Berlin gedenkt der toten Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen
Beteiligung am europaweiten Gedenktag mit Gottesdienst und weiterer Veranstaltung
Berlin (epd). Mit zwei Veranstaltungen wird am 20. Juni in Berlin der erste europaweite "Tag der Fürbitte und des Gedenkens an die Toten an den Grenzen der Europäischen Union" begangen. In einem Gottesdienst (10.30 Uhr) in der Charlottenburger Friedenskirche werde an die Flüchtlinge erinnert, die an den Grenzen Europas zu Tode gekommen sind, teilte die evangelische Landeskirche am 14. Juni in Berlin mit. Die Predigt halte der ehemalige Präsident des Ökumenischen Rates der Kirchen, Konrad Raiser.
Zu einer Veranstaltung (19 Uhr) unter dem Titel "SOS - Flüchtlinge in Not. Stoppt das Sterben an Europas Grenzen" in der Kreuzberger Heilig-Kreuz-Kirche werden unter anderen Heiko Kauffmann von "Pro Asyl", die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (Linke) und die frühere FDP-Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Irmgard Schwaetzer, als Mitglied der landeskirchlichen Synode erwartet.
Zu dem europaweiten Gedenken hat die Konferenz Europäischer Kirchen
aufgerufen. Der Tag ist eine Initiative im Rahmen des "Jahres der europäischen
Kirchen zu Migration 2010" und soll künftig alljährlich um den 20. Juni herum,
dem internationalen Flüchtlingstag der Vereinten Nationen, begangen werden. Nach
Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft "Asyl in der Kirche" sind bisher an den
Seegrenzen der EU über 9.000 Flüchtlinge umgekommen. Danach wurden auf den
Kanaren 600, vor Gibraltar 6.000, auf Lampedusa 1.500, in der Adria 600 und in
der Ägäis 400 Tote registriert.
Internet: www.migration.ekbo.de
