Evangelische Kirche am brandenburgischen Kloster Neuzelle wird saniert
Bauwerk im Bundesprogramm für national bedeutende Denkmäler
Die früher ebenfalls katholische Klosterpfarrkirche zum Heiligen Kreuz am südlichen Eingang zum Stiftshof, die unter anderem mit zahlreichen biblischen Skulpturen und Engelsdarstellungen ausgeschmückt ist, wurde 1818 evangelisch. Eigentümerin des Bauwerks ist die landeseigene Stiftung Stift Neuzelle.
Die Sanierung soll mit Arbeiten an Fundamenten und Gruft der Kirche beginnen, sagte Weise. Ab 2011 sollen das Dach erneuert und anschließend Fassaden, Fenster, Türme und der Eingangsbereich instand gesetzt werden. Wann die Innensanierung beginnen kann, sei noch offen. Dringend erforderlich sei dabei unter anderem die vollständige Restaurierung des Altars.
Das frühere Zisterzienserkloster Neuzelle wurde 1268 von Markgraf Heinrich von Meißen gegründet und im 17. Und 18. Jahrhundert im Barockstil umgestaltet. Nachdem die Niederlausitz 1815 an Preußen gefallen war, wurde es 1817 als letztes Kloster des Königreiches säkularisiert, der Klosterbesitz wurde in ein staatliches Stift überführt. Seit 1996 ist die landeseigene brandenburgische Stiftung "Stiftung Stift Neuzelle" für die Anlage zuständig. Neuzelle gilt nach Angaben der Stiftung als eine der wenigen vollständig erhaltenen Klosteranlagen Europas.
Aufgabe der Stiftung ist es, die denkmalgeschützte Klosteranlage in Neuzelle wiederherzustellen, sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen sowie Wissenschaft, Bildung und Kultur zu fördern. Zum Vermögen der Stiftung gehören Liegenschaften und Flächen des Klosters Neuzelle im Umfang von derzeit rund 3.500 Hektar, die nach 1990 im Eigentum von Bund, Land oder Kommunen standen.
