Diakonie - gesellschaftliche und soziale Verantwortung der Kirche
Christen leben mitten in der Gesellschaft, sind Teil von ihr und gestalten sie mit. Es gehört zum Wesen des christlichen Glaubens, sich für die fernen und nahen Nächsten und für die Schöpfung Gottes einzusetzen. Darum gibt es vielfältige christliche Initiativen und Aktionen für ein besseres Miteinander, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.
Das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist der evangelische Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege. Der Ursprung des Diakonischen Werkes geht auf das Jahr 1848 zurück. Damals gründete Johann Hinrich Wichern den »Centralausschuß für die innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche «. In diesem Werk fanden sich evangelische Einrichtungen zusammen, um Not leidenden Menschen zu helfen.
Einhundert Jahre später gründeten evangelische Christen, die die Wunden des Zweiten Weltkrieges heilen wollten, das Hilfswerk der Evangelischen Kirche. Innere Mission und Hilfswerk wurden zum Diakonischen Werk zusammengeführt. Die Arbeit des Diakonischen Werkes ist heute so notwendig wie früher. Die Not hat zwar ein anderes Gesicht bekommen, doch geblieben sind Menschen, die unserer Hilfe bedürfen.
In den 437 Mitgliedsorganisationen des DWBO arbeiten heute über 52.000 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 1.420 Einrichtungen sozialer Dienstleistungen. Sie helfen mit Wort und Tat, z. B. in Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege, der Behindertenhilfe, in Krankenhäusern, in Kurzzeitpflege- und Tagespflegeeinrichtungen, aber auch in der Telefonseelsorge und Bahnhofsmission. Erziehungs-, Familien,- Ehe- und Lebensberatungsstellen sind in der ganzen Landeskirche auf kurzem Wege zu erreichen. Darüber hinaus bestehen Schuldnerberatungen und Angebote für Migrantinnen und Migranten. Hospize, Frauenhäuser, Dienste der Suchtkrankenhilfe und psychosoziale Hilfen ergänzen das umfassende Angebot der Regionalen Diakonischen Werke in der EKBO.
Unterstützt wird die Arbeit des DWBO und der Mitgliedsorganisationen durch eine große Zahl von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bekannte diakonische Einrichtungen sind nicht nur das von Johann Hinrich Wichern gegründete Evangelische Johannesstift in Berlin-Spandau. Dazu gehören auch die Stephanus-Stiftung in Berlin-Weißensee, das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin, das Martinshof Rothenburg Diakoniewerk, die Hoffbauer-Stiftung in Potsdam-Hermannswerder, das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk, die Fürst Donnersmarck-Stiftung, die Paul Gerhardt Diakonie und die Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal bei Bernau.
Das Diakonische Werk und das Berliner Missionswerk ebenso wie der Beauftragte für Migration und Integration der Landeskirche und die Evangelische Flüchtlingsseelsorge beraten und unterstützen Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Regionale Diakonische Werke in ihrer Aufgabe, für Flüchtlinge, Asylsuchende und Aussiedler da zu sein. Dieser Einsatz ist vor dem Hintergrund fremdenfeindlicher Übergriffe besonders dringlich. Beispielsweise hat die Diakonie die Trägerschaft eines Übergangswohnheimes für Flüchtlinge und Aussiedler in Fürstenwalde übernommen. Die Flüchtlingsseelsorge engagiert sich intensiv für Aussiedler im zentralen Aufnahmelager in Peitz bei Cottbus.
Anschriften:
[#diakonie#dwbo#de#], www.dwbo.de
Kirchenrätin Susanne Kahl-Passoth, Tel.: 030 820971-58, Fax.: 030 820971-26
[#franke.g#dwbo#de#]
[#lafim#lafim#de#], www.lafim.de
[#lafim#lafim#de#], www.lafim.de
Pfarrer Matthias Fiedler
[#lafim#lafim#de#], www.lafim.de
[#lafim#lafim#de#], www.lafim.de
Pfarrer Matthias Fiedler
Die Diakonie und ihr Arbeitsrecht
DienstnehmerInnen und DienstgeberInnen gestalten Dienstgemeinschaft
Evangelische Krankenhäuser
In Berlin und Brandenburg gibt es 27 evangelische Krankenhäuser und 16 stationäre Pflegeeinrichtungen. Sie sind Experten für Leib und Seele. In Ihnen wird jeder Mensch als besonderes Geschöpf Gottes wahrgenommen.
Christliche Hospizarbeit
Hospize unterstützen sterbende Menschen und ihre Familien und begleiten sie so, dass die Sterbenden ihr Leben solange wie möglich in eigener Verantwortung und nach eigenen Wünschen gestalten können. Begleitung im Sterben heisst Hilfe zum Leben - zum Leben bis zuletzt. Es ist mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren, menschliches Leben zu verkürzen.
Christliche Patientenvorsorge
Die Kirchen in Deutschland haben im Februar 2011 eine "Christliche Patientenvorsorge" ausgearbeitet. Mit dem Dokument wollten sie einen Weg zwischen unzumutbarer Lebensverlängerung und nicht verantwortbarer Lebensverkürzung aufzeigen.
"Gott sei Dank, es gibt den Sonntag"
Das Bundesverfassungsgericht hat die Sonntagsruhe gestärkt. Berliner Geschäfte dürfen vom Jahr 2010 an nicht mehr an allen vier Adventssonntagen öffnen. Die Berliner Regelung von 2006, die eine Ladenöffnung an insgesamt zehn Sonntagen im Jahr erlaubt, verstößt gegen den Sonntagsschutz des Grundgesetzes, urteilte das höchste deutsche Gericht am Dienstag in Karlsruhe. Zudem werde das Recht auf Religionsfreiheit verletzt.
Armut
Viele Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche engagieren sich gegen Armut. Gemeinden unterhalten Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose oder sie beteiligen sich an der Initiative Laib und Seele. Die Evangelische Kirche engagiert sich zudem seit mehr als 50 Jahren mit ihrer Aktion "Brot für die Welt" für die Ärmsten der Armen.
Menschen mit Behinderungen
Im Bereich der Landeskirche findet sich eine Vielzahl von evangelischen Einrichtungen der Behindertenhilfe. Der Verband Evangelischer Behindertenarbeit Berlin-Brandenburg e.V. (VEBA e.V.) ist der Zusammenschluss von 49 Trägern, die im Bereich der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen tätig sind.

Heidelberger Katechismus