Zivilcourage verdient Anerkennung. Deshalb gibt es das Band für Mut und Verständigung, eine Auszeichnung für beispielhaftes Handeln gegen Fremdenfeindlichkeit.
Es wird jährlich verliehen – einmal für spontanes, mutiges Eingreifen, wenn jemand aus rassistischen Gründen bedroht oder angegriffen wurde, und einmal für ehrenamtliches Engagement im Bereich der interkulturellen Verständigung.
Wir bitten Sie um Vorschläge: Wer hätte Ihrer Meinung nach in diesem Jahr (2009) das Band für Mut und Verständigung verdient? Und wofür? Was hat sie oder er geleistet?
Sie können Einzelpersonen, Gruppen oder Initiativen aus Berlin und Brandenburg vorschlagen.
Reichen Sie Ihre Vorschläge bis spätestens 01.03.2010 ein unter
www.respekt.dgb.de> Ausschreibung für das „Band für Mut und Verständigung“ 2010.
Das Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit.
Im September 1991 greifen Neonazis in Hoyerswerda Ausländer und deren Wohnungen an. Der erste rassistische Pogrom der Nachkriegszeit veranlasst den DGB, Landesbezirk Berlin-Brandenburg, gemeinsam mit den gesellschaftlichen Kräften in Berlin und Brandenburg das „Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit“ zu gründen.
Am 16. Oktober 1991 rufen seine Mitglieder im Berliner Rathaus „zur Wiederherstellung des inneren Friedens und zur Wahrung der Würde aller Menschen“ auf.
Seitdem wirbt das Bündnis durch verschiedene Aktivitäten für mehr Toleranz in der Gesellschaft – zum Beispiel durch die Plakatkampagne „Gewalt? Halt!“ und „Mehr Mut wäre gut“, durch Kundgebungen und Schweigemärsche oder auch durch die Aktion „So funktioniert Zivilcourage“. Seit 1993 wird außerdem einmal pro Jahr das „Band für Mut und Verständigung“ verliehen – ein Preis für Bürgerinnen und Bürger, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit und für die interkulturelle Verständigung stark gemacht haben.