Ausstellung über Diakonissen im brandenburgischen Kloster Lehnin

Dokumentation "Unter der Haube" ab 20. August zu sehen

4. August 2010. Brandenburg/Havel (epd). Mit der Ausstellung "Unter der Haube. Diakonissen in Brandenburg und Preußen" informiert das Kloster Lehnin ab 20. August über die Geschichte der evangelischen Schwestern und ihrer sozialen Arbeit. Vorgestellt werden neben Leben und Wirken der in einer Gemeinschaft lebenden, ledigen Diakonissen auch die Motive und Hintergründe ihrer Lebensentwürfe, teilte das Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin als Veranstalter am 3. August mit.

Das ehemalige Zisterzienserkloster Lehnin bei Brandenburg/Havel wurde 1911 Sitz einer evangelischen Diakonissengemeinschaft. Heute leben dort noch neun Schwestern. Die Ausstellung ist ein Beitrag zur Veranstaltungsreihe "Kulturland Brandenburg", die in diesem Jahr unter dem Titel "Mut & Anmut. Frauen in Brandenburg – Preußen" steht.

Frauen in Krankenhäusern, als Ärztinnen oder Pflegeschwestern seien zwar heute ein vertrautes Bild, hieß es weiter. Eine sozial engagierte Berufstätigkeit sei für Frauen jedoch erst Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem im kirchlichen Bereich möglich geworden. Damit hätten Frauen auch außerhalb von Ehe und Familie Aufgaben übernehmen können. Bis heute sei die nonnenähnliche Diakonissentracht mit Haube und meist dunklem Kleid für viele Menschen ein Symbol für das christlich-soziale Engagement von Frauen.

Das Diakonissenamt wurde von dem evangelischen Pfarrer Theodor Fliedner (1800-1864) eingeführt, die Bezeichnung geht auf das altgriechische Wort für Dienerin zurück. 1836 gründete der Theologe im rheinischen Kaiserswerth eine "Bildungsanstalt für evangelische Pflegerinnen", die für eine bessere Pflege in Krankeneinrichtungen sorgen sollte und als erste evangelische Diakonissenanstalt gilt.

Die unverheirateten Diakonissen kamen mit ihrem Amt zugleich "unter die Haube" und  waren den Angaben zufolge damit gesellschaftlich den verheirateten Frauen gleichgestellt. Diakonissen verpflichten sich in der Regel ähnlich wie katholische Nonnen zu einem einfachen Lebensstil, Ehelosigkeit und Gehorsam.

Die evangelischen Schwestern werden von ihren Mutterhäusern zur Arbeit in sozialen Einrichtungen entsandt und bleiben den Mutterhäusern meist ihr ganzes Leben lang verbunden. Ihre Einkünfte und Renten gehen in der Regel in die Gemeinschaftskasse des Diakonissenhauses, die Frauen selbst erhalten ein geringes Taschengeld.

Die Ausstellung "Unter der Haube. Diakonissen in Brandenburg und Preußen" wird am 20. August um 13 Uhr im Museum im Zisterzienserkloster Lehnin, Klosterkirchplatz 1-19, 14797 Kloster Lehnin eröffnet und ist bis 10. Oktober montags bis sonnabends von 10 bis 17 Uhr sowie sonntags von 13 bis 17 Uhr zu sehen

Seitenanfang Seite drucken
  • Facebook
  • Twitter

RSS-Master

Hilfe und Information

Infotelefon (Mo - Fr, 9- 17 Uhr)
030/ 243 44 - 121
Telefonseelsorge (täglich 24 Stunden)
0800-1110222
Ihre Nachricht

Adresswerk

Das Adresswerk enthält alle wichtigen Adressen der Landeskirche.

Personen und Adressen



Kirchenzeitung

dklog_174.jpg

Rundfunkdienst

logo-rundfunkdienst.jpg

Ahnenforschung

ekbo_button_ahnenforschung_04.gif

Gemeindesuche

Veranstaltungen

Touristische Ziele

In unserer Landeskirche gibt es viel zu entdecken: Dorfkirchen, Tagungshäuser, offene Kirchen, Pilgerwege und historische Friedhöfe
mehr...

Spenden

Ohne Engagement wäre unsere Gesellschaft kälter. Hier finden Sie sinnvolle Projekte und gute Initiativen.
mehr...

Evangelisches Zentrum

Georgenkirchstraße 69
10249 Berlin
Tel.:  030 24344-0
Fax:  030 24344-500

Wegbeschreibung laden

Google-Maps

Losungen

Perspektivprogramm

Kirchenmusik

Berliner Stadtmission

Berliner Stadtmission.jpg


Schulstiftung

logo-schulstiftung.gif

Diakonisches Werk

DWBO

Evangelische Akademie

Geschäftsstelle: 
Charlottenstraße 53/54
10117 Berlin
Tel.:  030 20355-500
Fax.:  030 20355-550

AKD

logo-akd.gif

 

 

 Das Amt für kirchliche Dienste ist eine Einrichtung zur Aus- Fort- und Weiterbildung und Beratung von ehrenamtlichen und beruflichen Mitarbeitenden der Evangelischen Kirche. www.akd-ekbo.de

Kircheneintrittsstellen

Telefon: (030) 20 45 11 00
E-Mail schreiben

Berliner Dom
Am Lustgarten
10178 Berlin-Mitte
freitags von
16:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Foyer an der
Gedächtniskirche
Breitscheidplatz
10789 Berlin-Charlottbg.
montags von
16:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Heilig-Kreuz-Kirche
Zossener Str. 65
10961 Berlin-Kreuzberg
donnerstags von
10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

St. Marienkirche
Karl-Liebknecht-Str. 8
10178 Berlin-Mitte
dienstags von
16:00 bis 18:00

St. Nikolai-Kirche
Am Alten Markt
14467 Potsdam
mittwochs von
15:00 bis 18:00 Uhr

Ulrike Trautwein


Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung!

Ihre Ulrike Trautwein
Generalsuperintendentin

EKD

EKD Logo

Klima-Kollekte

Klimakollekte.jpg

Bischof a. D. Wolfgang Huber

Website