Volker Bandmann
„Innere Sicherheit“
Er selbst verliert seinen Vater früh, mit gerade einmal acht Jahren. Es gibt nur wenige Fotos, die ihn, seinen jüngeren Bruder und die Eltern gemeinsam zeigen. Volker Bandmann hat sie gescannt und gespeichert. Vater und Großvater sterben an den Folgen der Kriegsgefangenschaft. „Rückblickend bekomme ich immer mehr Respekt vor dem, was meine Mutter, die Tanten und meine Oma danach geleistet haben“, sagt er. „Unsere Frauen haben schon für uns gesorgt.“ Im Dezember 1989 tritt der bis dahin parteilose Görlitzer in die CDU ein. Seit Oktober 1990 wählen ihn die Görlitzer in den Sächsischen Landtag. Unter anderem ist er Vorsitzender des Arbeitskreises „Innenpolitik“ und des Landesfachausschusses „Innere Sicherheit“. Eben jene „entschlossen stärken, die Menschen vor Verbrechen schützen“, hat sich der Abgeordnete ganz allgemein auf die Fahne geschrieben.
Als er noch Bürger der DDR war, Mitglied der Synode der evangelischen Kirchen, Servicetechniker bei Robotron, sich engagierte im Betriebsrat, da sei offensichtlich gewesen, sagt er, welche der ebenfalls anwesenden Kollegen oder Kirchenmitglieder „noch für einen anderen Verein“ arbeiteten. „Nach dem Mauerfall wollte ich vor allem zwei Dinge,“ sagt er, „erstens beim Aufbau eines demokratischen Staates helfen und zweitens verhindern, dass es wieder rückwärtsgeht, dass die Polizei wieder für politische Zwecke missbraucht wird.“
Im vergangenen Jahr, 20 Jahre nach dem Mauerfall, erhält der Abgeordnete den Sächsischen Verdienstorden für sein damaliges Engagement. 20 Jahre Landtag sind damit verbunden. In sechs Jahren hat Bandmann das Rentenalter erreicht. Rente? Bandmann lehnt sich zurück. „Wer vom Aufhören spricht, ist schon weg vom Fenster“, sagt er.
