Marienkirche Wittstock ist Brandenburgs Denkmal des Monats

Minister Vogelsänger würdigt Sanierung von gotischem Bauwerk

6. August 2010. Wittstock (epd). Die evangelische St. Marienkirche in Wittstock an der Dosse ist Brandenburgs Denkmal des Monats August. Damit werde ein herausragendes und stadtbildprägendes Bauwerk gewürdigt, das auch zum festen Bestandteil des allgemeinen kulturellen Lebens der Stadt geworden sei, erklärte Brandenburgs Bauminister Jörg Vogelsänger (SPD) am 5. August. Die Auszeichnung der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" für die gotische Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert wurde am 5. August übergeben.

Das sanierungsbedürftige Dach der Kirche wurde nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft in den vergangenen Jahren mit hohem bürgerschaftlichen Engagement für rund 1,1 Millionen Euro erneuert. Besondere Beachtung verdiene die Kirche auch als Treffpunkt zum Gedenken an die Opfer rechtsextremer Gewalt.

Wegen Vereinbarungen zwischen Stadt und evangelischer Kirche über die Nutzung auf für nichtkirchliche Veranstaltungen sei eine erhöhte Förderung in Höhe von 80 Prozent der Kosten möglich gewesen, erklärte Vogelsänger. Aus dem Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz seien so rund 880.000 Euro zur Verfügung gestellt worden. Zusätzlich wurden den Angaben zufolge der Kirchplatz und die Umgebung der Marienkirche für insgesamt rund 1,7 Millionen Euro saniert.

Die Kirche wurde ab 1230 errichtet und war bis zur Vergrößerung des Gebäudes im Jahr 1451 dem katholischen Heiligen St. Martin geweiht. Durch die stark ausgeprägte Volksfrömmigkeit setzte sich danach die Bezeichnung St. Marienkirche durch. Die heutige evangelische Stadtkirche mit ihrem 68 Meter hohen Turm verfügt neben der Marienkapelle über wertvolle historische Zeugnisse, die der Gottesmutter Maria gewidmet sind.

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