Margret Schulze
Margret Schulze ist die neue Kantorin für die Region Senftenberg
Von Heinz Hirschfeld
Als Margret Schulze kürzlich als neue Kantorin für die gesamte Senftenberger Region in einem festlichen Gottesdienst eingeführt wurde, da sagte Pfarrerin Dorothee Lange-Seifert Folgendes: „In unserer evangelischen Kirche ist die Musik als eine Ausdrucksform für unseren Glauben an Gott eine uralte Tradition, die wir nie mehr missen möchten, weil dadurch der Glaube fröhlicher, glaubhafter, und lebendiger wird.“
Damit sprach sie Margret Schulze aus dem Herzen. 22 Jahre war sie Kantorin für die Region Calau/Altdöbern. Sie hat dort viel erreicht. Jetzt steht sie vor neuen Herausforderungen. Margret Schulze ist 46 Jahre alt. Im Auswahlverfahren für die Stelle des B-Kirchenmusikers hat sie sich gegen zehn andere Bewerber durchgesetzt.
Als sie sich im Sommer erstmals in Senftenberg vorstellte, verliebte sie sich sofort in die dreimanualige Euleorgel mit den 27 Registern in der Peter-und-Paul-Kirche. Eine Orgel mit so vielen musikalischen Möglichkeiten gab es in ihrem ehemaligen Wirkungskreis Calau/Altdöbern nicht. Sie war glücklich, dass sie gleich täglich daran spielen durfte und hat sich in der kalten Kirche gleich erkältet.
An ihrer alten Wirkungsstätte hat die Pfarrerstochter aus Forst-Noßdorf kirchenmusikalisch so einiges auf die Beine gestellt, wie den Spatzen-, Kinder-, und Jugendchor sowie einen Regional- und einen Ökumenischen Chor. Auch an Schulen leistete sie Projektarbeit. Jetzt will sie in der Region Senftenberg etwas Ähnliches aufbauen. „Ich weiß, dass es hier einige hochkarätige Klangkörper gibt. Mir liegt es fern, eine künstliche Konkurrenz zu schaffen. Was ich möchte, ist, dass es mehrere kirchliche Chöre gibt.“ Das sei wichtig, damit jeder Christ, der gern singen möchte, auch einen Chor in erreichbarer Nähe habe.
Sie will den Kantor nicht als einen Menschen verstanden wissen, der nur in den Gottesdiensten die Orgel spielt, sondern sie will die Menschen in den Gottesdiensten zum Singen animieren und ihre Talente herauskitzeln. Für sie ist die Orgel zwar auch die Königin der Instrumente, aber sie will sich nicht allein darauf festlegen lassen.
Neben dem Orgelspiel haben es Margret Schulze der Gesang, Posaune-, Gitarre- und Flötenspiel angetan. In Zukunft will sie den Senftenberger Posaunenchor verstärken. Sie ist eine, die den direkten Kontakt zu den Menschen sucht. So hat sie zu Veranstaltungen der Allianzgebetswoche wie am 13. Januar in der Senftenberger Adventkapelle mit dem Keyboard den Gemeindegesang begleitet. „Ich wollte einfach keine Gelegenheit verstreichen lassen, neue Christen kennenzulernen“, sagt sie.
Mit Ehemann Volker hat sie zwei Töchter. Auch die 20-jährige Johanna und die 17-jährige Alwine haben das musikalische Gen geerbt.
