben an den einen Gott, den die Bibel bezeugt, setzen jedoch unterschiedliche theologische Akzente. Die Ökumene bemüht sich um die sichtbare Einheit in Zeugnis und Dienst, nicht unbedingt die Aufhebung aller Unterschiede.

Die Landeskirche unterhält eine Vielzahl von Partnerschaftsbeziehungen zu Kirchen, Gemeinden und christlichen Einrichtungen in anderen Ländern. Damit verbindet sich die Erfahrung, Teil der einen weltweiten Christenheit zu sein. Zugleich greift sie Themen und Anliegen aus der weltweiten Ökumene auf und beteiligt sich an ökumenischen Aktionen wie der vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) ausgerufenen Dekade zur Überwindung von Gewalt.

In der Perspektive eines »gemeinsamen europäischen Hauses« gewinnen die Partnerschaften mit Kirchen in Europa eine besondere Bedeutung. Dazu gehören die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen, insbesondere die Diözese Breslau, die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder in Tschechien und in der Slowakei sowie evangelisch-lutherische Gemeinden im Wolgagebiet, aber auch die lutherische Diözesen Göteborg in Schweden sowie die anglikanischen Diözesen London und Chichester in England.