Selbstverständnis der Diakonie

Im DWBO arbeiten heute fast 50.000 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 1.100 Einrichtungen der rund 400 Mitgliedsorganisationen. Dazu kommt eine große Zahl von Ehrenamtlichen. Sie helfen mit Wort und Tat in Seniorenheimen und Einrichtungen der Behindertenhilfe, in Ausbildungs- und Kindertagesstätten, in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen.
Erziehungs-, Familien,- Ehe- und Lebensberatungsstellen sind in der ganzen Landeskirche auf kurzem Wege zu erreichen. Darüber hinaus bestehen Schuldnerberatungen und Angebote für Migrantinnen und Migranten. Diakoniestationen, Hospize, Frauenhäuser, Dienste der Suchtkrankenhilfe und psychosoziale Hilfen ergänzen das umfassende Angebot der Regionalen Diakonischen Werke in der EKBO.
Bekannte diakonische Einrichtungen sind nicht nur das von Johann Hinrich Wichern gegründete Evangelische Johannesstift in Berlin-Spandau. Dazu gehören auch die Stephanus-Stiftung in Berlin-Weißensee, das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin, das Diakoniewerk Martinshof in Rotenburg, die Hoffbauer-Stiftung in Potsdam-Hermannswerder, das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk, die Fürst Donnersmarck-Stiftung, der Verein zur Errichtung Evangelische Krankenhäuser und die Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal bei Bernau.
Das Diakonische Werk und das Berliner Missionswerk ebenso wie der Ausländerbeauftragte der Landeskirche und die Evangelische Flüchtlingsseelsorge beraten und unterstützen Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Regionale Diakonische Werke in ihrer Aufgabe, für Flüchtlinge, Asylsuchende und Aussiedler da zu sein. Dieser Einsatz ist vor dem Hintergrund fremdenfeindlicher Vorgänge besonders dringlich. Beispielsweise hat das Regionale Diakonische Werk in Fürstenwalde/Spree die Trägerschaft eines Übergangswohnheims für Flüchtlinge und Aussiedler übernommen. Die Flüchtlingsseelsorge engagiert sich intensiv für Aussiedler im zentralen Aufnahmelager in Peitz bei Cottbus.
Geschichte
Damals gründete Johann Hinrich Wichern den »Centralausschuß für die innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche«. In diesem Werk fanden sich evangelische Einrichtungen zusammen, um Not leidenden Menschen zu helfen. Einhundert Jahre später gründeten evangelische Christen, die die Wunden des Zweiten Weltkrieges heilen wollten, das Hilfswerk der Evangelischen Kirche. Innere Mission und Hilfswerk wurden zum Diakonischen Werk zusammengeführt.
Die Arbeit des Diakonischen Werkes ist heute so notwendig wie früher. Die Not hat zwar ein anderes Gesicht bekommen. Doch geblieben sind Menschen, die unserer Hilfe bedürfen: Einsame und Kranke, elternlose Kinder und alte Menschen, Behinderte und Flüchtlinge, Jugendliche und Beratung Suchende. Sie alle brauchen Unterstützung, Rat und Zuspruch ebenso wie materielle Hilfen.

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