Göring-Eckardt und Bohl präsentieren Kirchentagsplakat in Dresden
Christen-Treffen vom 1. bis 5. Juni 2011 unter dem Motto "...da wird auch dein Herz sein"
Der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 1. bis 5. Juni in der sächsischen Landeshauptstadt unter dem Motto "...da wird auch dein Herz sein" statt. Erwartet werden rund 100.000 Dauerteilnehmer. Das Plakatmotiv des Dresdner Designbüros pingundpong habe die Jury in seiner Klarheit und multimedialen Verwendbarkeit überzeugt, hieß es.
Landesbischof Bohl betonte, Menschen sollten sich nicht nur mit den Händen, sondern auch mit dem Herzen einbringen. Das Herz-Symbol sei in der Jugendkultur nicht unbekannt. Die Veranstalter erhofften sich daher besondere Aufmerksamkeit von Jugendlichen, hieß es. Bohl zeigte sich zufrieden über den Stand der Vorbereitungen. Besonders hob er "die große Bereitschaft der Kirchgemeinden" hervor, an dem Großereignis mitzuarbeiten.
Ob Eheleute unterschiedlicher Konfessionen beim Kirchentag 2011 erstmals offiziell ein gemeinsames Abendmahl feiern können, "kann man nicht zuverlässig sagen", erklärte Göring-Eckardt auf epd-Nachfrage. Die Gespräche darüber würden jedoch weitergeführt. Der evangelische Präsident des 2. Ökumenischen Kirchentages, Eckhard Nagel, hält ein gemeinsames Abendmahl in Dresden für "realisierbar".
Im Mittelpunkt des Kirchentages im kommenden Jahr stehen neben Themen der Ökumene, auch die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit sowie Umwelt- und Globalisierungsfragen und europäische Themen. Ein Schwerpunkt werde auch Osteuropa sein, hieß es. Geplant ist unter anderem ein ökumenischer Himmelfahrtsgottesdienst am 2. Juni im neuen Dresdner Stadion. Der Veranstaltungsort des Abschluss-Gottesdienstes sei noch offen, sagte Göring-Eckardt. Im Gespräch ist ein Fest zu beiden Seiten der Elbe, bei dem ein Riesenfloß die Dresdner Neu- und Altstadt verbindet.
Der Kirchentag verfügt über ein Budget von rund 14 Millionen Euro. 5,5 Millionen Euro kommen vom Land, zwei Millionen von der Stadt, eine Million von der sächsischen Landeskirche und 400.000 Euro vom Bund. Dazu kommen Teilnehmergebühren sowie die Unterstützung von Sponsoren.
