„Aktion Sühnezeichen“ bekommt neuen Geschäftsführer
16. Februar 2012. Berlin (epd). Der Historiker und Sozialwissenschaftler Rainer Ohliger wird neuer Geschäftsführer der „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“. Der 44-Jährige übernimmt die neue Aufgabe am 1. Mai, wie die evangelische Organisation am Mittwoch in Berlin mitteilte. Ohliger folgt auf den Theologen Christian Staffa, der das Amt nach 13 Jahren aufgibt.
Ohliger war zuletzt Vorstand und Projektleiter des Netzwerkes Migration in Europa, das er im Jahr 2001 mitgegründet hat. Zuvor war er stellvertretender Direktor für die europäische Abteilung der Nichtregierungsorganisation „Humanity in Action“. Er hat in Freiburg und Michigan studiert.
Die 1958 gegründete Aktion Sühnezeichen setzt sich für die Wiedergutmachung der NS-Verbrechen ein und entsendet jährlich mehrere Hundert Freiwillige zu Friedensdiensten ins Ausland. Die jungen Männer und Frauen unterstützen in derzeit 13 Ländern weltweit Überlebende des Holocaust, arbeiten in Gedenkstätten mit oder betreuen behinderte oder sozial benachteiligte Menschen.
Ohliger wird am 29. April im Magdeburger Dom mit einem Festgottesdienst in sein neues Amt eingeführt. Hierzu wird auch der Ratsvorsitzende der
Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, erwartet.
