Sozialverbände fordern Runden Tisch gegen Armut
Berliner Erklärung: Mehr Engagement im Kampf gegen die Armut
In die Erklärung seien die Ergebnisse einer zweitägigen Zusammenkunft von Betroffenen in der Bundeshauptstadt eingeflossen. Knapp 200 Teilnehmer hatten zuvor unter dem Motto "Gegen Armut und soziale Ausgrenzung - Akteure im Dialog" diskutiert, wie sich die Spaltung der Gesellschaft überwinden lasse.
Gern sagte, "gesetzliche Bestimmungen müssen daraufhin überprüft werden, inwieweit sie negative Auswirkungen auf Menschen mit geringem Einkommen haben und Armut verschärfen". Das Grundgesetz schreibe vor, "dass in unserer Gesellschaft ein menschenwürdiges Existenzminimum gewährleistet wird", so der Theologe, der auch Chef des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau ist.
"Wer Hilfe braucht, muss mit Respekt und Würde behandelt werden", sagte die stellvertretende Sprecherin der Armutskonferenz, Michaela Hofmann. "Jeder Mensch hat ein Recht, in Würde zu leben und an der Gesellschaft teilzuhaben." Hofmann setzte sich für ein Sozialprogramm ein, das arme Bürger zur Teilhabe befähigt und das soziale und kulturelle Existenzminimum verlässlich sichert.
