Bischof a.D. Huber warnt vor Gefahren von religiösem Fundamentalismus
Evangelischer Theologe: Bündnis von Glauben und Vernunft hat sich bewährt
"Ein theokratisches Bündnis zwischen Religion und politischer Macht schadet dem Glauben wie der Politik", schreibt der evangelische Theologe. Huber nennt Vorstellungen töricht, den Gefahren eines politischen Islamismus ließe sich durch einen christlichen Fundamentalismus begegnen: "Man bannt sie nicht, man verdoppelt sie vielmehr."
Als Antwort auf solche "Irrwege" wirbt der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland dafür, das Bündnis zwischen Religion und Aufklärung zu bewahren. Dieses Bündnis fördere das Gespräch zwischen Glauben und Vernunft, es verbinde die Religionsneutralität des Staates mit dem Schutz der Religionsfreiheit. "Dieses Bündnis hat sich bewährt", bilanziert Huber.
