Alle Menschen sind eingeladen - zum Gottesdienst
Der Gottesdienst verbindet Menschen, die an einem Ort miteinander leben, zu einer feiernden Gemeinschaft. Er lebt einerseits aus den jahrhundertealten Traditionen des Glaubens und andererseits von den Menschen, die ihn feiern und gestalten. Im Zentrum des Gottesdienstes steht die Feier der Gegenwart Gottes. Ihm begegnen wir, wenn wir auf Worte aus der Bibel hören, miteinander das Heilige Abendmahl feiern, singen und beten. In der Predigt wird die Botschaft der Bibel für die Zeit, in der wir heute leben, ausgelegt. Der Gottesdienst schließt mit dem Zuspruch des Segens, mit dem Gott uns begleitet.
Die Gemeinden feiern in Verbundenheit mit der weltweiten Christenheit und der Gemeinschaft der Kirche aller Zeiten an Sonn- und Feiertagen regelmäßig öffentliche Gottesdienste. In Stadtgemeinden finden Sonntagsgottesdienste wöchentlich, auf dem Land häufig in Abständen von zwei bis vier Wochen statt. Die Mehrzahl sind am Kirchenjahr orientierte Vormittagsgottesdienste, die nach einer festen Form (Liturgie) verlaufen.
Daneben nehmen die Gemeinden vielfältige Anlässe und Formen wahr, um Gottesdienst zu feiern:
- zum Beispiel zielgruppenorientierte Gottesdienste mit besonderen Gestaltungselementen (Jugendgottesdienste, Taizé-Gottesdienste, Thomasmessen, Gottesdienste zum Weltgebetstag der Frauen und andere). Einen festen Platz im Gemeindeleben haben insbesondere Kinder- und Familiengottesdienste, die an vielen Orten fest in den Rhythmus der Sonntagsgottesdienste eingefügt sind.
- Gottesdienste im Lebensrhythmus (zum Beispiel Taufe, Konfirmation und ihre Jubiläen, Trauung und ihre Jubiläen, Beerdigung, Einschulung) und im Rhythmus des Jahres sowie des Kirchenjahres (zum Beispiel Erntedankfest, Heiligabend, Jahreswechsel, Karfreitag, Ostern).
- Gottesdienste an besonderen Orten (zum Beispiel Gottesdienst im Grünen, auf öffentlichen Plätzen und an Urlaubs- und Freizeitorten wie zum Beispiel Campingplätzen).
- Gottesdienste anlässlich besonderer Ereignisse, die die Öffentlichkeit bewegen.
Der Gottesdienst
Ein Leitfaden durch die Liturgie von Ilsabe Seibt und Martin Evang
Die Gestaltung des Gottesdienstes
Der Gottesdienst hat eine feste Form. Sie ermöglicht es auch religiös Ungeübten mitzufeiern.
Das Abendmahl
Seit ihren Anfängen feiert die Christenheit das Abendmahl. Das Essen und Trinken von Brot und Wein erinnert an das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern.
Das Evangelische Gesangbuch
Lieder sind ein fester Bestandteil von Gottesdiensten. Das Evangelischen Gesangbuch bietet eine große Auswahl. Es ist sozusagen das Standardwerk des evangelischen Kirchengesanges, aber es ist nicht das einzig denkbare Liederbuch.

Heidelberger Katechismus