Thomas Straub erhält Preis der Stiftung Christliche Kunst Wittenberg
Auszeichnung an Installationskünstler aus Baden-Württemberg wurde in Berlin überreicht
In seinen Arbeiten konzentriere sich Straub auf Elemente der Skulptur, Installation, Konzeptkunst und Grafik, hieß es weiter. Die Objekte des 1976 in Villingen (Schwarzwald) geborenen Künstlers würden häufig den Status von Requisiten oder die eines "Inventars einer Handlung" einnehmen. Seine räumlichen Installationen stünden in engem Bezug zur Architektur und Atmosphäre des sie umgebenden Raums. Mit einfachen Werkstoffen definiere er alte Formen ironisch neu, fordere die Erinnerungs- und Deutungsfähigkeit des Betrachters heraus und stelle die Tragfähigkeit von Formen in Frage. Straub lebt und arbeitet heute in Karlsruhe.
Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung verleiht die Wittenberger Stiftung seit 2006 jährlich im Wechsel an Nachwuchskünstler und bereits etablierte Meister. Zudem kauft die Stiftung jeweils ein Werk des Preisträgers an. Von Straub übernimmt die Stiftung seine Arbeit "Auriole" für 4.500 Euro.
Die "Stiftung Christliche Kunst Wittenberg" wurde 2001 von Gisela Meister-Scheufelen und Ulrich Scheufelen aus Lenningen bei Stuttgart gegründet. Dazu übereignete das Unternehmer-Ehepaar der Stiftung seine private Sammlung mit Werken unter anderen von Marc Chagall, Salvador Dali, Max Pechstein und Pablo Picasso. Die Bilder sind seit 2003 im Wittenberger Alten Rathaus in der Dauerausstellung "Christliche Kunst des 20. Jahrhunderts" zu sehen.
Die Sonderausstellung unter dem Motto "Instrumente" ist in der St. Matthäuskirche in Berlin bis 2. Januar jeweils dienstags bis sonnabends von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Internet: www.christlichekunst-wb.de
