Erstmals Pfarrer für interreligiösen Dialog in Berlin
Bischof Markus Dröge betonte, mit der Stelle werde der zunehmenden Bedeutung des interreligiösen Gesprächs Rechnung getragen. Die multireligiöse Situation insbesondere in Berlin erfordere ein vertieftes Kennenlernen. Bereits vorhandene Gesprächsfäden sollten aufgegriffen, gebündelt und neue Kontakte geknüpft werden. Der interreligiöse Dialog leiste einen sichtbaren Beitrag zur Verbesserung des Zusammenlebens in der Gesellschaft, sagte Dröge.
Der Pfarrer für den interreligiösen Dialog hat den Angaben zufolge die Aufgabe, theologische Grundsatzfragen im jüdisch-christlichen und im christlich-islamischen Dialog zu bearbeiten und den Bischof, die Pröpstin sowie kirchenleitende Gremien zu beraten. Er soll zudem interreligiöse Begegnungen und Bildungsveranstaltungen initiieren sowie Kirchenkreise sowie Gemeinden beraten.
Goetze studierte von 1983 bis 1989 in Heidelberg, Tübingen, Mainz und Frankfurt am Main evangelische Theologie, Philosophie und Judaistik. Von 1990 bis 1992 absolvierte er in Oberursel das Vikariat, die Vorbereitung für den Pfarrberuf. Ein Spezialvikariat führte den Theologen 1992 bis 1993 nach Bethlehem, Beit Jala und Jerusalem. Seit 1995 ist er Gemeindepfarrer in Rodgau. 2007 verbrachte er ein Studiensemester in Beirut. 2011 erschien seine Promotion mit dem Titel: "Religion fällt nicht vom Himmel - Die ersten Jahrhunderte des Islams", in der er der Frage nachgeht, wie Judentum, Christentum und Islam zusammenhängen und was sie wirklich trennt.
