Generalsuperintendentin: Zum christlichen Glaube gehört gesellschaftliches Engagement
24. Januar 2012. Berlin (epd). Für die Berliner Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein gehört zum Christsein auch das gesellschaftliche Engagement. „Das eine geht ohne das andere nicht“, sagte Trautwein der in Berlin erscheinenden „tageszeitung“ (Montagsausgabe). Allerdings würde sie sich in ihrem Amt nie parteipolitisch engagieren. „Da wird man dann in Schubladen gepackt, und das möchte ich nicht. Zumal es immer wieder Fragen gibt, bei denen sich ganz erstaunliche Koalitionen bilden“, sagte Trautwein, die seit Dezember vergangenen Jahres im Amt ist.
Sie wünsche sich trotz schrumpfender Gemeinden für die Kirche, „in der Gesellschaft präsent zu bleiben“. „Ich will, dass unsere Türen offen sind und sich Menschen dafür interessieren“, sagte die Berliner Generalsuperintendentin. Mit Blick auf die jahrelange Mordserie des Zwickauer Neonazi-Trios sagte Trautwein, sie habe das „politische Unvermögen“ schockiert, den Tätern nicht
früher auf die Spur zu kommen.
