Leitlinien kirchlichen Handelns in missionarischer Situation

 Leitsätze

  1. Wir sagen Ja zu unserer Mission. Sie folgt aus dem Gespräch mit dem rettenden Gott und vollzieht sich im Gespräch untereinander. Wir achten die Überzeugung anderer und laden selber ein zur Begegnung mit Gott.
  2. Wir üben ein Leben lang zu begreifen und zu sagen, was wir glauben. Als Christinnen und Christen wollen wir mit ganzer Person, mit Liebe und Geistesgegenwart darüber Auskunft geben können, was uns trägt.
  3. Wir bringen Glauben und Leben miteinander ins Gespräch – in Kirche und Gemeindehaus ebenso wie in Familie und Freundschaft, Schule und Beruf. Unser Glaube bewährt sich im Ernstfall des Lebens.
  4. Wir feiern Gottesdienste so, dass Fremde sich nicht fremd fühlen, Bedrückte sich begleitet wissen, Neugierige Antworten finden und Fröhliche mitfeiern können.
  5. Wir geben weiter, was wir erfahren haben, weil es auch kommenden Generationen zum Leben helfen wird. In der Familie, im gemeindlichen Leben mit Kindern, in Schule und Erwachsenenbildung pflegen wir das Glaubenswissen.
  6. Wir stehen an der Seite derer, die uns brauchen. In Seelsorge und Diakonie gehen wir auf diese Menschen ein und geben dadurch der Liebe Gottes Ausdruck.
  7. Wir überschreiten die Grenzen des Gewohnten und Vertrauten und wagen es, Menschen in Umgebungen aufzusuchen, die uns fremd sind. Dazu nutzen wir neue Wege.
  8. Wir suchen die Gemeinsamkeit mit anderen Kirchen und bauen auf das, was uns verbindet. Wir lernen von der weltweiten Ökumene, wie missionarisches Handeln wirksam werden kann.
  9. Wir verstehen uns als eine Kirche, die in die Öffentlichkeit wirkt. Sie ist nicht nur für ihre Mitglieder, sondern auch für das Gemeinwesen da und pflegt ein verlässliches, einladendes Erscheinungsbild. Sie ist erkennbar Kirche innerhalb und außerhalb der eigenen Räume.
  10. Wir gestalten unsere Kirche transparent und zugänglich und bieten möglichst vielen Menschen Heimat und Gelegenheit zur Beteiligung.
  11. Wir machen den missionarischen Auftrag zum Entwicklungsziel und stärken in Aus-, Fort- und Weiterbildung unsere Sensibilität für die Menschen und unsere Auskunftsfähigkeit über den Glauben.
  12. Wir nehmen teil am öffentlichen Gespräch der Gesellschaft, suchen Positionen in ethischen Fragen, beziehen Stellung und treten im Namen Jesu Christi für diejenigen ein, denen Unrecht geschieht.

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