Gedenken an Zerstörung der Berliner Versöhnungskirche vor 27 Jahren
23. Januar 2012. Berlin (epd). Mit einem Gedenkgottesdienst in der Kapelle der Versöhnung wird am Sonntag an die Sprengung der Berliner Versöhnungskirche vor 27 Jahren erinnert. Die Kirche konnte seit dem Mauerbau 1961 nicht mehr von der Gemeinde genutzt werden, weil sie auf dem Todesstreifen zwischen Ostund West-Berlin stand. Nach ihrer Räumung hatten nur noch Grenzsoldaten Zutritt zu dem bis dahin weithin intakten Backsteinbau.
Im Januar 1985 wurde die Kirche in zwei Etappen gesprengt. Am 22. Januar wurde zunächst das Kirchenschiff zum Einsturz gebracht, am 28. Januar folgte der Kirchturm. Die Kapelle der Versöhnung ist Teil der Gedenkstätte an der Bernauer Straße. Dort wird jeweils dienstags bis freitags mit einer Mittagsandacht an die Mauertoten gedacht. In der Mittagsandacht am 28. Januar soll zudem an die Sprengung des Turms erinnert werden.
