Evangelische Kirche unterstützt rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen
Evangelische Landeskirche unterstützt Bemühungen einer rechtlichen Gleichstellung von Lesben und Schwulen.
"Der evangelischen Kirche liegt sehr daran, dass Menschen dauerhaft und verlässlich zusammenleben", sagte Jastrzembski weiter. Die Kirche unterstütze daher Bemühungen, den rechtlichen Schutz von homosexuellen Paaren zu verbessern, "der verlässliche und dauerhafte Beziehungen auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften erleichtert".
Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Berlin-Brandenburg hatte aufgrund von Zeitungsberichten die Kirchen wegen "mangelnder Akzeptanz" kritisiert. "Wir sind enttäuscht über die Rückständigkeit der Kirchen, die die Lebensrealität von Lesben, Schwulen und deren Kindern ausblenden", erklärte der LSVD. Lesben und Schwule stünden genau wie Heterosexuelle in ihren Beziehungen füreinander ein. "Dennoch werden sie im Steuerrecht und im Adoptionsrecht nach wie vor benachteiligt."
Der LSVD kritisierte die Kirchen zudem für die Ablehnung des Adoptionsrechts für Homosexuelle. "In Berlin und überall in Deutschland wachsen Kinder in Regenbogenfamilien auf. Ihre homosexuellen Eltern sorgen sehr gut für sie." Zu diesem Ergebnis komme eine Studie im Auftrag des Bundesjustizministeriums. Demgegenüber sagte Jastrzembski: "Die Gesellschaft hat wenig Erfahrungen mit der Kindererziehung in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften." Zum Adoptionsrecht gebe es in der evangelischen Kirche unterschiedliche Positionen.
