Kunstinstallationen in Mausoleen auf Berliner Friedhof
Alter St. Matthäus-Kirchhof vermittelt Grabpatenschaften zum Erhalt der Denkmäler
Damit soll unter anderem auch auf die teilweise vom Verfall bedrohten Bauten aufmerksam gemacht werden. Die Ausstellung, die am 1. August eröffnet wird und bis zum 3. Oktober zu sehen sein wird, trägt den Titel "Kunstraum Mausoleum".
Der 1856 angelegte und inzwischen denkmalgeschützte Friedhof zählt aufgrund der dort beerdigten Persönlichkeiten zu den bedeutendsten in Berlin. Unter anderem liegen auf dem Alten St. Matthäus-Kirchhof die Sprachforscher und Märchensammler Jacob und Wilhelm Grimm, der Mediziner Rudolf Virchow, der Architekt Alfred Messel und der Komponist Max Bruch.
Auffällig sind zahlreiche Mausoleen als Erbbegräbnisstätten, die sich wohlhabende Familien aus dem alten Tiergartenviertel als Denkmal setzten. Die meisten dieser Grabstätten befinden sich heute nicht mehr in Familienbesitz, sondern sind Eigentum des Friedhofsträgers.
Um den Erhalt dieser Baudenkmäler zu finanzieren, können für über 130 Grabstätten Patenschaften übernommen werden. Neben etwa zehn Mausoleen sind darunter zahlreiche Wand- und Gartengräber. Der Renovierungsaufwand liegt je nach Zustand des Bauwerks zwischen weniger als 2.000 Euro und über 50.000 Euro. Dazu können Paten ein Nutzungsrecht an den Grabstätten erwerben, um sich oder Anverwandte in den historischen Grabanlagen beerdigen zu lassen.
Die Ausstellung "Kunstraum Mausoleum" kann jeweils donnerstags bis sonntags im Rahmen von "geführten Rundgängen" um 16 Uhr angesehen werden. Vor dem Friedhofseingang gibt es zudem einen Infopavillon, der montags bis freitags von 13 bis 18 Uhr geöffnet ist. Internet: www.grabpatenschaften-berlin.de
